Imperial Commander 0 Melden Geschrieben 3. November 2008 Find ich unbegreiflich: Wie kann ein remoniertes Unternehmen wie die Deutsche Bahn sich Züge von einem anderen renomierten Unternehmen, der Siemens AG, bauen lassen und dann nach x Jahren erst feststellen: Hoppla, da stimmt ja was nicht. Und wie kann die Siemens AG solche Züge bauen, die sich nach ein paar Jahren schon in Staub verwandeln (ok ist ein wenig übertrieben). Aber das dürfte eigentlich nicht passieren!
Osis 0 Autor Melden Geschrieben 3. November 2008 Find ich unbegreiflich: Wie kann ein remoniertes Unternehmen wie die Deutsche Bahn sich Züge von einem anderen renomierten Unternehmen, der Siemens AG, bauen lassen und dann nach x Jahren erst feststellen: Hoppla, da stimmt ja was nicht. Und wie kann die Siemens AG solche Züge bauen, die sich nach ein paar Jahren schon in Staub verwandeln (ok ist ein wenig übertrieben). Aber das dürfte eigentlich nicht passieren! Was ist denn, wenn die Bahn die Züge nicht ordnungsgemäß einsetzt? So als ob man die Qualität bei nem Ferrari bemäöngelt, weil er Offroad nicht funktioniert hat? in Frankreich und Japan fahren Hochgeschwindigkeitszüge auschließlich auf den dafür gebauten Trassen. Und nicht auf historischen Gleisanlagen, die "angepasst" wurden. Womöglich ist der Schaden bei der Bahn zu großen Teilen hausgemacht...
Imperial Commander 0 Melden Geschrieben 3. November 2008 Da muss ich dir mal wieder Recht geben, Osis. Aber trotzdem sollten die Züge auch größere Belastungen oder andere Gleise aushalten, oder?
Sven 134 Melden Geschrieben 3. November 2008 Die Ermüdung soll unter anderem dadurch begünstigt sein, das der ICE auf "uralt" Strecken erhöhten Belastungen ausgesetzt ist.Was ist das für ein Käse? Der ICE-T ist dafür gebaut worden, um auf alten Strecken - die dafür noch etwas hergerichtet werden müssen - weil die Fliehkräfte höher sind, in Gleisradien eine höhere Geschwindigkeit zu fahren, als ein normaler Zug, weil der Wagenkasten sich in die Kurve legt. dabei werden in keinem Falle irgendwelche zulässigen Fliehkräfte überschritten, es geht nur darum, daß in Kurven die Geschwindigkeit bei normalen Zügen so gewählt ist, daß eine bestimmte Seitenbeschleunigung aus Komfortgründen nicht überschritten wird. Wenn jetzt jemand behauptet, die Züge wären dafür nicht gebaut, dann ist das schlichtweg gelogen.
-=Punkbuster=- 166 Melden Geschrieben 3. November 2008 Wenn jetzt jemand behauptet, die Züge wären dafür nicht gebaut, dann ist das schlichtweg gelogen. Oder - wie üblich - wieder einmal schlecht recherchiert.
Sven 134 Melden Geschrieben 3. November 2008 Ja, es gibt nur diese 2 Möglichkeiten. Und wenn man mal 10 Jahre zurückschaut, hatte die Industrie schon mal mit den Neigetechnikzügen der BR 611 des gleiche Desaster, nur hat dort das EBA die Dinger aus dem Verkehr gezogen, nachdem die sich öfter in die entgegengesetzte Richtung oder im geraden Gleis geneigt hatten. Ein damaliger Kollege hatte uns da einige Stories von seinen Fahrten zwischen Bad Kreuznach und Frankfurt erzählt, die teilweise haarsträubend waren.
