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Osis

Wegwerfen oder Weiterverkauf von CD´s verletzt eventuell das Copyright

Empfohlene Beiträge

Geschrieben

Wahsinn, mal sehen wann hier sowas versucht wird. Spannend ist in der Tat, wie da entschieden wird.

Anwalt Russel Frackman, der für die Universal Music Group (UMG) in den USA arbeitet, hat in einem Prozess den Anspruch erhoben, dass Promo-CDs nicht verkauft werden dürfen, da sie weiterhin Eigentum des Musikkonzernes seien. Da dieser die Promo-CDs niemals an die Empfänger verkauft wurden, würde auch die in den USA geltende "first-sale doctrine" nicht greifen, nach der die Kontrolle von Monopolrechtsinhabern nach dem ersten Verkauf nicht mehr gilt. Im aktuellen Fall vor Gericht, bei dem es um den Verkauf auf Ebay geht, machte der Angeklagte geltend, dass er die CDs ansonsten weggeworfen oder verschenkt hätte. Auch darin sieht Frackman eine Copyright-Verletzung, da es sich um ungenehmigte Verbreitung handeln würde. Die Electronic Frontier Foundation nimmt an, dass die Musikindustrie einen Erfolg in diesem Fall dazu nutzen wird, das Urteil auch auf gebrauchte Musik-CDs umzulegen.

Quelle: Gamestar

Geschrieben

Wiki sagt:

Unter einer Promo-CD (auch: Promotional CD oder Musterplatte) versteht man eine CD (Single-CD oder CD-Album), die ausschließlich für Werbezwecke hergestellt wird. Im Handel sind derartige Tonträger nicht erhältlich. Die Tonträger werden von den Plattenfirmen an ausgewählte Radiosender und Printmedien kostenlos versandt, um auf eine neue Single oder ein neues Album eines Künstlers aufmerksam zu machen. Der Versand erfolgt schon mehrere Wochen vor dem offiziellen Verkaufsstart der Tonträger.

Die Gestaltung und oft der Inhalt der Promo-CD weichen in aller Regel vom Verkaufsexemplar ab. Um auf den Werbezweck der CD hinzuweisen, wird auf das Cover und die CD ein Hinweis („For Promotion Only – Not For Sale“ o.ä.) aufgedruckt. Hintergrundinformationen zum Titel und Künstler sind einem gesonderten Beiblatt (das so genannte „Promo-Sheet“) entnehmbar.

Da Promo-CDs in nur kleiner Auflage hergestellt werden und nicht im reguläre Handel erhältlich sind, sind sie ein begehrtes Objekt für Sammler.

Das würde mich als Künstler aber auch ärgern. Wenn meine CD's verkauft würden, womöglich noch vor dem offiziellen Release Termin. Das öffnet ja Raubkopierern Tür und Tor. Aber später die CD's an Sammler zu verkaufen. Ist doch nicht wirklich problematisch.

Im Übrigen glaube ich da wird aus einer Mücke ein Elefant gemacht.. vor genau dem Hintergedanken, den Wiederverkauf von CD's zu vermeiden. Das glaube ich aber wird ziemlich schwierig durchzusetzen.

Geschrieben

Ist zumindest in Österreich so, dass presale-Medien (Vorführdemos von Spielen, Hörproben von Künstlern) weder verkauft noch weitergereicht werden, sofern dies der ausdrückliche Wunsch des Künstlers/Publishers Wunsch ist.

Wär doch grausam wenn jetzt schon zB die Vorführdemo von GTA 4 illegal verbreitet werden würde.

Geschrieben

aber wegwerfen? und dann auch wenn die cd im aa is?

Geschrieben

Bizarr wird es denn, wenn du zum beispiel ne Gamestar mit DVD auf dem Flohmarkt verkaufst... mit ner DVD voll Promomaterial.

Geschrieben

aber wenn ich die weiterverkaufe, is doch das nix anderes, als wenn der käufer seine eigene gamestar dvd kauft

Geschrieben
Im Übrigen glaube ich da wird aus einer Mücke ein Elefant gemacht.. vor genau dem Hintergedanken, den Wiederverkauf von CD's zu vermeiden. Das glaube ich aber wird ziemlich schwierig durchzusetzen.

