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BF1942Dave

Gruselgeschichten

Empfohlene Beiträge

Geschrieben

ich will jetzt mal wieder was sinnvolleres posten, also hab ich den thread aufgemacht.

wenn ihr gruselgeschichten kennt(so richtig horrormäßig)dann schreibt sie doch hier rein ;) .

Gruß,der etwas angeschlagende Bf1942Dave

Geschrieben

eine grusselgeschichte?

ok :ph34r:

also seit ca 4 wochen lebe ich allein in der wohnung da meine eltern ins ausland fuhren für ihren urlaub.

ein land mit schlechter Inet struktur. klar bleibe ich zuhause.

und ich genieße es. ich habe kaum anziehsachen die sauber sind also laufe ich nur noch nackt herum. schauderliche vorstellung oder? *lol*

Geschrieben
eine grusselgeschichte?

ok :ph34r:

also seit ca 4 wochen lebe ich allein in der wohnung da meine eltern ins ausland fuhren für ihren urlaub.

ein land mit schlechter Inet struktur. klar bleibe ich zuhause.

und ich genieße es. ich habe kaum anziehsachen die sauber sind also laufe ich nur noch nackt herum. schauderliche vorstellung oder? *lol*

Geschrieben
ja der horror ist das ich wirklich beleibt bin :D
Geschrieben

Ich hab ne Horrorgeschichte:

Am Dienstag schreib ich ne Mathearbeit, kann nix und zu allem Überfluss ist die Mathelehrerin hässlich dass es kracht, die kann sich nichtmal schönsaufen :ph34r:

Geschrieben

das gleiche is bei mir auch im moment meine eltern sind in italien .habe kaum noch zu essen und trinken.ich hab zwar geld doch das muss für was sinnvolles ausgegeben werden. :D

Geschrieben

Wisst ihr was echt gruselig ist Kotzflecken auffem Teppich *kotz* Und genau deswegen mach ich bei mir keine Partys da kotz ich lieber anderen Leuten auf den Teppich *lol*;)

Geschrieben

welcher jugendliche macht heutzutage noch partys bei sich zu hause geht eh alles zu bruch

Geschrieben

noch eine grusselgeschichte:

es passiert jeden tag, man geht ins forum setzt einen thread auf und der alptraum beginnt.

sie posten am thema vorbei und machen den thread um off topic *lol*

ne spass bei seite, mal sehen ob ich was düsteres beängtigend hinbekomme :)

Geschrieben

Und ihr beschimpft Dave als Spammer...

Er bemüht sich, macht ein angemessenes Thema auf und ihr spammt es wieder mal voll.

Sowas finde ich gruselig... Da kann ich nur sagen:

Jeder kehre vor seiner eigenen Tür.

Geschrieben

hier mal so richtig schaurig:

Der heruntergekommene Mann hustete herzzerreißend. Nein, Landstreicher war Peter nicht immer gewesen. Damals, als er noch Chef seines eigenen, gut am Markt eingeführten Architekturbüros gewesen war... Der Stoppelbärtige wollte diesen Gedanken nicht weiterführen. Es war einfach zu grausam.

Mit einem leisen Stöhnen öffnete Peter die Augen. Wo war er? Der obdachlose Ex-Architekt hatte unter einem dichten Gebüsch Zuflucht für die Nacht gesucht. Die rabenschwarze Nacht. Peter kroch aus dem Erdreich hervor, in das er sich halb hineingewühlt hatte. Ein Erdmännchen, das war er.

Verächtlich schnaubte er durch die Nase. Was wohl Marion sagen würde, wenn sie ihn jetzt sehen könnte? Den ehemals so erfolgreichen Ehemann, schon halb in den Boden hineingegraben. Bald würde er noch einen Meter tiefer liegen. Und zwar für immer. Wenn er so weitermachte mit dem Alkohol ... es war ihm egal.

Plötzlich hob Peter den Kopf. Was war das? Ein Kreischen? Wo kam es her?

Aus der Turmruine, beantwortete er seine Frage selbst. Bist gestern Nacht so besoffen gewesen, dass du noch nicht mal einen großen Turm bemerkt hast, wie? Einen Turm direkt neben deinem Säuferzinken...

Erneut hustend raffte Peter sich auf. Der Rotwein zirkulierte immer noch in seinem Blut. Machte ihm schwer zu schaffen. Er versuchte sich zu orientieren.

Das Fahrrad!

Er kannte den selbst umgebauten Drahtesel, weil es nur einen dieser Art unter Millionen gab. Das Fahrrad gehörte Marion. Es musste einfach Marion gehören. Seiner Ex-Frau. Der Frau, der er seine ausweglose Situation zu verdanken hatte...

Der Landstreicher raffte sich auf.

Sie ist da drinnen, redete er sich ein. Sie macht es mit ihrem neuen Liebhaber - in dieser Turmruine! Ist das ihr verdammter Sinn für Romantik? Aber das werde ich ihr austreiben...

Der Durst nach Rache war stärker als der Nachbrand in seiner verkaterten Kehle.

Dir werde ich es zeigen, du Flittchen! brüllte eine Stimme in ihm. Peter krallte seine Rechte um die leere Rotweinflasche. Er würde sie einfach totschlagen. Sie und ihren ach so nüchternen und verständnisvollen Freund! Er musste bei ihr sein. Ihm gehörte bestimmt das zweite Rad, das Mountainbike. Langsam erklomm der Obdachlose die verfallenen Stufen. Viele von ihnen waren schon grün vom Moos. Das Gemäuer musste seit Jahrhunderten leer stehen.

