ET 0 Melden Geschrieben 17. März 2006 huhu - da bin ich wieder^^ Also, hier wollte ich mal das schöne Thema Verantwortung und den freien Willen ansprechen und um eure Mitarbeit bitten. Verantwortung an sich kann ma hier als bewusstes Handeln verstehen hinter dem man voll und ganz steht. Selbstverantwortung soll sich auf unsere Entscheidungsfreiheit beziehen und darauf inwiefern wir denn für das was wir tun "verantwortlich" sind! Hier tritt das Unbewusste auf dem Plan und lässt und fragen ob das was wir sind und die Art wie wir handeln tatsächlich auf unserem Mist gewachsen ist oder von außen auf uns einwirkt oder schlimmer noch, nur eine Abfolge unbewusster Programme in unserem Kopf ist. Tragen wir also die Verantwortung wenn wir mit anderen interagieren, etwas erschaffen oder zerstören. Sind wir uns immer der Folgen bewusst, oder erst im nachhinein wenn wir vor vollendeten Tatsachen stehen. Inwieweit sind wir manipulierbar und kann man Menschen die Manipualtionen erlagen denn überhaupt zur "Verantwortung" ziehen? Kann man das Fernsehen, PC-Spiele und andere Medien heranziehen um Menschen die Schlimmes begingen zu entlasten? Aber vorallem! Wo liegt die Grenze zwischen der eigenen Entscheidung und den anderen Faktoren denen wir unterliegen? Sind wir überhaupt der Verantwortung fähig? Was wären die Konsequenzen wenn dem so wäre? und nu bitte ich um Stellungnahmen mfg ET
Burner 1635 Melden Geschrieben 17. März 2006 nun die konsequenzen wären völlige schuldentlastung. wenn der mensch wirklich so von seiner umgebung beeinflußt wird wäre es doch notwendig mit 2erlei maß zu messen. wir bräuchten angepasste gesetze, individuelle strafverflgung. unnötige bürokratie würde entstehen. steht das nicht im kompletten gegensatz zum grundgedanken der gesetze? dem menschen seinen freien willen lassen , ihn aber zum wohl der anderen und sich selber einschränken durch einfache und prägnante verbote. wir sind auf dem weg zu eben jener rechtssprechung, da immer mehr auch auf die sozialen einflüße geacvhtet wird, wo wir sind sieht man ja. ein beamtenstaat mit bürokratie par excellence. ich bin mir dessen bewußt, dass verkürzte bearbeitungszeiten von strafsachen und strengere gesetze zu unmöglichen lebensbedingungen auf grund verschlechterter persönlichen entfaltung führen würden, jedoch ist der status quo meines erachtens keinen deut besser als etwaige zukunftsgedanken. ich schweife ab.... der mensch ist immer noch eine intelligente lebensform (ich verbitte mir kiddiegespamme von wegen bah wir zerstören den regenwald wir sind dumm blaan dieser stelle) und jeder ist sich seines handelns bewußt. ich weiß, wenn ich einem anderen menschen eine nadel ins auge stecke dass er schmeren hat. ich weiß wenn ich drogen nehme ändert sich meine persönlichkeit und mein handlungsbewußtsein. also nehme ich keine um den vorzubeugen. das wäre Vernunft. eine vor dem verstand und gewissen von der vernunft gerechtfertigte tat.ich weiß dass leute zu erschiessen nicht sinnig sein kann, und dass virtuelles geballer vollkommen realitätsfern bleibt und wird,hoffentlich. wer sich so von etwaigen faktoren, zu denen auch familiäres umfeld, soziale kontakte zählen, beeinflussen lässt und seine eigene meinung hinter denen der anderen versteckt bringt nicht nur Locke ins rotieren. lernen kann man nur durch erfahrung. eigene erfahrung. die empfindungen anderer sind subjektiv auf sie zugeschnitten und deshalb für mich als individuum nicht gültig, so sollte der gedankengang sein. falls ich nun doch der meinung bin ich möchte doch gerne selber erschossen werden oder beklaut oder wie auch immer kann ich das ja gerne tun, nur hier greift dann die gesetzgebung die klar sagt NEIN! der mensch ist insofern manipulierbar da er als anpassungsfähigstes lebewesen, wie die evolution gezeigt hat fast jede umgebung bewohnbar gemacht hat, andererorts auch bis zu einem gewissen grade wieder in die negative richtung(thema intelligenz gelle). man könnte manipulation demnach nur als anpassung zur selbsterhaltung sehen, als reinen selbstschutz der dann das handeln übernimmt. ein durch fernsehen dargebrachtes bild einer brutalen handlung als oberster spaß garant könnte eine reaktion hervorrufen die dir sagt, ich will auch spaß. gesellschaftlich aufholen und nicht alleine in der ecke vergammeln. insofern ist fernsehen nicht manipulierung sondern nur anreiz der fantasie die bei einigen -aufgrund der mangelnden moralischen vorstellungen- in die tat transformiert wird mithilfe von pseudorealen einflüßen. bitte.
