
Nach einer kleinen Funkpause in der Rubrik
Battlefield 3 möchten wir am Abend zum wiederholten Mal das Thema Modtools aufgreifen. Auslöser ist ein Bericht der australischen Website Ausgamers.com, die mit
Karl-Magnus Troedsson
über das Spiel und den möglichen Support der Community mit entsprechenden Tools gesprochen hat. Und hier widerspricht der Studiomanager von DICE den bisherigen Aussagen, nach denen es definitiv keine Modtools geben wird. Troedsson wird in dem Bericht wie folgt zitiert:
"Wir haben die Community laut und deutlich in dieser Frage gehört – sie will Modtools. Wir prüfen das im Studio. Das Spiel wird ohne Modtools ausgeliefert, aber wir haben verstanden. Ich sage jedoch nicht, dass wir es tun, sondern dass wir darüber sprechen".
Kaum Mods ohne Serverfiles
Dieses Statement schlägt zurzeit große Wellen, da es bei vielen Fans von Modifikationen Hoffnungen weckt. Angesichts der bisher vorhandenen Informationen über das Spiel hält sich der Enthusiasmus bei uns jedoch in Grenzen, was wir auch dediziert begründen können. Dediziert ist dabei ein gutes Stichwort, denn einer der wichtigsten Faktoren in der Debatte sind Serverfiles. Von Battlefield 1942 bis Battlefield 2142 waren diese frei verfügbar und erlauben es Clans und Communities bis heute Modserver einzurichten. Um Mods ohne unnötigen Aufwand entwickeln zu können, ist die Veröffentlichung dieser Dateien sehr wichtig. DICE hat jedoch zuletzt auf der Gamescom klargestellt, dass ein solcher Release nicht stattfinden wird.
Was Modder wirklich brauchen
In der Theorie ist die Entwicklung von Mods auch ohne Serverfiles möglich, wenn die Ranked-Server-Partner die modifizierten Dateien einspielen würden. Und deshalb ist der Ruf nach diesen Dateien auch nicht der lauteste. Um Battlefield 3 modifizieren zu können, sind vor allem zwei Dinge notwendig: ein Ingame-Menü (respektive ein Custom Menü im Battlelog), mit dem Mods aktiviert werden können. Dieses ist bisher nicht vorhanden. Dazu wird ein Tool zum Entpacken und Packen von Frostbite-Dateien benötigt, das bisher nicht in Aussicht ist. In einem bewegenden Beitrag zur Geschichte des Moddings für die Battlefield-Serie hat dies
Augustus
bereits im Mai 2011 festgehalten. Wer sich für das Thema interessiert, sollte sich
den Originalbeitrag bei battlefieldnexus.com nicht entgehen lassen.
Die Skepsis überwiegt
Angesichts der Umstände halten wir den Release von Modtools zurzeit für unwahrscheinlich. Im Falle von CommoRose und Spotting folgten nach ähnlichen Statements des Studio-Bosses zwar Änderungen, allerdings sprechen in unseren Augen aktuell einfach zu viele Faktoren dagegen. Darunter nicht zuletzt klare Aussagen hochrangiger Mitarbeiter wie Executive Producer
Patrick Bach
und EX-DICE-CEO
Patrick Söderlund
, die in Interviews mehrfach betonten, warum Modtools ausgeschlossen sind. Als Begründung wurde dabei unter anderem auf die hohe Komplexität der Engine verwiesen (zuletzt Söderlund
im Juli 2011), aber auch auf die veränderten Schwerpunkte im Bereich der Entwicklung (mehrfach durch Patrick Bach). Aus diesem Grund bleiben wir skeptisch und bewerten die Aussagen Troedssons als interessant, im Gesamtkontext jedoch widersprüchlich.
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