=kettcar= 259 Melden Geschrieben 31. August 2007 Das Innenministerium, mit Vorsitz des gemein-gefährlichen Gesetzesbrechers Dr. W. Schäuble, plant private PCs auszuspionieren: Was haltet ihr davon? Sind wir auf dem Weg zum Überwachungsstaat? Und bringen solche Methoden etwas gegen vermeintliche Terroristen, oder sind wir schon alle ein Volk von Verdächtigen? Im Anhang zwei Texte, gefunden auf tagesschau.de ---------------------------------------------------- Schnüffeln ohne aufzufallen Wie funktioniert der Bundestrojaner? Schlapphüte und Polizisten auf dem PC im heimischen Arbeitszimmer? Der Bundestrojaner sorgt für Aufregung in Politik und Gesellschaft. Wie funktioniert er, wen hat er im Visier? tagesschau.de hat die wichtigsten Fragen und Antworten zusammengestellt. Was versteht man unter einem Trojaner? Ein Programm, das auf einem Computer heimlich oder als nützliches Programm getarnt Funktionen ausführt, die der Benutzer nicht erlaubt hat und nicht kontrolliert. Der Trojaner selbst muss nicht schädlich sein. Häufig ist er aber mit anderer schädlicher Software kombiniert, oder hilft dieser, auf den Computer zu gelangen. Ist ein Trojaner ein Computer-Virus? Nein. Ein Computervirus versucht, sich auf immer mehr Dateien und Computer zu verbreiten und sich selbst zu kopieren. Der Trojaner kopiert sich nicht selbst, er kann aber mit einem Virus kombiniert werden. Was ist der Bundestrojaner? Der Begriff steht für die so genannte Online-Durchsuchung. Dabei sollen Computer einmal (Online-Durchsicht) oder während eines gewissen Zeitraums (Online-Überwachung) überprüft bzw. überwacht werden, ohne dass der Nutzer das bemerkt. Das Innenministerium spricht nicht von Bundestrojanern, sondern von "Remote Forensic Software". Was macht der Bundestrojaner genau? Im Prinzip das gleiche wie "normale" Trojaner. Trojaner erlauben etwa die Installation von Schnüffel-Software auf dem Rechner, beispielsweise einen Key-Logger - ein Programm, das Tastatur-Anschläge registriert und so an Passwörter kommt; oder von Programmen, mit denen die Dateien und Dokumente auf dem Computer nach Stichwörtern, Passwörtern oder anderen Inhalten durchsucht werden können. Beides wird auch der Bundestrojaner tun. Diese Inhalte überspielt der Trojaner dann an die Behörden, die sie auswerten. Kann der Bundestrojaner auch Dateien und Daten auf den Computer laden oder verändern? Laut Innenministerium soll der Trojaner so programmiert werden, dass er "keine Daten frei im Zielsystem platzieren kann". Die Antwortet lautet aber prinzipiell: Ja. Wer ist im Visier des Bundestrojaners? Personen, die verdächtigt werden, Terroranschläge zu planen oder vorzubereiten. Deren "informationstechnische Systeme" - neben Computern auch die Speicher von PDA und Mobiltelefonen, sowie Router oder Server - sollen überwacht werden. Wie oft soll der Bundestrojaner eingesetzt werden? Das Innenministerium und das BKA sprechen von "fünf bis zehn Einsätzen" von Bundestrojanern pro Jahr. Der Bundesdatenschutzbeauftragte Schaar bezweifelt das allerdings. Bei einer Ausweitung auf schwere Verbrechen könnte es seiner Ansicht nach wesentlich mehr Online-Durchsuchungen geben. Soll der Bundestrojaner nur auf private PC geschmuggelt werden? Ja. Das jedenfalls sagt das Innenministerium in seinen Antworten auf Fragen des Justizministeriums und der SPD-Fraktion. Firmenrechner sollen offenbar nicht attackiert werden. Sollten Verdächtige Firmen-Rechner nutzen, sollen deren Systemadministratoren "eingebunden" werden. Die können auf jeden Arbeitsplatzrechner zugreifen. Kann der Bundestrojaner flächendeckend eingesetzt werden? Theoretisch ist das denkbar. Der Bundestrojaner könnte auch an viele Adressaten "versandt" werden. Das Programmieren und Überwachen des Trojaners sowie das Auswerten der Dateien ist aber aufwändig und teuer. Das Innenministerium spricht allein bei der Einsatzvorbereitung von mehreren Personen, die mehrere Wochen beschäftigt sein können. Die Gefahr, dass der Trojaner entdeckt wird, steigt