Burner 1635 Melden Geschrieben 17. März 2006 du sagst das wir uns unseres handelns immer bewusst sind, aber wie sollen wir das sein wenn wir nicht allwissend sind? es gibt genug menschen die keine ahnung davon haben was drogen und computerspiele bewirken (oder nicht bewirken) und wenn sie sich darauf einlassen wissen sie nicht was sie tun, was sie von von jeder verantwortung freisprechen müsste. richtig?
ET 0 Autor Melden Geschrieben 17. März 2006 @burner wow echt gut analysiert aber eben verhasste kirche... und ähnliches wir werden nunmal in eine welt reingeboren die hauptsächlich auf geld und erfolg ausgerichtet ist. nun haben wir aber nicht di emöglichkeit als kleine kinder das system zu durchschauen und eigene erfahrungen bilden sich ausschließlich innerhalb des systems heraus. wir kommen nie raus, dazu bedarf es extemer vorfälle die uns dazu veranlassen das ganze aus einer anderen perspektive zu sehen und erst dann schaffen wir es auch eigene gedanken zu denken und tatsächlich unsere fehler zu machen statt fremde nachzumachen. zum empirischen denken gehört das eigene tun zu hinterfragen aber wie viele menschen tun das denn wirklich? zum einen bedarf es einer gewissen neugier und bildung und wenn keins von beidem da ist und es auch nicht so gut mitm verstand aussieht...nunja dann kommt das arme wesen nie im leben auf den gedanken ernsthaft dinge zu hinterfragen und neue perspektiven zu suchen. ich behaupte das es die meisten so trifft und alle reflexion innerhalb der normen geschieht und man diese nie durchbricht. man könnte das schön an platos höhlengleichniss erklären. menschen sehen schatten und halten sie für die wirklichkeit weil sie einfach nichst anderes kennen. und anhand dieser verschwommenen unzulänglichen schattenwelt urteilen sie. plato wollte damit den phiolosophen beschreiben der versucht hinter die schatten zu blicken um die sonne zu sehen und alles andere aber ich denke man muss es nicht so melodramatisch aufplustern. e: unleserlichkeit behoben^^
Burner 1635 Melden Geschrieben 17. März 2006 magst du mir dieses gleichnis mal schicken? klingt interessant und ich interpretiere gerne. natürlich ist man in seinem system wie du sagst, in seiner kleinen begrenzten welt gefangen. je nach kultur laufen halt die uhren anders. die buddhisten glauben an die wiedergeburt und richten ihr leben dementsprechen ein. die christen an ein leben nach dem tod. auch sie handeln dementsprechend. und die islamisten an das jüngste gericht. alle diese kulturen (wobei ich nur religionsgemeinschaften aufgezählt hab,sagen wir mal die religion oder besser der glaube ist zentrum einer jeden kultur.) sind dadurch in ihrem denken und handeln geprägt und die ansichten der jeweils anderen werden entweder ignoriert oder mit knirschenden zähnen toleriert oder auch einfach abgelehnt. solang man -und das sollte eigentlich kernaussage werden- innerhalb eines solchen systemes (sei es demokratie also politisch oder katholizismus also religiös) ist, fällt es sehr schwer anderes zu verstehen . man ist ja schon in seiner schiene gefahren und hat sich sein gleis ausgesucht. um aber komplett umzuschwenken und anderes zu sehen braucht es schon einen kran. ihr könnt ja mal suchen was ich damit meine. im grunde merkt man von seiner-um aufs thema zurück zu kommen- einschränkung des freien handelns wenig. erst wenn fremdeinflüsse wirken bemerken wir wie eingeschränkt doch unser denken zum handeln eigentlich ist. und genau das ist auch das problem der intoleranten, von mir auch aus euer lieblingsfeindbild moslems oder auch nazis. wer macht was ihm gesagt wird ist lieb. er gibt komplett seine freiheiten ab , und er tut nur was ihm gesagt wird. im gegensatz wird sein handeln -sein befohlenes- legitimiert. "freifahrtschein". naja wie auch immer es ist spät ich bin müde und will nu los inne stadt einen heben oder auch 2-6. bye und gute nacht. ps ET... danke..war das ernst gemeint oder verschallerste mich nu...
ET 0 Autor Melden Geschrieben 17. März 2006 ps ET... danke..war das ernst gemeint oder verschallerste mich nu...
