
Berechtigte Kritik oder einfach nur viel Lärm um Nichts? Was EAs neuen Gaming-Client Origin angeht, scheiden sich weiterhin die Geister. Die Bewertungen von
Battlefield 3 sind weiter im Keller, die Geschäftsbedingungen inakzeptabel und die Software immer noch unter Spyware-Verdacht. Nun hat der Publisher auf die Kritik reagiert und eine umfangreiche Anpassung der AGB vorgenommen. Eine
aktualisierte Version, in der die kritischen Passagen gestrichen oder überarbeitet wurden, ist zusammen mit
einem Statement von Geschäftsführer Olaf Coenen auf der Website von EA zu finden. Darin betont Coenen, dass es sich bei Origin nicht um Spyware handelt.
Auch Anpassung sorgt für Kritik
Für den Schritt in Richtung der Kunden gibt es viel Lob, jedoch auch neue Kritik, denn durch die Anpassung wird die Übertragung von Daten weiterhin nicht ausgeschlossen, sondern nur konkretisiert. Demnach werden Daten über den Computer, die Hardware und das Betriebssystem übermittelt, auf deren Basis ein anonymer Geräte-Identifikationscode zur Überprüfung von Lizenzrechten erstellt wird. Ob diese neue Version mit deutschem Recht vereinbar ist können wir nicht einschätzen. Die vorhandenen Analysen beziehen sich unserer Einschätzung nach auf inzwischen veraltete Versionen der AGBs, weshalb wir in diesem Punkt erst einmal abwarten.
Screenshots als Beweis entkräftet
Als wenig aussagekräftig herausgestellt haben sich inzwischen die von uns verlinkten Screenshots, auf denen Origin beim Scannen von Programmen auf der Festplatte zu sehen ist. In seinem Beitrag
Origin spioniert NICHT erklärt Community-Mitglied mccae die Funktionen des verwendeten Programms Process Monitor und macht feine Unterschiede deutlich. Geteilt wird diese Einschätzung auch von Krawall-Chefredakteur André Peschke, der in
seinem Special zu Origin zu einer ähnlichen Einschätzung kommt. Offen bleibt dabei allerdings auch hier die Frage, ob und wenn ja welche Daten EA nach Hause funkt.
Origin abschalten, Battlefield 3 behalten
Origin selbst bleibt also weiter eine Black Box, die – anders als Steam – von vielen Spielern immer noch kritisch beäugt wird. Für all jene gibt es inzwischen Anleitungen und Hilfsmittel, um Battlefield 3 zu spielen und das Tool parallel zu blockieren. Zur Verfügung stehen umfangreiche Sandbox-Lösungen, aber auch ein ganz praktischer Tipp mit dem Origin direkt nach dem Verbinden mit dem Server beendet wird. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, der findet im Forum eine
interessante Informationssammlung, die
t3rri
zusammengetragen hat. Solltet ihr ebenfalls Tipps haben, teilt sie doch einfach dort mit anderen.
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