RedRum 0 Melden Geschrieben 23. Juli 2006 Hallo liebe Community, ich habe neulich den Film "Super Size me" gesehen, welcher in dokumentarischer Form darstellt, wie ungesund Fastfood ist. Der Autor kritisiert mit dem Film nicht nur die gesundheitlichen Folgen, sondern auch die resultierende gesellschaftliche Veränderung. Wenn ihr möchtet, könnt ihr euch den Film hier als Flash ansehen. Film Ich möchte nun anlässlich dieses Films diesen gesellschaftskritischen Thread eröffnen, in dem man darüber diskutiert, was man von dieser Entwicklung hält und ob es sinnvoll ist, Fastfoodketten zu unterstützen, zu boykottieren oder zu ignorieren. Unsere Gesellschaft wird immer hektischer, wie jeder weiß. Man spricht inzwischen von einer schnelllebigen, unpersönlichen Ära mit steigender Tendenz. Man findet einfach nicht die Zeit Dinge so zu tun, wie man sie mit mehr Zeit tun könnte. Ich möchte damit sagen, dass man heutzutage so viel zu erledigen hat, dass man nicht mehr genug Zeit findet, etwas zu kochen oder geschweige denn in ein vernünftiges Restaurant essen zu gehen. Die soziale Welt, die Ansprüche und einfach alles stellt Anforderungen, welchen wir nicht gerecht werden, wenn wir viel Zeit in Essen investieren würden. Deshalb ist es nur gut und recht, dass man sich schnell ernährt, also mit Fastfood. Ich für meinen Teil bin ein leidenschaftlicher Koch. Alles, was nicht schwerer zu kochen ist als Nudeln mit Bolognese, kommt bei mir auf den Tisch. Ich weiß nicht wieso, aber die Begabung fürs Kochen habe ich nicht, weshalb ich dementsprechend schnelle und einfache Sachen zubereite. Um Missverständnisse vorzubeugen möchte ich noch erwähnen, dass ich schon sehr gerne "exquisite" Speisen esse, aber wie gesagt nicht selbst zubereiten kann. Gegenüber von meiner Praxis befindet sich ein Burger King. Ich denke mir immer, ob ich dort nicht mal Mittag essen gehen sollte. Bis jetzt war ich etwa erst 20 mal in einem Fastfood Restaurant, wie etwa selbiges oder McDonald's. Ich habe deshalb nicht die Erfahrung damit, wie manch einer hier in unserer Community und möchte denjenigen auch nicht kritisieren, sondern lediglich fragen, ob man solche Restaurants wegen dem Hunger, wegen der schnellen Abwicklung besucht oder beidem besucht. Ich gebe zu, dass ich dort war, weil ich wenig Zeit hatte, aber auch aus reiner Neugier, wie so etwas denn ist. Die Preise für ein sog. "Maxi-Menü" sind für die dargebotene Leistung in meinen Augen horrend. Deshalb kaufe ich mir lieber irgendwo eine Pizza oder Döner, was ja strenggenommen auch Fastfood ist, um meinen Hunger zu stillen. Der einzige Unterschied zwischen dem Dönertürken und Burger King ist der kapitalistische Imperialismus - in der heutigen Zeit der wahrscheinlich größte Exportschlager aus Übersee. Leute, die den Film gesehen haben und sich eventuell ein oder zwei Daten gemerkt haben, wissen, dass diese Expansion der systemgastronomischen Franchise-Unternehmen enorm und nicht zu unterschätzen ist. Egal, wo man sich heute befindet, bekommt man einen Big Mac oder eine Tüte aufgeweichte Pommes. Es lässt sich also feststellen, dass diese Unternehmen auf Kosten unserer Gesundheit einen immer größer werdenden Markt vorfinden. Es ist eigentlich schon fast zu spät. Die erste Welt ist bereits gutgenährt und gewöhnt hat sie sich auch an Fastfood. Doch die dafür zuständigen NGOs sind immer noch bei der Arbeit, was die Fastfoodketten mit hinterlistigen Kampagnen, wie Sponsoring für Sportveranstaltungen und kalorienreduzierter Nahrung verhindern wollen. Die Franchiser sind auf dem Vormarsch und sprechen vorallem Mittelständler an, die mit einem Vertrag sich an das Konzept anschließen können. Eine solche Strategie verspricht schnelle Expansion mit niedrigen Kosten für den Veranstalter. Ist es also gutzuheißen, hat es Vorteile, oder sollte man sich von solchen Unternehmen fernhalten, wenn ja warum? Danke
freaky 0 Melden Geschrieben 23. Juli 2006 Ich möchte nun anlässlich dieses Films diesen gesellschaftskritischen Thread eröffnen, in dem man darüber diskutiert, was man von dieser Entwicklung hält und ob es sinnvoll ist, Fastfoodketten zu unterstützen, zu boykottieren oder zu ignorieren.
