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Guest buschhans

Alles im Griff? Arbeiten im Atomkraftwerk

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Guest buschhans

Für oder gegen Kernkraft? Wer sich diese Frage stellt, muss auch untersuchen, unter welchen Bedingungen die Nuklearindustrie heute wirtschaftet. Während für die Branche früher die Grundsätze für öffentliche Dienstleistungen galten, werden nun im Zuge der Liberalisierung des Energiemarkts Rentabilitätskriterien angelegt; Finanz- und Gewinninteressen herrschen vor und führen oft dazu, dass Arbeiten von Subunternehmen ausgeführt und Sicherheitsbelange vernachlässigt werden.

Beschäftigte französischer und anderer europäischer Kernkraftwerke räumen ein, dass es das Nullrisiko nicht gibt. Deshalb kontrollieren sie die Anlagen täglich und decken mitunter Gefahren auf.

Ihre Sicherheit ist auch die unsere. Trotz des gefährlichen radioaktiven Mülls und der Katastrophe von Tschernobyl, steht die Kernkraft heute international wieder hoch im Kurs, denn ihr Hauptvorteil besteht darin, dass sie wesentlich zur Senkung des CO2-Ausstoßes beiträgt. Doch um welchem Preis?

(Frankreich, 2008, 57mn)

ARTE F

Video Link zum Beitrag, bitte beachtet, dass dieses Video nur wenige Tage zu sehen ist und danach automatisch gelöscht wird:

http://videos.arte.tv/de/videos/alles_im_griff_-3783544.html

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...

Trotz des gefährlichen radioaktiven Mülls und der Katastrophe von Tschernobyl, steht die Kernkraft heute international wieder hoch im Kurs, denn ihr Hauptvorteil besteht darin, dass sie wesentlich zur Senkung des CO2-Ausstoßes beiträgt.

...

Ich glaube eher das der Hauptvorteil (-für Betreiber und Staat versteht sich) von Kernkraftwerke vor allem anderen der ist....richtig viel Geld in die Kasse zu spülen. :daumenhoch:

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Allerdings!

Müssten die Energiekonzerne für die kompletten Kosten des Atommülls aufkommen, hätte sich Strom aus Kernkraft noch nie gerechnet, weil diese Kosten gar nicht zu beziffern sind.

Den Scheiß bezahlen wir noch Jahrhunderteoder länger auf jdenfall so lange bis das Zeug nicht mehr gefährlich ist, oder man Methoden findet es ungefährlich zu entsorgen oder es ungefährlich zu machen was nach derzeitigem Stand den Faktor der Unmöglichkeit bzw. unwirtschaflichkeit (im Falle von wir schießen es ins All) erfüllt.

Ich wage zu behaupten, dass die Zwischenlager eines Tages gezungenermaßen zu per se Entlagern werden, die Russen machens ja schon so, dass sie das Zeug oberirdisch de fakto derzeit open end zwischenlagern.

Klarer Vorteil ist es kann kein Bergwerg zugeschüttet werden und ist was los kommt man sofort an das Zeug ran und man kann es deutlich einfacher überwachen.

Co2 Reduzierung am Arsch so hoch können die Meere gar nicht steigen, als das Atomkraft absolut sicher und der Müll sicher zu entsorgen sein wird... (bestenfalls schafft man ihn mit viel Glück sicher zu überwachen.)

Wenn Co2 Reduzierung durch Atomkraft dann zu einem Preis der sich heute nicht beziffern lässt und der dem Begriff Wirtschaftlichkeit durch die Folgekosten des Mülls Hohn und Spott entgegenwirft.

Das wird durch die dauer teurer wie 2m Meeresspiegelanstieg, wage ich zu behaupten.

Das ist meine Meinung zu diesem Teil des Themas und mir sind bis heute keine Fakten zu Ohren gekommen, die meine Aussage seit dem ich 8 Jahre alt bin (1988 erstmals die Folge von Sendung mit der Maus gesehen über Atomkraft und Atommüll die übrigens weder pro noch Kontra war sondern nur die Fakten und damaligen Maßnahmen listet) und mich erstmals mit dem Thema intensiver beschäftigt habe, wie viele Erwachsene damals.