Corsair 217 Melden Geschrieben 4. November 2008 (bearbeitet) Find ich unbegreiflich: Wie kann ein remoniertes Unternehmen wie die Deutsche Bahn sich Züge von einem anderen renomierten Unternehmen, der Siemens AG, bauen lassen und dann nach x Jahren erst feststellen: Hoppla, da stimmt ja was nicht. Und wie kann die Siemens AG solche Züge bauen, die sich nach ein paar Jahren schon in Staub verwandeln (ok ist ein wenig übertrieben). Aber das dürfte eigentlich nicht passieren! Könnte aber auch mit Siemens zusammenhängen. Die haben hier am Flughafen den "Sky-Train" gebaut. Das Ding war ne Zeitlang mehr kaputt als es Passagiere vom Flughafenbahnhof zum Flughafen transportiert hat. Und die Stadt hat bei Siemens mehrere Straßenbahnen (weiss jetzt nicht ob das bei dem Typ NF10 oder Typ NF8U war) gekauft die nach kürzester Zeit Ermüdungbrüche an tragenden Teilen aufwiesen so das die Bahnen über Monate aus dem Verkehr genommen werden mußten um sie instandzusetzen. Vor allem weil die ersten die von Siemens repariert wurde nach kurzem Betrieb die selben Brüche wieder aufwiesen. War hier alles groß und breit in den Tageszeitungen. -edit- War der Typ NF10 und betraf 36 Bahnen Bearbeitet 4. November 2008 von Corsair
Imperial Commander 0 Melden Geschrieben 4. November 2008 Könnte aber auch mit Siemens zusammenhängen. Die haben hier am Flughafen den "Sky-Train" gebaut. Das Ding war ne Zeitlang mehr kaputt als es Passagiere vom Flughafenbahnhof zum Flughafen transportiert hat. Und die Stadt hat bei Siemens mehrere Straßenbahnen (weiss jetzt nicht ob das bei dem Typ NF10 oder Typ NF8U war) gekauft die nach kürzester Zeit Ermüdungbrüche an tragenden Teilen aufwiesen so das die Bahnen über Monate aus dem Verkehr genommen werden mußten um sie instandzusetzen. Vor allem weil die ersten die von Siemens repariert wurde nach kurzem Betrieb die selben Brüche wieder aufwiesen. War hier alles groß und breit in den Tageszeitungen. -edit- War der Typ NF10 und betraf 36 Bahnen Ich hab doch Siemens auch kritisiert, oder etwa nicht?
Osis 0 Autor Melden Geschrieben 4. November 2008 Der Skytrain ist sehr seltsam. Das gleiche System fährt an der Uni Dortmund seit 1983 fehlerfrei, wurde mehrfach erweitert. Und Neigetechnik hin oder her: Experten schätzen den Reperaturstau auf mehr als 5,5 Mrd € bei der Bahn. Und selbst die Beste Neigetechnik kommt nicht klar mit Höhehnschlägen etc. Auch wenn der Zug für eine höhere Belastung ausgelegt war, heißt das nicht das er womöglioch stärker beansprucht wrude als erwartet. Oder das das Material wirklich so haltbar ist wie es versprochen wurde. Denke da ist womöglich eine Wechselwirkung. Es geht dabei ja auch nicht nur um engere Kurvenradien. Sondern auch um Vibrationen, Höhenschläge, minimale Schiefstellungen etc. Franzosen und Japaner fahren übrigens auschließlich auf Hochgeschwindigkeitstrassen.
Corsair 217 Melden Geschrieben 4. November 2008 Ich hab doch Siemens auch kritisiert, oder etwa nicht? Die Quote ist auch nicht als Kritik an deinem Post gedacht. Ehr um dir zuzustimmen.
Sven 134 Melden Geschrieben 5. November 2008 Denke da ist womöglich eine Wechselwirkung. Es geht dabei ja auch nicht nur um engere Kurvenradien. Sondern auch um Vibrationen, Höhenschläge, minimale Schiefstellungen etc.Die haben dann auf den alten Strecken die normale Züge auch. Und dort ist so was noch nie aufgetreten. Also kann man vom grünen Tisch aus sagen, daß das Material entweder fehlerhaft oder zu schwach dimensioniert war. Mein Maschinenbaustudium (Schienenfahrzeugtechnik) liegt zwar schon lange zurück, aber einige Sachen kramt man doch immer wieder mal hervor, weil man sie auch außerhalb des eigentlichen Anwendungsbereiches (z.b. für den Garten oder zu Hause) benötigt.
Imperial Commander 0 Melden Geschrieben 5. November 2008 Die Quote ist auch nicht als Kritik an deinem Post gedacht. Ehr um dir zuzustimmen. Achso. Dann bedanke ich mich.
Osis 0 Autor Melden Geschrieben 5. November 2008 Die haben dann auf den alten Strecken die normale Züge auch. Und dort ist so was noch nie aufgetreten. Also kann man vom grünen Tisch aus sagen, daß das Material entweder fehlerhaft oder zu schwach dimensioniert war. Mein Maschinenbaustudium (Schienenfahrzeugtechnik) liegt zwar schon lange zurück, aber einige Sachen kramt man doch immer wieder mal hervor, weil man sie auch außerhalb des eigentlichen Anwendungsbereiches (z.b. für den Garten oder zu Hause) benötigt. DeiF rage ist halt nur, inwiefern sie dafür auch ausgelegt wurden. Man darf nicht vergessen, das in den letzten Jahren massiv gespart wurde am Netz. Und normale Züge haben andere Achssysteme. Die jetzigen wurde ja extra für den ICE entworfen. Aktuell deutet ja alles auf einen Konstruktionsfehler hin.