RedRum 0 Autor Melden Geschrieben 23. Juli 2006 Ich finde, dass jede Person selbst entscheiden sollte, wie sie sich ernähren möchte. Dann sollte sie aber auch mit den Folgen leben können und sich dementsprechend verhalten. Zum Boykott aufzurufen finde ich ein bisschen hart, denn jeder sollte wissen, dass man bei oben genannten Ketten nicht allzu gesunde Sachen vorfindet.
ET 0 Melden Geschrieben 23. Juli 2006 naja, fast-food wurde in den letzen jahren ja ordentlich in die mangel genommen, ich kann mich da an regelrechte hetztkampagnien errinern in denen die gesundheitsschädlichen einflüsse von sowas angeprnagert wurden. aber das ist meiner meinung nach nicht der punkt. zum einen halte ich die belegten brötchen die man in solchen etablissement bekommt für relativ ok im direkten vergleich zu dem was ich mir manchmal "koche" aber das ist ein anderes kapitel^^ die burger werden zumindest entgegen der propaganda aus, scheint mir zumindest ganz passablen zutaten hergestellt. gifte findet man da also vermutlich nicht. das ein dauerkonsum von immergleichen zu physischen schäden führen kann ist wohl fast allen klar. das trotzdem immer mehr menschen immer öfter zu solchen dienstleistungen greifen ist wohl wirklich der schnelllebigkeit zuzuschreiben. sei es weil man keine zeit hat sich was zu kochen oder ein restaurantbesuch zu teuer ist, fastfood ist verfügbar. ich denke das ist das wichtigste an der sache. es ist verfügbar. komme ich nach new york oder madrid, ich kann mir sicher sein in einem mcdonalds den gleichen burger zu bekommen wie auch in bonn. ich mache mir da keine umstände, es ist zudem unpersönlich. man hat das gefühl von maschienen bedient zu werden, das ist irgendwie beruhigend. es ist ja fast so als ob dir die bedienung am anderen ende zunickt und meint: "schon ok, du brauchst nicht mal freundlich zu sein, es ist nur ein job". absolut eigenartig, als ob es wirklich maschienen wären. in einem "normalen" restaurant tritt man in kontakt mit dem personal, man scherzt, lässt sich mit dem wein beraten und gibt am ende freundlich trinkgeld. das ist für mich ein ganz anderes level an interaktion. komischerweise ist mit ein "automat" der mir für 1.20€ eine cola rausschmeißt oder eben ein mcdonalds angestellter lieber, man fühlt keinerlei verpflichtung dem automaten gegenüber genauso wie der bedienung. kann sein das das durch die immer gleichen uniform erst ensteht aber höchst komisch. ich muss zugeben das ich recht oft in der dönerbude oder in einer fastfoodabfertigung lande, zum einen weil ich zu faul zum kochen bin zum anderen weil ich kein geld für teure restaurants habe und soweit ich weiß auch niemand der da mitkommen würde^^, zum anderen weil es so unwirklich ist als ob man nicht von menschen umgeben wäre wenn man in einen mcdonalds reinkommt. 20 leute und doch allein. hat was beruhigendes. es ist also sogar weniger die schnelle abwicklung an sich, es ist das unpersönlich dabei. man geht rein und raus und es ist so als ob es nie passiert wäre. keine bleibenden eindrücke von mir auf andere und keine die bei mir hängen bleiben, als ob ich nie da war. zum kommerziellen aspekt: boykott...ok, im prinzip ja. allerdings sind nicht nur die konzerne allein an den zuständen schuld. wenn man schon boykottiert, dann alles was dazu beiträgt.