Das passiert halt wenn jemand mit 8 Jahren einen Helmut Kohl wegen Atomkraft anschreibt und man vom zu ständigen Ministerium Broschühren über Kraftwerke und Endlagerung zurückbekommt die für Erwachsene geschrieben sind die auch noch in der Materie eine Grundlage an Ahnung haben müssen um das was dort drin steht zu verstehen.

Das Kind zieht los und entdeckt die Details der Atomkraft, hat natürlich ein paar Jahre gedauert, man rafft ja aufgrund fehlden Wissen nicht alle Zusammenhänge in dem Alter :whistling:

Edited by Nightmare
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Das is mal so auf den Punkt! Echt. Tschernobyl hat gereicht & Die Sendung mit der Maus - Folge.

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Guest buschhans

Je länger an einem AKWs festgehalten wird, desto gefährlicher werden sie.

Vorallem werden sie je älter sie werden undicht, sodass Radioaktivität entweichen kann.

Die Kraftwerke werden schlecht gewartet, sodass zwangläufig etwas passieren muß.

Wenn dort Kontrolleure prüfen werden sie darauf angehalten,schnell zu Kontrollieren und schlampig und zu guter letzt den Bericht positiv zu schreiben, auch wenn gravierende Mängel festgestellt wurden.

Die Kontrolleure für Sicherheit werden unter Druck gesetzt oder verlieren wegen Ihrer Gründlichkeit Ihren Job.

Es gibt aktuell 400 AKWs, jetzt wollen noch Länder mit instabiler politischer Lage AKWs bauen.

Niemand verhindert das?!

Die Zahl der AKWs wird auf "1000" weltweit steigen.

Dazu kommt noch das viele Geschäftsteile ausgelagert werden, sodass Subunternehmer für die Risiken haften.

Verstrahlung von Mitarbeitern, stöhrfälle usw., was so eine PRIVATISIERUNG und Gewinnmaximierung mit sich bringt.

Nicht der sicherste oder beste Subunternehmer bekommt den Auftrag, sondern der billigste, da gehts zu wie auf dem Basar, du mußt nicht kompetent sein aber billig.

Sie haben unqualifiziertes Personal, was sich mit der komplizierten AKW Technik befassen muss.

Die alten werden gekündigt, weil sie zu teuer sind, in Rente gehen oder was auch immer.

Wir hatten in Deutschland öfter das Problem bei niedrigstand der Flüsse, dass die Atomkraftwerke Probleme machten.

Jeden Tag gibt es in einem Kraftwerk 3 kleine stöhrfälle, aber jeden Monat mal ein paar gefährlichere.

Es ist die unsicherste Technik des Menschen, sie ist Lebensverachtend und Umweltverachtend!

Gefählich wird von den Betreibern und Politikern als ungefährlich eingestuft.

Warum?

Weil es Geld ohne Ende abschmeißt deshalb wird vertuscht was für eine unbeherrschbare Technik das ist und sind die Folgen egal, die diese Technik anrichten wird.

Bei Tchernobyl, Schweiz, Japan,USA, wird es nicht bleiben, es wird in Zukunft noch mehr passieren.

Außerdem wohin mit dem Müll?

Wir haben seit 50 Jahren AKWs, die machen soviel strahlenden Müll, so explosives Zeug kann niemand über so eine Lange Zeit sicher Lagern.

Stellt euch mal vor 10000 jahre wird diese Technik genutzt, da wird es keine sicheren Plätze mehr für den Müll geben?

Das heißt wir habe jetzt schon ein ATommüll Lager Problem, wie wird es erst sein wenn wir sagen wir mal im Jahr 2020 über 1000 AKWs haben?

Irgendwann werden sich strahlende Partikel von den Endlagern wieder an die Oberfläche begeben und dann ist die Verseuchung da.

