Nachdem wir vor über einem Jahr bereits geprüft haben, ob sich mit Armed Assault eine Alternative zu Battlefield anbahnte, haben wir nun den neuesten möglichen Konkurenten
Frontlines: Fuel of War
(FFoW) unter die Lupe genommen. Ist jetzt endlich eine Alternative zu Battlefield gekommen? Oder doch etwas völlig anderes? Ist das Spiel überhaupt empfehlenswert? Das waren nur einige der Fragen, die uns beschäftigt haben.Darum haben wir es uns mal für Euch unter die Lupe genommen.
Wovon reden die da?
Wer die Entstehung des Spieles nicht selbst mitverfolgt hat, mag sich nun fragen, über was wir hier eigentlich reden.
Frontlines
ist ein, auf die aus Battlefield bekannten Massenschlachten ausgelegter, Multi- und Singleplayershooter. Entwickelt wurde er von den Kaos Studios (ehemals Trauma). Das interessante: Das Studio setzt sich auch aus ehemaligen Entwicklern der erfolgreichen Battlefield 1942 Modifikation
Desert Combat
(DC) zusammen. Gerade diese Erfahrungen könnten
Frontlines
zu einem ernsthaften Konkurrenten für die Battlefield-Serie machen.
Bedrohlich reales Szenario
Frontlines
greift auf ein ebenso packendes, wie reales Szenario zurück: was passiert wenn das Öl knapp wird? Im Laufe der Jahre spitzt sich der Konflikt zu und die Westkoalition, eine Art Nachfolge Organisation der Nato, sowie die Rotstern-Allianz, ein Bündnis aus Russland, China und abhängigen Staten, entstehen. Im Jahre 2024 ist es dann soweit. Nachdem Rotstern-Truppen eine Invasion auf das von der Westkoalition besetzte Trukmenistan starten, schlägt diese mit einem gewaltigen Feldzug zurück und so mancher involvierte Soldat fragt sich ob das bereits der Dritte Weltkrieg sei.
Bekanntes Spielprinzip verbessert
Das Gameplay erinnert stark an die Battlefield-Serie, kann aber mit einigen Neuerungen und Verbesserungen auftrumpfen.
Frontlines
glänzt durch ein perfektes Balancing, ein abwechslungsreiches Klassen- und Rollensystem mit Drohnen, Luftschlägen, EMP-Ausrüstung sowie aufstellbaren Geschützen und einen ausgeklügelten Spielmodus. Zwar ist
Frontlines
mit actiongeladenen Kämpfen und einer phantastische Atmosphäre, absolut genialen Sounds und Effekten, vielen zerstörbaren Objekten und natürlich dem phantastischen Gameplay DICE bereits jetzt weit voraus, Battlefield-Veteranen werden sich jedoch schnell heimisch fühlen.
Der Singleplayer: Geht in Deckung
Wie auch in anderen Shootern startet man auch hier eingebettet in einem Team der NATO Truppen. Als Neuling muss man sich im Kampf behaupten und erreicht so Respekt bei seinen Teammitgliedern. Das ganze folgt einer filmreifen Storyline, begleitet von vielen Video-Zwischensequenzen. Was bei FFOW auffällt ist, das das Squad sauber zusammenarbeitet und die Meldungen der Kameraden wie "Feind links" oder "Feinde hinter den Sandsäcken" immer dem aktuellen Spielgeschehen entsprechend stimmen. Das schlägt sich ungemein positiv auf die Orientierung und sogar Jubel, wenn man einen Kontrollpunkt eingenommen, oder einem Gegenangriff standgehalten hat, ertönt im Funk. Hier setzt FFOW eindeutig Massstäbe, und man ist nicht nach einer halben Stunde schon gelangweilt, der ewig selben Funksprüchen. Auf den SP Karten kämpft man sich mit seinem Squad durch unterschiedliches Gebiet von der Wüste bis hin zu Stadtkämpfen. Innovativ ist auch, das man immer mehrere Angriffsziele zur Auswahl hat und verschiedene, je nach belieben, angreifen kann. Das verschafft dem Spieler Luft, und er ist nicht gezwungen, starr ein Ziel zu erkämpfen. Man kann flanken, frontal oder von hinten Angreifen. Witzig auch: Überlebende Feinde flüchten nach Übernahme eines Zieles zum nächsten, um dort zu unterstützen. Aber Vorsicht, auch Flüchtende schiessen zurück. Das Gameplay bietet Abwechslung im SP Modi. So kann man in Fahrzeuge einsteigen, muss aber nicht. Man wird nicht gezwungen eine Panzermission auch im Panzer oder APC zu spielen, sonder hat immer die frei Wahl. Grandios auch die einsetzbaren Drohen die man auf den Karten findet. Minihubschrauber mit Raketen oder eine Gatlinggun auf Ketten die man ca. 200 Meter vorschicken kann, und gesteuert werden wie ein normaler Panzer oder Heli, verschaffen einem Genügend Handlungsspielraum und sichert sein virtuelles Leben. Absolut gut gelungen ist auch die KI, die wenn beschossen sofort angreift, in Deckung geht, Positionen wechselt und zum Gegenangriff übergeht. Der Singleplayer fesselt von der ersten bis zur letzten Minute ohne langweilig zu werden.