-the~frozen~One- 0 Melden Geschrieben 24. Juli 2006 Bin derselben Meinung wie Freaky, jeder muss das für sich selbst entscheiden, doch gibt es nicht allzu wenige die nichtmal nachdenken was sie da zu sich nehmen,sondern eine Werbung sehn und dann sofort ins McD's rennen,weil sie einfach Hunger auf solches Essen verspüren. Und nichtmal dannach denken sie daran. Ist mit meinem Bruder so:Sieht ne Werbung->er hat Hunger->am nächsten (oder am selben) Tag bettelt er die Mutter an da hin zu fahren! Meistens sagt sie nein,dann kommt mein Bruder zu mir und bettelt mich an,ich soll meiner Mutter sagen das ich auch da hin will.Und er ist garantiert nicht der einzige der so handelt. War zwar bei diesen ganzen "Kinderhypes" (Pokemon,Tamagochi etc.) so ähnlich,aber die haben der Gesundheit nicht in dem Ausmaß geschadet (berichtigt mich wenn ihr einen Fall kennt der das widerlegt). Ich geh nur in solche Geschäfte wenn ich eben nirgendwo sonst zu essen bekomme. Manchmal verabredet man sich mit Kollegen dort (isst dort), aber dann nur wenn wir wo anders hingehn. Die Sache ist aber so, dass die Fastfoodketten den Leuten Produkte mit einem Image verkaufen, welches erlogen ist.
RedRum 0 Autor Melden Geschrieben 24. Juli 2006 Et, du hast da was angesprochen, Unpersönlichkeit, aber den Gedanken nicht weiter ausformuliert. Ich meine diese "Unpersönlichkeit" ist ein großes Problem, welche auch in anderen Lebensbereichen vorhanden ist. Nur ist das ein Nebeneffekt großer sozialer Gemeinschaften. Denn wer persönlich ist, übernimmt automatisch Verantwortung für das Gegenüber. Und man kann nicht Verantwortung für alle anderen übernehmen, weshalb es eben unpersönlich zugeht. Viele versuchen dieses sog. "lack of personality" zu Nutzen und bieten, siehe Fluggesellschaft, ein Dauergrinsen an, welches uns Wohlbefinden geben soll. Doch wozu? Alleine nur mit dem Hintergrund mehr Geld zu verdienen. Wer sich wohl fühlt, zahlt auch mehr. McDonald's versucht es auf andere Weise. Sie verkaufen Anonymität. Denn wer identifiziert sich schon gerne mit ungesunden Essen. Dieses Phänomen zu sagen, man meide McD. aber dennoch Kunde zu sein ist sehr paradox und ist nur damit zu rechtfertigen, dass man sich nach Freiraum, Autonomität und eben Anonymität sehnt. Dieser Wunsch, alleine zu sein, alleine unter vielen, wie Et es schon geschrieben hat, ist neu. Erst seit etwa hundert Jahren kann man diese Entwicklung beobachten. Die Urbanisierung zwingt einen praktisch dazu sich einzuigeln, weil man das Gegenüber scheuen muss, so wie es propagiert wird. Zudem ist man öfters die einzige Person, die man kennt. So, ich muss jetzt mal weg, aber später möchte ich das an dieser Stelle fortführen.
