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Gast buschhans

Wahlen stehen vor der Tür,die Politiker sind nicht ehrlich!

Empfohlene Beiträge

Geschrieben (bearbeitet)

[Video]Link[/video]

Das fertige sieht dann z.b. So aus!

">
Bearbeitet von anno2005
Geschrieben

Ich packs mal hier rein:

Waheln 09: Das Volk entscheidet

[...]Die Parteien tun sich in diesen Tagen ungeheuer schwer mit dem heraufziehenden Multioptionswahlkampf. Das zeigt sich besonders drastisch in den aktuellen Debatten über Koalitionsaussagen.

Die Union möchte, wenn es denn reicht, auf jeden Fall mit der FDP koalieren, streitet jedoch da-rüber, wie sehr sie das auch zugeben will, wobei ironischer- weise ausgerechnet die CSU, die soeben eine Koalition mit der FDP eingegangen ist, von einer zu klaren Koalitionsaussage zugunsten der Liberalen abrät. Die FDP wiederum wartet darauf, dass man ihr einen möglichst deutlichen Heiratsantrag macht, um sich anschließend umso ausgiebiger zu zieren und sich damit die Ampel offenzuhalten. Die Grünen haben soeben beschlossen, gar keine Koalitionsaussage zu machen, was zumindest konsequent ist, allerdings voraussetzt, dass die Grünen-Wähler ganz fanatisch nur-grün sind und ihnen alles andere egal ist, zum Beispiel, wer Kanzler ist oder ob sie damit nebenbei auch Guido Westerwelle zur Macht verhelfen.

Und wenn man die diesjährige Wahlaussage der SPD in einem Satz zusammenfassen sollte, so müsste der sehr lang sein und etwa so lauten: Wir wollen mit der Linkspartei nur in jenen Ländern koalieren, wo sie weder klein und sektiererisch ist noch größer und stärker als wir, gar nicht aber im Bund außer in der Bundesversammlung, stattdessen wollen wir eine Koalition der unklaren Union mit der bös-neoliberalen FDP unbedingt verhindern und lieber selbst mit der bös-neoliberalen FDP koalieren sowie mit den Grünen.[...]

Der Artikel erläutert das dilemma der koaltionsbildung noch etwas genauer, außerdem finde ich den begriff des "Verantwortungswählers" in den krisenzeit als sehr interessant, genauso wie folgende aussage:

So werden die Wähler in diesem Jahr weniger über die Richtung der Politik abstimmen als über die Politikfähigkeit der Bundesrepublik in Zeiten der Krise.

Ich denke hier wird auch deutlich, politik ist nicht schön, aber unbedingt notwendig und jeder muss/kann/soll seinen teil dazu beitragen, dass politik handlungsfähig bleibt, vor allem in diesen zeiten. wie gesagt, nicht schön, aber notwendig.

Geschrieben
[..], Die Politiker sind nicht ehrlich!

post-30306-1231885744_thumb.jpg

Geschrieben

in Berlin wird dagegen ein intakter Flughafen geschlossen (Tempelhof)

lol...

da konnten nur kleinflugzeuge landen. das warn witz.

wählen: ja

ewiges genörgel in bild-überschriften-manier: nein

Geschrieben

"Wahlen stehen vor der Tür,die Politiker sind nicht ehrlich!" wah buschhans du solltest bei springer anfragen, du könntest die weltgeschichte für den noch kleineren mann erreichbar machen!

Geschrieben (bearbeitet)

Ohne groß die Post gelesen zu haben, mach ich es mir hier mal einfach:

Wahlrecht bedeutet für mich Wahlpflicht.

Wer nicht bereit ist sich an dem bisschen Demokratie was wir haben zu beteiligen, braucht sich auch nicht beschweren wenns mal nicht so läuft wie es sollte.

Und wie Flo schon gesagt hat, auf Wahlversprechen sollte man sich nicht verlassen... man sollte eher die Partei wählen von der man der Meinung ist, dass sie zusammen in einer Koalition die aktuelle Situation (ob gut oder mau) am besten über die Bühne bringt...und zwar zum Wohl aller und nicht nur für einen selbst.

Bearbeitet von DeTo.PS
Geschrieben (bearbeitet)

1. Kann ich mich nicht erinnern, dass die Mehrwertssteuer einfach so erhöht wurde, ohne dass jemand davon wusste: Die CDU hatte sie im Wahlkampf und in der Regierung wurde sie dann durchgesetzt.