Das beste ist mit Umwelt und Schöpfungsfreundlicher Energiegewinnung Geld zu verdienen.

Solar,Wasserkraftwerke,Biogas,Kohle,Abfallkraftwerke man sollte einen Mix daraus erstellen.

Diese Energiegewinnungsmöglichkeiten bieten zwar nicht soviel Gewinn, aber sie bleiben beherrschbar und man kann die folgen gut abschätzen. Und muss nichts hochexplosives Tausende Jahre Lagern.

Bevor ich vor 23 Stunden das Video hier reingestellt habe waren "59" Klicks in ganz kurzer Zeit drauf nun sind es "14409". Es scheint ein Thema zu sein was mehr Leute etwas angeht als nur eine ökologische Minderheit.;-)

Edited by buschhans
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Was wohl m meisten unterschätzt wird ist das die Dinger noch keine Langzeittests auf einige Jahrzehnte haben. Wir haben seit ein paar Jahrzehnten einfach AKW´s und man glaubt einfach der Technik wie es sich für unser modernes Zeitalter gehört das sie eben universel, bedingungslos und kontrolliert ist.

Und zugegeben, auf alle AKW´s ist ja statistisch wenig passiert aber Unfall eines einzelnen AKW´s bringt so viel Schaden das es mit eventuellen Sicherheitsannahmen nicht annähernd ausreichend gerechtfertigt ist sowas im großen Stil weltweit laufen zu lassen.

Vor den Streßtests hab ich am meisten Angst als vor dem laufen Betrieb. Ist in Tschernobyl nicht auch alles nur durch einen Test verursacht worden ?

"Jetzt werden die AKW´s genaustens getestet !!", heißt es, und genau das macht mir noch mehr Angst als die Dinger einfach wie bisher laufen zu lassen.

Edited by Trinità
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Gibts eigentlich irgendwo Dokumente im Netz wie diese Stresstet aussehen sollen?

In Tschernobyl damals der Test war ganz einfach wie weit kann man den Reaktor runterfahren bevor er selber nicht mehr anspringt, nicht mehr genug Dampf da ist um genug Elektrizität zu haben um ihn noch Steuerbar zu halten mit anderen Worten zu kucken wieviel Zeit man max hat um zu reagieren. Ziel war es über der grenze zu bleiben, sobald man diese unterschreitet wirds nämlich ratz fatz kritisch. Dummerweise fiehl die Leistung schneller ab als man dacht und man nahm erst einen Fehler an und dachte sich ok brauchen wir wieder dampf Steuerstäbe maximal raus nur dann brauchte das System zu lange um zu reagieren und als es ragierte na ja man kennt die Folgen...

Kleine Übersicht übe die Bumsaschiene die bei mir in Reichweite steht:

http://www.nadir.org/nadir/initiativ/sand/...KW_Emsland.html

Edited by Nightmare
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Ich glaube eher das der Hauptvorteil (-für Betreiber und Staat versteht sich) von Kernkraftwerke vor allem anderen der ist....richtig viel Geld in die Kasse zu spülen. :daumenhoch:

Eben das wundert mich als Laie.

Dachte mir das man viel viel mehr Geld und Macht haben kann als Atomstrom hergibt, aber das ist wohl doch ein Billionengeschäft.

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In Tschernobyl damals der Test war ganz einfach wie weit kann man den Reaktor runterfahren bevor er selber nicht mehr anspringt, nicht mehr genug Dampf da ist um genug Elektrizität zu haben um ihn noch Steuerbar zu halten mit anderen Worten zu kucken wieviel Zeit man max hat um zu reagieren. Ziel war es über der grenze zu bleiben, sobald man diese unterschreitet wirds nämlich ratz fatz kritisch. Dummerweise fiehl die Leistung schneller ab als man dacht und man nahm erst einen Fehler an und dachte sich ok brauchen wir wieder dampf Steuerstäbe maximal raus nur dann brauchte das System zu lange um zu reagieren und als es ragierte na ja man kennt die Folgen...