Der Multiplayer: Flop oder Top
Im Multiplayer kann
Frontlines
sein volles Potenzial ausspielen. Vom Häuserkampf bis zu brachialen Massenschlachten mit 64 Spielern und allem was der Fuhrpark hergibt ist alles dabei. Langweilige oder allzu unausgeglichene Karten sucht man vergebens. Beeindruckend ist auch das gesamte Balancing. So wurden während unseren Tests alle Waffen und Fahrzeuge benutzt, aber keine präsentierte sich als absoluter Überflieger. Wenn man mal davon absieht das Waffen nun Mal zum töten da sind, findet man weder den Über-Granatenwerfer, noch einen Super-Flieger. So kommt richtiges „Battledfieldfeeling“ auf. Der feindliche Helikopter jagt die verbündeten Panzer, die AA den feindlichen Helikopter, die feindlichen Raketenwerfer decken die verbündete AA ein, eine Drohne befördert die feindlichen Raketenwerfer ins Jenseits. Anschließend zerstört ein feindlicher Jets die eigene Drohne... öhm ..., wo waren wir stehengeblieben? Ah ja, beim „Battledfieldfeeling“. Nun, diese Aufzählung könnten wir jetzt immer weiter führen, aber noch um einiges interessanter macht das Ganze der Spielmodus. Anstatt sich über riesige Flächen auf ein Dutzend Flaggen zu verteilen, jagen alle Spieler nur einem Ziel hinterher: Die „Frontlinie“ weiter in Richtung Gegner zu verschieben. Und um das zu bewerkstelligen konzentrieren sich die Spieler auf ein paar Schlüsselpunkte. Sind die dann unter Kontrolle, geht es weiter zur nächsten Front.
Fazit von taesschen
Nachdem ich bereits an der Multiplayerbeta teilgenommen habe und einfach kein richtiges "Feeling" aufkommen wollte, hat mich die finale Version schlicht umgehauen. Das Spiel glänzt durch eine angenehme und atmospärische Grafik bei überraschend guter Performance. Der Singleplayer bietet eine Toll ausgearbeitete Story, feine Zwischensequenzen, eine bombastische Atmosphäre und jede menge Action. Der Multiplayer hat mich wieder an die ersten Monate Battlefield erinnert. Ein solch intensives Spielerlebnis hatte ich auf Battlefield eigentlich nur mit einem ganzen Teamspeak-Squad. Und auch hier stimmt die Atmosphäre. Überall knallt es, die Sounds sind knackig, es wimmelt nur so vor schönen Explosionseffekten und falls sich mal ein Gegner verschanzt, wird er samt Wand zerbröselt. Insgesamt ein gelungenes Spiel mit uneingeschränkter Kaufempfehlung.
Fazit von SWIZZ=kettcar=
Eine wahnsinnig dichte und beeindruckende Atmosphäre schafft FFOW. Mauerteile und Scheibensplitter fliegen durch die Gegend, man ist wirklich mittendrin im Geschehen. Nachdem man in letzter Zeit mit Crysis und CoD4 einige Kanidaten hatte die vergleichbar wären, hat mir persönlich Frontlines am meisten Spass gemacht. Gutes Balancing und tolle Features die nicht zu abstrakt erscheinen. Für mich das absolute Topspiel dieses Jahres. Eines muss ich noch sagen: Auf Heroes steht Battlefield drauf, aber in Frontlines ist Battlefield drin. Dieses Game kann für mich auch Battlefield 3 heissen.
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