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Osis

Das Wissen der Menschheit,... Folgen, Ideen und Möglichkeiten.

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Raubkopierer bestrafen... hmm. Alle "Systeme" wollen das irgendwie. Egal ob Musik, Bücher, "falsche Gedanken"... Es geht immer darum, wer darf einen Kulturbeitrag leisten, konsumieren und was darf er kosten.

Für mich stellt sich als erstes die Frage: Wie definiert man den Raubkopierer heute, gestern, bzw. 2030?

Ein paar Thesen:

1. Die Gesellschaft hat es nicht geschafft im Informationszeitlater die "Spielregeln" anzupassen an das Internet mit seiner Überholspur.

2. Ein Wertewandel hat längst unumkehrbar eingesetzt. Das loslösen von Medien vom Trägermedium und die Möglichkeit es mit Freunde zu tauschen stellt ein Verständis das tausende Jahre alt ist auf den Kopf. Gehandelt wurde bisher nur was greifbar ist, mindestens in Form eines "Trägers". Das gilt für alles. Einschliesslich Wissen, hier ist der Träger oftmals sogar der Mensch selbst, der sich selbst oder vermietet wird (Zeitarbeit).

3. Unsere Kinder werden das als selbstverständlich begreifen, was uns als Veränderung entgegendriftet, wo wir noch nicht begriffen haben, was uns da überhaupt trifft.

4. Das Internet ist die Globalisierung von Kunst, Wissen und Kommunikation und zwar Massentauglich. Sie funktioniert vollkommen anders ein Postmonopol, als ein CD-Laden oder eine Buchpresse.

5. Die Inhalte des Internet stellen gleichzeitig bizarrerweise den größten Wissenschatz dar, den die Menschheit jemals besessen hat. Relativ leicht verfügbar für große Teile der Menschheit im Vergleich zur Geschichte.

6. Wissen ist Macht. Enstrpechend groß ist die Bedrohung für jedes (!) System das mit Wissen versucht Geld zu verdienen. Unabhängig ob das ein Staat, ein Musikkonzern oder eine religiöse Insitution ist.

7. Der Geist ist aus der Flasche. Wieder hereinstopfen hat noch nie geklappt. Aber genau das wird aktuell von den "alten Systemem" versucht.

8. Gleichzeitig gibt es einen dramatischen "Wertverfall" was den Transport, die Lagerung und den Konsum von "Wissen" angeht. Das ist kein neues Phänomen, aber ich denke das hat sich in den letzten 20 Jahren daramtisch beschleunigt.

9. Eingespeist wird JEDE Forum von Wissen. Von Omas Rezept bis zum digitalisierten Papyrus, von Musik bis zum Musikinstrument selbst. Es ist nicht nur Speicher sondern auch das kreativste Atelier der Menscheit.

Die elementare Frage ist halt: In welcher Form und zu welchen "Kosten" ermöglichen wir der Menschheit den Konsum aus dem weltweiten Wissenstopf Internet?

Es kann vermutlich nur über den allgeimeinen Zugang zu regeln sein. Jedes innen installierte Schloss wird erfahrungsgemäß geknackt bzw. ist aufgrund der problemlosen Alternativlösung wirkungslos (Bsp. DRM).

Entsprechend werden alle Lösungen in dem Bereich langfristig scheitern.

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Wer sich mal zurückversetzt, der wird merken, daß das Problem für das Geschäftsmodell schon mehrmals ähnlich da war. Zuerst ging es um die vielen kunstvoll handgeschriebenen Bücher, die denen, die sie vervielfältigt hatten, gutes Geld eingebracht hatten. Dann kam der Jens Gensfleisch mit seiner Druckerpresse und hat den schönen Markt kaputt gemacht.

Dann ist erst mal lange nicht viel passiert und erst in den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts geht es weiter, mit der Erfindung des Kopierers und dem Einsatz im Massenmarkt wurde ja das Kopieren von Schriftstücken erst möglich, gegen den Kassettenrecorder als Aufnahmemedium sind die Plattenstudios auch erfolglos Sturm gelaufen, ebenso wie gegen den Videorecorder, man wollte auf jeden Fall und mit allen Mitteln Herr über die Vervielfältigungen bleiben.

Das hatte alles nicht so den richtigen Erfolg, man hat halt versucht, mit neuen Dingen, einen Vorlauf zu schaffen, mit Laserdisk und der CD ist das auch ganz gut gelungen, nur haben die wiederum eines nicht bedacht, daß ja die Entwicklung weitergeht und die Aufnahmetechniken für CDs auch mal für den Massenmarkt da sein könnten. Und genau so ist es gekommen. In den Studios hat man noch in den Kategorien gedacht, wie 30 Jahre zuvor und das Internet als Verbreitungsmedium hat man am Anfang völlig ignoriert und dann nur als Feind gesehen. Auf ie Idee, irgendein Geschäftsmodell draus zu machen, ist man nicht gekommen (ausgenommen den Klageweg, den sich findige Anwaltskanzleien dann als munter sprudelnde Geldquelle erschlossen haben - ist aber nicht im Sinn der Sache).

Dann hat man auch - meiner Meinung nach - die Produkte viel zu überteuert verkauft, bei den CDs hat man ja am Anfang gesagt, die sind teurer als die Schallplatten, weil die Herstellung teurer ist und die hergestellte Menge noch nciht so groß ist. Was war das Ende vom Lied, nach der Euroumstellung ist die Zahl die fleiche geblieben, nur das Währungszeichen hat sich geändert, man hat teilweise den Preis verdoppelt. Daß dann, wenn es wirtschaftlich schlechter geht, die Leute natürlich versuchen, an das Zeugs zu kommen, ohne was zu bezahlen, ist ziemlich logisch.

Inzwischen haben ja wohl einiger dieser Firmen gesehen, daß es auch anders geht, ich bin mal gespannt.

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