Nein, das war anders, richtig ist, daß man testen wollte, ob das System ohne Energiezufuhr von außen mit auslaufender Turbine noch soviel Energie erzeugt, daß es reicht, bis die Dieselnotstomaggregate anlaufen. Man hat aber fatalerweise den Reaktor längere Zeit in einem Beireich betrieben, in dem er eine Xenonvergiftung bekommen hat, d.h. ein Spaltprodukt bei der Uranspaltung ist ein Xeneon-Isotop, welches massiv Neutronen einfängt und damit die selbstständige Kernspaltung zum Erliegen bringt, weil es viele Neutronen fängt, was normalerweise die Steuerstäbe machen. Weil dadurch die Leistung sank, hat man die Steuerstäbe rausgezogen, aber das hat erst mal nichts genützt, weil das Xenon noch in ausreichender Menge da war, dieses Isotop hat eine Halbwertszeit von knapp 7 Stunden und nach dieser Zeit war ein Großteil zerfallen und dann ist schlagartig die Leistung des Reaktors gestiegen, weil genügend langsame Neutronen für die Kernspaltung wieder da waren. Weil das schlagartig ging, hat der diensthabende die Notabschaltung betätigt, dort ist nun ein Konstruktionsmängel mit verantwortlich, daß es geknallt hat: die Steuerstäbe hatten am Ende eine Grafitspitze, damit diese besser reingefahren werden können (Grafit schmiert, ähnlich wie Öl), Grafit dienst aber auch dazu, die Neutronen abzubremsen, weil nur langsame Neutonen das Uran spalten können und dadurch wurde die Kettenreaktion beim Einfahren der Stäbe noch mal angeschoben und der Reaktorkern wurde so heiß, das die Stäbe nicht weiter rein gingen, weil sie klemmten. Im Wikipedia-Artikel ist das alles gut beschrieben, einschließlich eines Bildes, welches die letzte Stellung aller Stäbe im Reaktor zeigt.

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Klingt einfach nur grauenhaft.

Haben eigentlich Arbeiter des Tschernobyl Kraftwerks überlebt weil sie vorher abgehauen sind oder haben die das selbe Schicksal bekommen wie die Soldaten die in den Tod geschickt wurden ?

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Guest buschhans

Hawabusashi

Danke, dein Video bekräftigt den ARTE Bericht und meine Aussage darüber.

Es geht nicht um Sicherheit, die Kraftwerke werden immer unsicherer.

Weil es nur noch um Profit Gier geht, koste es was es wolle.

Edited by buschhans
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Das ist derbe :

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Edited by NordicViking
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Guest buschhans

Trinità

Den Film von ATOMI hab ich gesehen.

Der macht sarkastisch auf die Risiken der Kernenergie aufmerksam.

Fand das Wissen schön kurz und bündig zusammengefasst.

Nordic Viking

Karies ist Harmloser als verstrahlt zuwerden und einen ganzen Landstrich und mehr zu vergiften!

Denke mal dass jetzt das verstrahlte Pazifikwasser rund um die Erde wandert und auch bei uns nachweisbar sein könnte.

Ist ja nicht so dass wir nur die Kernenergie als Energiequelle haben.

Außerdem macht sie bei uns nur rund 20 % aus, in anderen Ländern wie Frankreich 80 %, da wird es schon schwieriger und länger dauern bis man da umgestellt hat.

8 x mehr Menschen, als vorher wechseln zu Ökostrom, das geht schonmal in die richtige Richtung.

Jetzt müssen diese Leute auch zu speziel Ökostromproduzierenden Unternehmen wechseln, damit das Geld nicht über die hintertür der großen Kernenergiefirmen in die Kasse wandert, denn die werden weiter auf Kernenergie setzen.

So werden wir aktuell in Deutschland mit Strom versorgt:

42% Kohle

23% Atom

17% Erneuerbare Energien

14% Biogas

4% Sonstige

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