2. Mindestlohn ist der Killer der intakten Wirtschaft. Deutschland ist schon so durch ettliche Abgaben wie Versicherungen usw ein unattraktiver Wirtschaftsstandort (wenigstens glänzen wir durch Qualität), wenn wir nun auchnoch einen Mindestlohn hätten würden noch mehr Unternehmen ins Ausland auswandern. China ist garnichtmehr so gewünscht, das verschiebt sich mittlerweile wieder etwas Richtung Westen, da die Transportkosten so gestiegen sind, dass es oft lukrativer ist, näher am Absatzmarkt (Europa) zu liegen, als billige Löhne zu zahlen.

3. Ich wettere nicht gegen Politiker, die verdienen ja nicht viel. Es tut mir ja Leid soetwas sagen zu müssen, doch die verdienen vielleicht ein Zehntel von dem, was sie kriegen sollten. Warum ich will, dass sie mehr Geld bekommen? Desto höhere Gehälter > Größerer Kampf um die Stellen > Mehr Qualität. Was hat ein Top-Manager schon für ne Motivation sein Gehalt von paar Millionen auf 200.000€ zu senken? Man sollte sich nicht beschweren, dumme Politiker zu haben, wenn qualifizierte Menschen viel mehr Gehalt in anderen Berufen bekommen.

Und DeTo.PS muss ich vollkommen Recht geben: Wer nicht wählt, sollte sich nicht beschweren. Auch wenn keine Partei 100%ig das durchsetzt was sie verspricht kann man mit Wählen die grobe Richtung vorgeben, in die ein Land gehen soll. Protestwählen á la "Ich zeige den Politikern, dass ich sie nicht mag und wähl ne programmlose Kommipartei" sollte jedoch unterlassen werden, da es allen schadet und alles nur schlimmer macht.

Bearbeitet von Wanja
Geschrieben

Also, dass ist doch Parteilinie par EXCELLENCE!

1.: Mehrwertsteuer wurde erhöht, obwohl das Gegenteil angekündigt wurde - vor der Wahl

2.: Mindestlohn wurde gerade gestern beschlossen!

Das Ding heißt zwar jetzt nur anders (was auch an allgemeiner Lächerlichkeit nicht zu überbieten ist).

http://www.tagesschau.de/wirtschaft/mindestlohn196.html

3.: Manager entscheiden sich für diese Berufssparte, weil sie offenbar meinen, Führungsqualitäten zu haben

und eben auf einen hohen ROI spekulieren. Manager werden kostet in vielen Fällen nämlich auch ne Menge Geld.

Von dem Verkauf der Seele bleibt ja also auch nicht viel - kleiner Scherz...

Politiker dagegen sollen eine ganz andere Motivation haben Politiker zu werden.

Motivationsbeispiele:

1. freiwillig und nicht aus wirtschaftlichem Zwang

2. einem höheren Zweck zu dienen, als sich selbst und seinen Nächsten

3. der Meinung etwas für ein Land leisten zu können bzw. etwas verbessern zu können

Wem das etwas bekannt vorkommt: Glückwunsch.

Wem nicht: Politea lesen. Da steht das allet schon drinne. Gell?!

Und wenn wir nicht aus der jetzigen Wirtschaftssituation lernen, dass wir dem Primat

von Gewinnsteigerung und Wachstumsutopiaten keinen Vorteil für den größeren Teil der Bevölkerung sichern können, werden wir uns in Zukunft schön lang hinten anstellen dürfen.

Und im Allgemeinen: Niemand hat die Pflicht zu wählen!

Das ist ausgedacht. Ich denke, DeTo.PS, du wolltest darauf hinaus,

dass man gefälligst ein Maß an Partizipation nutzen sollte. Da unterschreib ich auch.

Ungültig wählen ist übrigens dann die direkte Form der Wahl ohne Entscheidung.

Ich denke, wir befinden uns wieder an einem Diskussionspunkt, wo interessant wäre, sich erstmal zu entscheiden:

entweder diskutieren wir Partizipation oder den Berufspolitiker durch. Nur eine Idee...

Geschrieben
Das ist ausgedacht. Ich denke, DeTo.PS, du wolltest darauf hinaus,

dass man gefälligst ein Maß an Partizipation nutzen sollte. Da unterschreib ich auch.

Mir ist schon klar das man nicht wählen muss ;).

Aber wie gesagt für mich schließen Rechte auch Pflichten mit ein...auch wenn sie nicht direkt verpflichtend wirken.