RedRum 0 Melden Geschrieben 17. März 2006 interessantes Thema meine Herren Da ich nicht viel Zeit habe, konnte ich eure Beiträge nicht alle lesen....nun morgen ist auch noch ein Tag. Trotzdem möchte ich mich äußern. Ich denke Verantwortung ist entweder theologisch, soziologisch, philosophisch oder psychologisch definiert. Da ich ich von den ersten drei nichts halte, werde ich die vierte Mal näher betrachten. Die allgemeine Psychologie geht davon aus, dass alles Verhalten und Erleben Ursprung von bereits gemachten Erfahrungen mit einer Mischung Erbgut ist. Die Erfahrungen sind im Allgemeinen durch alles uns Umgebende entstanden. Das Erbgut definiert nur einen geringen Teil der Persönlichkeit, die ja, um es knapp auszudrücken, unsere Fähigkeiten und Eigenschaften darstellt. Also beschäftigt sich die Psychologie, wenn sie von Verantwortung spricht, meist mit gemachten Erfahrungen. Im Kindesalter bekommt man zum Beispiel Moralvorstellungen vermittelt; ein wichtiger Baustein der Verantwortung. Denn nur mit Moral, fühle ich mich für etwas verantwortlich. So meinen manche Psychologen es gäbe keine Selbstverantwortung; wir sind Geisel unserer Erfahrung. Andere denken allerdings unsere Erfahrungen stützen nur die situationsbedingte Reizbewertung, die zum Veranwortungsbewusstsein führt. In meinen Augen: beides Quatsch. Ich denke, dass der Mensch Opfer der Gesellschaftsordnung ist. Wir fühlen, denken und bewerten wie die "Anderen". Wir verhalten uns nach den Maßstäben unserer Umgebung. Der Mensch war immer ein Tier der Anpassung (siehe Evolution). Wir sind dazu gezwungen unsere ureigensten Wünsche gegen die der Gesellschaft auszutauschen, nur um ihrer nicht zu missfallen. Das selbe gilt für die Verantwortungsmaßstäbe. Es wird Verantwortung für das Überschaubare übernommen. In dem Bereich, wo der Mensch Überblick hat. Er fühlt sich nicht dazu bereit mitten in der Großstadt einen Obdachlosen mit nach Hause zu nehmen, um ihm Essen zu geben. Nein der Mensch gibt sich mit dem scheinbar guten Gewissen zufrieden, indem er dem Obdachlosen 5 Cent in seinen verfranzten Hut wirft. Wir scheuen die Verantwortung vor zu großen Problemen, wo wir den Überblick verlieren könnten. Wir überlassen die Verantwortung denen, die sie wollen, bzw. haben müssen. Allein diese Übertragung der Verantwortung wäscht unser Gewissen rein und wir können zufrieden sein. Wieso einem Menschen helfen, wenn es ein anderer tut? Naja meine Ansicht ähnelt, wie ihr vielleicht merkt, der erst dargestellte These So meinen manche Psychologen es gäbe keine Selbstverantwortung; wir sind Geisel unserer Erfahrung
ET 0 Autor Melden Geschrieben 18. März 2006 So meinen manche Psychologen es gäbe keine Selbstverantwortung; wir sind Geisel unserer Erfahrung, allerdings sind es nicht nur die Erfahrungen, die uns beherrschen, sondern eben auch die Einflüsse unserer Wohlstandsgesellschaft. Übrigens zum Beispiel "Obdachloser". Das habe ich gewählt, um zu verdeutlichen wie weltfremd die 10 Gebote sind. Nur um mal den Pfarrern unter uns die Augen zu öffnen. An dieser Stelle kurz Kritik: Ich bin kein Blasphemiker, aber die Kirche gehört einfach mal reformiert....
Burner 1635 Melden Geschrieben 19. März 2006 nein. ich glaub ich hab mich scon geäußert... ich denke jeder trägt die verantwortung für sein handeln selbst. ein jeder mensch wird von einem sozialen system geprägt und geformt. ein jeder versucht sich auch diesem stückweise zu entziehen.trotzdem werden moralische grundsätze verteilt und etwas wie gewissen das auf nächstenliebe-wenn auch häuchlerisch zum eigenschutz- basiert eingepflanzt. jeder rechtfertigt sein handeln erst vor sich dann vor den anderen. man trägt also immer die verantwortung, auch wenn man diese abgegeben hat.der mensch ist frei sein handeln bestimmt er und nur er und er trägt allein die konsequenzen. meine meinung. et magst mir mal ein paar buchtipps schicken... die meinen horizont etwas erweitern? hab gerade mit kants kritik an der urteilskraft angefangen und du als mitunter etwas fauler student, da diese trägheit der geistigen masse ja tief in euch verwurzelt ist, wirst sicherlich etwas für mich haben ,oder?
ET 0 Autor Melden Geschrieben 19. März 2006 heraklit plato (sowieso) schopenhauer nietzsche (alles) camus (eigentlich auch alles) sartre (der hat auch kurze bücher geschrieben also musst du nicht gleich zu "das sein und das nichts" lesen^^) russell (probleme der philosophie) freud (ist ganz lustig, einfach ein paar vorlesungen anschauen damit man weiß wie der herr gedacht hat) und natürlich noch viele mehr im speziellen kann ic dir jetzt als angenehmen "einstieg" camus "mythos des sysiphos" empfehlen
Burner 1635 Melden Geschrieben 19. März 2006 danke! werd mich montag mal mit nem hunni ins literaturfachgeschäft stürzen. dann mal weiter im kontext!
Burner 1635 Melden Geschrieben 19. März 2006 es geht auch billiger, einfacher und übersichtlicher: hier