Njet, genau darum geht es denen, Niemand soll das Recht haben, eine CD/DVD weiterzuverkafen, weil er z.b. die Musik oder das Programm nicht mehr haben will. Die wollen durchsetzen, daß man in diesem Falle das Ganze neu kauft, weil die ja nur in diesem Falle Geld verdienen, das ist alles.

Lese mal hier: http://www.heise.de/newsticker/Musikindust.../meldung/106423

Zitat:

"... Die Musikindustrie versuchte bereits mehrmals, den Weiterverkauf von gebrauchten Tonträgern zu unterbinden, was ihr aber aufgrund des bereits 1908 vom Supreme Court eingeführten Rechtsgrundsatzes nie gelang. 1976 wurde in einer Gesetzesänderung festgelegt, dass für die Geltung dieses Grundsatzes kein Verkauf notwendig ist, sondern auch andere Formen der Inverkehrbringung reichen. Nicht greifen sollte der Grundsatz dagegen bei lediglich vermieteten Objekten. Seitdem entwickelte sich vor allem zu Software eine ausgesprochen widersprüchliche Rechtsprechung. Hier beriefen sich Hersteller teilweise darauf, dass ihre Software nicht verkauft, sondern lediglich lizenziert würde. ..."

"... Würde diesem Anliegen stattgegeben, könnte dies für Verbraucher heißen, Belege für CDs jahrzehntelang aufheben zu müssen. Der Universal-Anwalt sieht außerdem in Augustos Angabe, er hätte die CDs im Falle der Unverkäuflichkeit verschenkt oder weggeworfen, eine "ungenehmigte Verbreitung" und damit eine Copyrightverletzung. ..."

"... Die Musikindustrie verschickt viele Tausende von Promo-CDs – meist ungefragt. Im Allgemeinen werfen Radiosender und Redaktionen solche CDs weg. Eine umweltbewusstere Minderheit trägt sie in Second-Hand-Läden; archiviert werden solche Musikbemusterungen in Zeiten zunehmender Raumnot kaum noch. ..."

Wem das nicht reicht, hier noch ein Nachschlag: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/27/27717/1.html

Die IFPI löschte Teile ihres Wikipedia-Eintrages – und provozierte so eine Auseinandersetzung mit ihrer Geschichte

Sehr dumme Leute tappen in die "es-war-nicht-alles-schlecht"-Falle, etwas klügere manipulieren ihre Vergangenheit einfach ein bisschen. Zur letzteren Gruppe Gehörige sitzen offenbar beim Weltverband der

Phonoindustrie, der International Federation of the Phonographic Industry oder kurz "IFPI".<h3></h3>Dort sind nämlich die Hintergründe der ganzen Sache näher beleuchtet.

Geschrieben

Jo es geht prinzipiell um Daten/Tonträger die zu Werbezwecken an bestimmte Leute kostenlos verteilt werden. Das man solche Sachen dann nicht verkaufen darf is ja eigentlich schon klar.

Das mit dem Wegwerfen wiederum is der uneingeschränkten Paranoia der Musikindustrie zu verdanken. Die haben einfach nur Schiss das 3te in die Mülltonnen der Radiosender klettern um die Promo Cds rauszufischen.

Bei den DVDs auf Spielezeitschriften gilt allerdings das uneingeschränkt das Wiederverkaufsrecht. Immerhin hat man für den Datenträger samt Zeitschrift bezahlt und diese nicht exklusiv zu Testzwecken erhalten.

Geschrieben

Du hast diese Artikel, die ich verlinkt habe, nicht richtig gelesen, die wollen tatsächlich dagegen angehen (zum Glück schon seit 30 Jahren vergeblich), daß man gekaufte Datenträger weiterverkaufen darf. Weil man nach deren Lesart nicht den Datenträger selbst, sondern nur ein persönliches Nutzungsrecht erworben hat.