Geschrieben
1.: Mehrwertsteuer wurde erhöht, obwohl das Gegenteil angekündigt wurde - vor der Wahl

http://www.bildungsspiegel.de/wahlprogramm...html?Itemid=528

Hier findet man das Wahlkampfprogramm der CDU für die Bundestagswahl 2005. Schaut man in die untenliegende pdf-Datei und sucht etwas findet man auf Seite 13 "[...]Im Gegensatz erhöhen wir die Mehrwertsteuer von 16% auf 18%". Von der "Ankündigung des Gegenteils" kann also nicht die Rede sein!

Geschrieben (bearbeitet)
Mir ist schon klar das man nicht wählen muss ;).

Aber wie gesagt für mich schließen Rechte auch Pflichten mit ein...auch wenn sie nicht direkt verpflichtend wirken.

Eben. Das ganz exakt sehe ich auch so. So hatte ich es auch verstanden.

Das bedeutet dann auch, dass niemand ein Verbrechen (~) begeht, wenn er sein Recht nicht ausschöpft.

Aber wenn jemand eine Meinung zu dem ganzen Politik-Ding hat, hat er auch die Pflicht dazu etwas zu sagen.

Ob man nun gültig oder ungültig wählt, ist dann meiner Meinung nach einerlei. Hauptsache dass.

Themen?

Partizipation, Politikerberuf und - Motivation, Politikerberuf-Ethos

€: Wanja: ja ja. Sicher. Ich hätte nie gedacht, dass ich mal die FDP zitiere aber siehe:

http://www.fdp-bundespartei.de/webcom/show...320/_p-1/i.html

€2: Ich hab auch nicht explizit von der CDU gesprochen.

Ein Schelm, wer böses... :whistling:

Bearbeitet von KwanzaBot
Geschrieben (bearbeitet)

Der FDP-Link kritisiert höchstens das Brechen des Wahlversprechens der SPD (und die habe ich niemals in Schutz genommen) und die allgemeine Schädigung der Mehrwertssteuererhöhung und deren Folge auf die Wirtschaft (das habe ich bisher auch nicht kritisiert). Dass die SPD ihr Versprechen gebrochen hat muss man letzendlich darauf zurückführen, dass sowohl CDU und SPD, wie auch jede Partei die mit einer weiteren in einer Regierung steckt Kompromisse eingehen muss. Da darf man sich nicht beschweren; wenn man gegen mwst-erhöhung war, aber dafür genauso viele Menschen für mwst-erhöhung war, dass man im 50:50-Zufallsprinzip eine Erhöhung dulden muss.

Ach, geben wir der FDP einfach Recht und wählen sie alle, okay? Das wäre spitze und ich wette, dieses Vorgehen würde solche Threads für immer aussterben lassen ;):)

Bearbeitet von Wanja
Geschrieben (bearbeitet)
Der FDP-Link kritisiert höchstens das Brechen des Wahlversprechens der SPD (und die habe ich niemals in Schutz genommen) und die allgemeine Schädigung der Mehrwertssteuererhöhung und deren Folge auf die Wirtschaft (das habe ich bisher auch nicht kritisiert).

Ach, geben wir der FDP einfach Recht und wählen sie alle, okay? Das wäre spitze und ich wette, dieses Vorgehen würde solche Threads für immer aussterben lassen ;):)

Das macht ja dann klar, auf welcher Wolke du gebettet liegst.

Wenn die FDP schon immer alles bekommen hätte, was sie sich von Mama-Union gewünscht hätte,

dann wär die Deutsche Bank sicher schon ne LehmanBros-Tochter und damit...

Aber lassen wir doch solche Dingelchen beiseite.

Ich finde an der FDP ja sympathisch, dass die Jungs seit kurzem immer wieder auf das

"freiheitliche" im Namen pochen und somit die Gro-Koalition ärgern.

Aber mal ehrlich. Wer glaubt, dass das bei einer schwarz-gelben Koalition

so bliebe? Und das genau ist doch das Problem, oder nicht?

Mir ist doch egal, was Politiker und Wahlprogramme vor der versprechen.

Wenn davon nachher substantiell oder gar fundamental nichts übrig bleibt,

ist die Wahl (Stimmzettelabgabe) selbst eine Farce und

keine politische Teilhabe sondern Ergebnis oder Summe

von Wunschdenken, Hoffen und Bangen.

Das hat aber sowas von nichts mit Politik in der Demokratie zu tun.

€: vergessen: Was hat es mit dem "Aussterben" auf sich?

Meinst ernsthaft, dann wär es anders? Just curious...