zudem mit einer großen Verbreitung. Die eigentlichen Zielpersonen - Terroristen - würden damit möglicherweise gewarnt. Wie kommt der Bundestrojaner auf den Computer des Verdächtigen? Über den Download einer Datei (z.B. ein Photo, ein Text oder ein Software-Update), den Besuch einer "verseuchten" Website "oder den manipulierten Datei-Anhang an einer Mail. Jede Mail kann gefälscht werden. Mails mit dem Absender einer Behörde will das BKA dabei "nur in begründeten Ausnahmefällen" dazu einsetzen. Am meisten vertraut man ja den Mails von Freunden und Bekannten… Kann der Bundestrojaner "unterwegs" an eine Mail angehängt werden? Wer einen E-Mail-Server hackt, kann dort vermutlich auch eine Mail entsprechend manipulieren. Er sitzt dann zwischen Absender und Adressat, deshalb spricht man von einem "Man in the Middle"-Angriff. ----------------------------------------------------------------- Fragen und Antworten zum Bundestrojaner Was hilft gegen den Bundestrojaner? Schlapphüte und Polizisten auf dem PC im heimischen Arbeitszimmer? Der Bundestrojaner sorgt für Aufregung in Politik und Gesellschaft. Wie funktioniert er, wen hat er im Visier? tagesschau.de hat die wichtigsten Fragen und Antworten zusammengestellt. Verhindern Antivirus-Programme oder eine Firewall einen Bundestrojaner? Firewalls und Antivirus-Programme entdecken in erster Linie Viren und Schadprogramme, die sie bereits kennen oder die sehr typische Verhaltensweisen haben. Deswegen brauchen sie ständig aktuelle Virenlisten. Wenn der Bundestrojaner eine "Einzelanfertigung" ist, hat er gute Chancen, nicht erkannt zu werden. Vor dem Einsatz will das BKA auch testen, ob der Bundestrojaner von den aktuellen Antivirus-Programmen erkannt wird. Ein Antivirus-Programm oder eine Firewall machen einen Angriff aber sicher schwieriger. Werden die Hersteller von Antiviren-Programmen mit den Behörden zusammenarbeiten? Das ist unwahrscheinlich. Eine "Bundestrojaner"-Version von Antiviren-Software wäre die denkbar schlechteste Werbung und auch leicht zu umgehen. Mehr dazu hier. Können die Hersteller zur Zusammenarbeit gezwungen werden? Theoretisch per Gesetz ja. Die Telekommunikations-Anbieter sind per Telekommunikations-Überwachungsgesetz auch dazu verpflichtet worden, Daten zu speichern und den Behörden zugänglich zu machen. Antiviren-Software kann man aber weltweit kaufen, das verspricht keinen Erfolg. Nützt Verschlüsseln gegen den Bundestrojaner? Nicht wenn er schon auf dem Rechner ist. Denn dann liest ein Schnüffel-Programm auch den Klartext bereits mit - oder das Passwort für das Verschlüsselungsprogramm. Verhindern verschlüsselte Emails Bundestrojaner? Nein. Wirksam verschlüsselte Mails können zwar nicht gelesen werden, einen Trojaner kann ein Hacker aber dennoch anhängen. Schützt ein bestimmtes Betriebssystem, zum Beispiel ein Mac? Nein. Es gibt zwar sehr viel weniger Computerviren für Mac-Betriebssysteme, aber auch ein Mac kann angegriffen werden. Gibt es ein Bundestrojaner-sicheres System? Ja, ein Computer ohne Internet-Verbindung. Muss der Rechner online sein, damit der Bundestrojaner arbeitet? Nur zur Übertragung der ausgespähten Daten. Diese werden gesammelt und an die Ermittlungsbehörden weitergeleitet zeitgesteuert oder sobald der Rechner des Verdächtigen wieder online ist. Was passiert nach dem Ende der Online-Durchsuchung Laut Innenministerium deinstalliert sich der Trojaner und die eingeschleusten Spionage-Programme auf Befehl oder nach einer bestimmten Zeit "rückstandsfrei"
SpawnFromHell 0 Melden Geschrieben 31. August 2007 Als wenn das neu wäre. Weißt du wie lang die das schon machen?. Ich sag es dir. Seit dem es schon technisch möglich ist.
XtremePhilipp 0 Melden Geschrieben 31. August 2007 nee also so weit wird es hoffentlich nicht kommen. Und falls der Bundestrojaner wirklich kommen sollte, wird es etliche Programierer geben, die an einem Programm arbeiten, die diesen dann letztendlich doch noch entdecken. Also dies wird mich nicht vom Hocker heben!