Geschrieben (bearbeitet)

Den Heise Artikel habe ich gestern schon gelesen. Und wenn man sich durch die Kommentare durcharbeitet wird man feststellen das er wohl etwas unglücklich geschrieben wurde. Es geht in erster Linie wirklich nur um Promo CDs. Das die MI auch sonst daran interessiert ist dem braven Kunden Knüppel zwischen die Beine zu werfen, wissen ja und das nicht erst seit DRM.

Die Softwareindustrie ist in diesem Punkt übrigens schon weiter. Da wird ja nicht mehr die Software an sich als Produkt veräußert, sondern eine Nutzungslizenz, was die Rechte des Kunden erheblich bescheidet (Umtausch/Rückgaberecht nur mal so als Beispiel)

Bearbeitet von MasterOhh
Geschrieben (bearbeitet)
Den Heise Artikel habe ich gestern schon gelesen. Und wenn man sich durch die Kommentare durcharbeitet wird man feststellen das er wohl etwas unglücklich geschrieben wurde. Es geht in erster Linie wirklich nur um Promo CDs. Das die MI auch sonst daran interessiert ist dem braven Kunden Knüppel zwischen die Beine zu werfen, wissen ja und das nicht erst seit DRM.

Die Softwareindustrie ist in diesem Punkt übrigens schon weiter. Da wird ja nicht mehr die Software an sich als Produkt veräußert, sondern eine Nutzungslizenz, was die Rechte des Kunden erheblich bescheidet (Umtausch/Rückgaberecht nur mal so als Beispiel)

ach, und das ist bei der Musik anders? ist es nämlich nicht... Du erwirbst nur das recht sie hören, aber sie gehört dir nicht... ;)

Bizarr und auch 90% der Leute verstehen sowas nicht. Willkommen in der Konsumgesellschaft...

Auch deutsche Musik gehört dir nicht, du erwirbst lediglich einen Tonträger... ^^Naja, jedenfalls bisher. *g*

Bearbeitet von Osis
Geschrieben
Willkommen in der Konsumgesellschaft...

Auch deutsche Musik gehört dir nicht, du erwirbst lediglich einen Tonträger... ^^Naja, jedenfalls bisher. *g*

Das sind die Auswüchse der "Ich-kann-den-Hals-nicht-vollkriegen" Mentalität die durch den Extrem-Kapitalimus immer schlimmere Formen annimmt. :(

Sollte so ein Gesetz durchkommen kann man auch gebraucht Spiele von E-bay knicken.

Geschrieben (bearbeitet)

*Ausgrab*

Gründe, keine CDs zu kaufen

Ich zitiere hier einfach mal den Kommentar von Netzwertig.com:

"Rechtliche Details hin oder her, eine Industrie, die alles dafür tut, von ihren Kunden als Feind wahrgenommen zu werden, darf sich nicht wundern, wenn diese nichts mehr mit ihr zu tun haben wollen"

Treffender kann man es nicht formulieren. Diese Abmahnanwälte stehen auf einer Stufe mit GEZ-Kontrolleuren. Nein, sie stehen sogar noch unter ihnen.

Bearbeitet von -=Punkbuster=-
Geschrieben
*Ausgrab*

Gründe, keine CDs zu kaufen

Ich zitiere hier einfach mal den Kommentar von Netzwertig.com:

"Rechtliche Details hin oder her, eine Industrie, die alles dafür tut, von ihren Kunden als Feind wahrgenommen zu werden, darf sich nicht wundern, wenn diese nichts mehr mit ihr zu tun haben wollen"

Treffender kann man es nicht formulieren. Diese Abmahnanwälte stehen auf einer Stufe mit GEZ-Kontrolleuren. Nein, sie stehen sogar noch unter ihnen.

Ich werde mir demnächst wieder Schallplatten kaufen. Für analoge Musik gilt der ganze "Digital" Zinober zum Glück (noch) nicht.

Ich habe noch nie eine CD oder DvD wiederverkauft,werde das aber auch in Zukunft bestimmt unterlassen.

Diese Abmahnanwälte sich eine Schande für die Anwaltszunft

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