Zulu 0 Melden Geschrieben 24. Juli 2006 Grundsätzlich ist das Essen bei den großen Fast-Food-Ketten nicht schlechter als in "normalen" Restaurants. Im Gegenteil. McD, Burger King und wie sie alle heißen unterliegen strengen Qualitätskontrollen, die es so in Dönerbuden, Pizzerien und Restaurants nicht gibt. In gewöhnlichen Gaststätten schaut alle Jubeljahre mal jemand vom Gesundheitsamt herein, schaut ein wenig herum und bemängelt ggf. die Hygiene oder weist auf Mißstände hin. Die großen Ketten stehen unter Beobachtung von unabhängigen Einrichtungen wie auch Stiftung Warentest (die u. a. den McD Cheeseburger mit "gut" bewertet hat) und der Mutterkonzern selbst stellt strenge Regeln auf, was die frische und die Qualität der Produkte gewähleisten soll. So darf beispielsweise der Transport eine gewisse Zeit nicht überschreiten und der Empfänger muss die Ware auf Temperatur überprüfen. Liegt die Temperatur auch nur 0,5°C zu hoch, muss die ganze Ladung abgewiesen und später vernichtet werden. Die Lebensmittel, die bereits fertig gebraten/frittiert sind dürfen auch nur eine bestimmte Zeit warmgehalten werden, dann müssen sie vernichtet werden (Ich meine, ich habe da mal was von 20 Minuten gelesen, bin mir aber nicht mehr ganz sicher). Wer seinen Burger/seine Pommes lieber ganz frisch will: Burger ohne Gurke bestellen, Pommes ohne Salz. Dann wird einem das essen frisch zubereitet. Ich halte Fast-Food in Maßen auch nicht für ungesund. Ungesund ist ausschließlich die einseitige Ernährung. Keine Frage: Wer über Monate oder gar Jahre nichts als Big Mäcs und Whopper zu sich nimmt, schadet damit wohl seiner Gesundheit. Aber auch derjenige, der sich jeden Tag ausschließlich von Döner/Pizza/Schnitzel zu einseitig ernährt, spielt mit seiner Gesundheit. Mir kann auch kein Vegetarier oder Veganer erzählen, dass er gesünder lebt, als ein Fleischfresser. Der menschliche Körper benötigt auch Stoffe tierischer Herkunft, die Vegetarier nur über Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen kann. Letztendlich alles eine Frage der richtigen Mischung. Ich esse gerne mal bei McD oder BK. Ist eine nette Abwechslung zur Hausmannskost und zu den normalen Restaurants.
Necro 0 Melden Geschrieben 24. Juli 2006 Ich finde, dass jede Person selbst entscheiden sollte, wie sie sich ernähren möchte.
Entenkiller 0 Melden Geschrieben 24. Juli 2006 Zulu hatt recht, denke ich.Denn auf jeden Burger ist auch ein Saladt Blatt zu finden Wenn ich mal Hunger auf McDonalds verspüre, nehme ich mir meine Inlineskates und fahr zum 5km entfernten MC storel. Damit, erspart sich mein Körper das Fett in der Bauchgegend zu speichern und es wird aufen rückweg als "Treibstoff" genutzt mfg ich
SupporteR 1 Melden Geschrieben 24. Juli 2006 Ihr glücklichen -.- !! Ich bin zuuu Dünn ich fresse und fresse und nix kommt es ist zum verzwifeln -.- ich hoffe aber das kommt noch !!
Entenkiller 0 Melden Geschrieben 24. Juli 2006 ' date='24. Jul 2006, 12:54' post='684779'] Ihr glücklichen -.- !! Ich bin zuuu Dünn ich fresse und fresse und nix kommt es ist zum verzwifeln -.- ich hoffe aber das kommt noch !!
SupporteR 1 Melden Geschrieben 24. Juli 2006 Wens so heftig ist, ist das ne Krankheit. Geh mal zum Artzt und lass en paar Tropfen Blut da.
-the~frozen~One- 0 Melden Geschrieben 24. Juli 2006 Zulu hatt recht, denke ich.Denn auf jeden Burger ist auch ein Saladt Blatt zu finden
Spud 331 Melden Geschrieben 24. Juli 2006 Mir kann auch kein Vegetarier oder Veganer erzählen, dass er gesünder lebt, als ein Fleischfresser. Der menschliche Körper benötigt auch Stoffe tierischer Herkunft, die Vegetarier nur über Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen kann.