=kettcar= 259 Autor Melden Geschrieben 31. August 2007 Ich hoffe mal auf den ChaosComputerClub. Die werden das Ding schon auseinandernehmen. Ausserdem wird mit dieser Veröffentlichung dem Volk vorgegaukelt, man könnte demokratisch über Massnahmen von Geheimdiensten diskutieren. Ich denke auch das Überwachung schon lange stattfindet.
ecbeer 0 Melden Geschrieben 31. August 2007 (bearbeitet) Öhm ich sag mal so! Was bringt das? Weil die haben sicher davor solche Trojaner eingesetzt, zwar nicht legal aber das ist denen doch egal! Der unterschied war halt bloß das wir es nicht mitkriegen also ich glaub nicht das dass einen Unterschied macht! Bearbeitet 31. August 2007 von ecbeer
XtremePhilipp 0 Melden Geschrieben 31. August 2007 Weil die haben sicher davor solche Trojaner eingesetzt, zwar nicht legal aber das ist denen doch egal! Mit Sicherheit ham die schon solche Trojaner in Umlauf gebracht (möglicherweise spionieren die uns grad aus...) und jetz will die Regierung einfach ma gucken, wie das Volk darauf reagiert...
ecbeer 0 Melden Geschrieben 31. August 2007 Mit Sicherheit ham die schon solche Trojaner in Umlauf gebracht (möglicherweise spionieren die uns grad aus...) und jetz will die Regierung einfach ma gucken, wie das Volk darauf reagiert... die wollen sich es einfach leichter machen, und es halt LEGAL machen! Davor war es nicht legal aber es wurde wahscheinlich unter dem Tisch gemacht! Und wir als Volk kriegen eh sehr sehr wenig mit, ich will ehrlich gesagt auch gar nicht wissen, was alles so auf der Welt also nicht nur in Deutschland passiert, an schmutzigen Geschäften.
XtremePhilipp 0 Melden Geschrieben 31. August 2007 (bearbeitet) Ohne Kommentar. Naja sowas gab es glaub ich schon immer... wenigstens geben die einem Zeit, die Festplatte zu löschen^^ edit: Das aber mit dem Trojaner find sehr nett und vorbildlich. Da weiß man wenigstens wann man beluschert wird^^ Bearbeitet 31. August 2007 von XtremePhilipp
Battlephil 0 Melden Geschrieben 31. August 2007 Wie ich mitbekommen habe, plant Schäube aber nur die Verbreitung per E-Mail. Und wer darauf reinfällt muss eine ziemlicher Idiot sein. Aber das heißt ja nix ich denke die werden sie sicher anderweitig Vertreiben wie sie es davor auch schon gemacht haben.
ecbeer 0 Melden Geschrieben 31. August 2007 (bearbeitet) Ohne Kommentar. Öhm wenn ich ehrlich bin, zweifel ich dran das dieses Bild echt ist oder besser gesagt das sowas das Bundeskriminalamt aushändigt ! Bearbeitet 31. August 2007 von ecbeer
Battlephil 0 Melden Geschrieben 31. August 2007 Öhm wenn ich ehrlich bin, zweifel ich dran das dieses Bild echt ist oder besser gesagt das sowas das Bundeskriminalamt aushändigt ! Lol!!! Natürlich ist das nicht echt. Das wollte irgendwelche Leute bei einem Diebstahl verwenden hab ich gehört.
simpson 0 Melden Geschrieben 31. August 2007 tztz, welcher "vernünftige terrorist" läßt sich davon schon beeindrucken ? selten so eine schwachsinnige diskussion im parlament gehört. dann werden halt andere Betriebssysteme genommen, wo man nicht so leicht etwas einschleusen kann. oder ggf sogar nur noch livesysteme. wirklich selten eine solch bescheuerte diskussion gehört ...
Sven 134 Melden Geschrieben 31. August 2007 Ich nehme mal an, das sind alles Verschleierungsversuche um abzulenken. In Wirklichkeit haben die das schon und setzen es ein. Wobei es halt verschiedene Szenarien und auch Risiken gibt.
ecbeer 0 Melden Geschrieben 31. August 2007 Ich nehme mal an, das sind alles Verschleierungsversuche um abzulenken. In Wirklichkeit haben die das schon und setzen es ein. Wobei es halt verschiedene Szenarien und auch Risiken gibt. JO glaub ich, das wird die nicht jucken ob es ein Gesetz gibt oder nicht!