Bearbeitet von KwanzaBot
Geschrieben

Ich bin der Meinung, wenn die FDP das Sagen hätte, dass der Wohlstand der Menschen allgemein in Deutschland ansteigen würde und dass damit die Ablehnung gegen die Politik im Allgemeinen geringer wäre als heute.

Dies ist natürlich auf meine politische Richtung zurückzuführen.

Trotz der Finanzkrise bin ich weiterhin für die Liberalisierung des Marktes. Warum sind die Menschen in der Hinsicht für eine stärkere Kontrolle durch den Staat, während sie die Politik doch so verteufeln? Außerdem muss man dazu die genauen Ursachen der Krise feststellen, die sich in Amerika befinden, in der Kredite aufgenommen wurden, die niemals gezahlt werden konnten und die Geldschöpfung der Banken machte das alles noch vieel schlimmer. Ratingagenturen hatten dazu auchnoch nen totalen Mist veranstaltet, indem sie alles und jedem nen Superranking gaben.

Und die FDP ist in einer schwarz-gelben Koalition eindeutig weniger unterwürfig als die Grünen in einer rot-grünen Koalition. Wobei man bei beiden kleinen Parteien natürlich sagen muss, dass sie sich auf bestimmte Spezialgebiete beziehen, Wirtschaft und Umwelt, während die großen Parteien alles abdecken. (Das merkt ich z.b. wieder in Hessen gerade, wo die FDP gut 70-80% ihres Programmes der Wirtschaft widmen)

Geschrieben (bearbeitet)

- Totale Liberalisierung des Marktes > Survival of the fittest. Das ist aber leider genau der Punkt, an dem sich ja der Mensch samt Zivilisation von den Gesetzen von Flora und Fauna unterscheiden soll.

Darüber läßt sich streiten. Nicht aber darüber, das entweder immer eine Form der Regulierung vorhanden sei

- durch Gesetze, die auch die Firmen eben wieder schützen

- durch Regeln, wie Kartellrecht

und auch nicht, dass das Ding hier soziale Marktwirtschaft genannt wird. Die müsste allerdings vor der Liberalisierung gekillt werden. Also entweder das alles oder die Forderung nach Liberalisierung kommt aus der Ecke der Nation, der es schon gut geht und der es besser gehen möchte. Als entfernt verwandt kann man die Weltökonomie betrachten.

Hinlänglich bewiesen wurde schon des öfteren, dass Marktliberalisierung den Entwicklungs- und Schwellenländern

mehr Nachteile als Vorteile bringen würde. Das Protektionismus, wie er momentan hauptsächlich eingleisig betrieben wird

jenen armen Ländern auch nicht hilft ist klar.

Die Kreditmarktkrise in den USA war Stein des Anstoßes. Aber die Blase wurde auch von hier aus aufgepumpt.

Daher ist es quatsch zu glauben, die wären Schuld und hier in Europa säßen die Opfer.

Schau doch mal bei Herrn Ackerman vorbei. Der hat grad heut sehr schlechte Laune und eine ebenso schlechte Bilanz vorzuweisen, die er leider aus den Markt regulierenden Gründen (Aktionärsinfo etc.) nicht mehr verheimlichen kann.

Wer wirklich auf Rankingagenturen vertraut hatte, lag eh schon falsch.

Ist natürlich einfach, dass nachher zu erkennen aber bitte, wer spielt, muss auch verlieren können.

Zumindest wenn er sich die nötigen Infos nicht selbst besorgen kann, brauch er sich nachher auch nicht über Ratings beschweren. Alte Banker-Weisheit.

Und natürlich widmet sich die FDP der Wirtschaft. Dafür ist sie ja da. Oder auch nicht... eigentlich.

Das eben ist das Problem.: Primat der Vorrangigkeit der Wirtschaft.

Aber wir sind Meilenweit vom Thema weg. Bleib du gern bei deiner Ansicht. Ich hab wirklich nicht vor sie dir zu nehmen.

Ich stelle nur Einzelheiten in Frage.

Wir wärs, wir diskutieren mal über den Berufsethos von Politikern?

- gibt es einen? oder soll es einen geben?

- wenn ja, welchen

- wenn vorhanden, wird dieser eingehalten

- wenn nicht, sollte es einen geben und sollte er verbindlich sein

(wobei das wohl schwierig ist, bei nem Ethos... aber man kann es ja mal als möglich annehmen)

- wie könnte ein besserer aussehen

__

__

?

€: und es tut mir leid, ich bin raus - hab zu tun -

Dabei find ich es grad echt spannend.

Bearbeitet von KwanzaBot

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