Das Kreischen und Lachen wurde immer lauter. Peter keuchte. Aber er stieg weiter hoch, bis er die Spitze des Turms erreicht hatte. Oben gab es eine kleine Plattform. Die Zinnen waren irgendwann weggebrochen. Aber das interessierte ihn nicht.

Denn nun erblickte er Marion.

Ihren nackten Rücken. Direkt vor ihm. Am Rand der Plattform. Mit einem hasserfüllten Aufschrei wollte er sie hinunterwerfen. Doch entsetzt musste er feststellen, dass sie nicht dort war, wo er sie gesehen hatte. Nur der Rotwein hatte ihr Bild in seinem kranken Kopf entstehen lassen.

Aber es war zu spät.

Peter stürzte ab. Sein Genick brach, als er auf den Boden prallte.

Marion Dombrowski und ihr Freund Dirk Schöller fanden die Leiche, als sie von ihrem Waldspaziergang zurückkamen.

"Entsetzlich!" Marion schlug die Hände vor ihre Augen, nachdem sie und Dirk vergeblich versucht hatten, Erste Hilfe zu leisten. Ihr Freund verständigte mit seinem Handy den Notarzt.

"Der arme Kerl sieht meinem Ex-Mann etwas ähnlich", murmelte Marion, nachdem sie den ersten Schock überwunden hatte.

Sie starrte in das vom Schnaps verwüstete tote Gesicht von Peter Dombrowski. "Ich hoffe, dass er sich durch seine Sauferei nicht so zu Grunde richtet. So, wie er es mit seinem Architekturbüro und unserer Ehe getan hat."

ENDE

:unsure: mama ich hab angst :D*lol*

Geschrieben

einer geht noch...lol von nem 8-jährigen *lol*

Der Totengräber

eine Geschichte von Marvin (8) aus Wetter

Es war einmal ein Gespenst. Es hieß Feder. An einem schönen Abend kam das Gespenst heraus. Es war 12 Uhr Mitternacht. Der Totengräber war gerade am beten. Plötzlich guckte ein Gespenst ihm über die Schulter. Der Totengräber erschreckte sich: "Sage wer bist du?" "Wer ich bin, dass fragst du mich noch? Ja, ich bin Feder und wer bist du?" Ich heiße Charly! Warum?" "Ich wollte es nur mal wissen." Da machte das Gespenst "buh!" Der Totengräber lief nach Hause und konnte es nicht glauben. Das Gespenst verfolgte ihn auf Schritt und Tritt.

Der Totengräber rief die Polizei an. Das Gespenst versteckte sich hinter einer Hausspalte. Die Polizei wollte dem Totengräber die Geschichte nicht glauben. Da guckte das Gespenst aus der Hausspalte hervor. Die Polizei erschrak sich sehr und glaubte jetzt dem Totengräber die Geschichte. Dann fuhr die Polizei mit Blaulicht davon.

Der Totengräber fand an der Mauer eine Blutspur, die direkt zum alten Haus führte. Der Totengräber ging hinein. Er fand einen Menschenknochen mit noch einem Stückchen Fleisch dran. In der Badewanne fand er noch die weiteren Menschenknochen, auch mit Fleisch dran. Dann ging er zum Friedhof und sah, dass alle Gräber geöffnet waren. Plötzlich kam ein Werwolf hervor und fraß die restlichen Menschen auf.

Dann ging der Totengräber, der einzige, der überlebt hatte, in den Wald. Der Werwolf verfolgte ihn. Der Totengräber hatte ein Versteck, wo er unechtes Blut hatte. Der Werwolf trank davon gierig und starb auf der Stelle.

edit:und die moral von der geschicht:sauf nicht alles

Geschrieben

schreibt doch auch mal was,bitte.ok ich mach noch eine:

Im Schatten

Bitte auswählen (alphabetisch) ------------------------ Blumen für Mr Carmichael Das Bauopfer Das Gespensterschloss Das Leben nach dem Tod Der anonyme Anrufer Der Mann mit dem Messer Der Schlüssel Der unumstößliche Beweis Der Vegetarier Der Whiskyvampir Der zerfallende Nachbar Die schwarze Hand Die Sterne lügen nicht Die tanzende Silhouette Ein eleganter Pelz Eine ungewöhnliche Hochzeitsnacht Halluzinationen Im Schatten In Trance Maskerade Mr Dixon's Hut Spieglein, Spieglein an der Wand Television City Verbrechen per Telefon Wie man sich bettet ... ------------------------ (Erzählung liegt vollständig vor, im Buchlayout auch als PDF-Datei.)

Ich sitze seit mehreren Stunden wie festgeklebt auf meinem Sessel. Mich fröstelt merklich, obwohl die Heizung auf vollen Touren läuft und das Thermometer bereits 30 °C anzeigt. Mein Blick ist seit einigen Minuten auf die große Standuhr gegenüber geheftet. Obzwar der Perpendikel stetig schnurrt und die Zeiger sich in altgewohnter Manier so träge wie eine halb tote Schnecke bewegen, scheint es mir, als stünde die Zeit still. Meine Uhr muss defekt sein, denn als ich vor einer Ewigkeit, genauer gesagt, als ich zum ersten Mal heute Nacht den blassen Vollmond wahrnahm, las ich fünf Minuten vor zwölf. Gleich darauf war ich aufgesprungen und hatte meine schweren Samtvorhänge zurückgezogen, um den Mond, den bleichen Gesell, gebührend zu begrüßen. Sein schwacher Lichtstrahl erhellte nur die äußerste rechte Seite meines Zimmers. Schaudernd betrachtete ich ihn, der so erhaben auf unsere kleine Welt herableuchtet, von meinem Fenster aus. Solange ich denken kann, fühle ich mich magisch von ihm angezogen, obwohl er jahrein, jahraus neckisch auf mein Bett herabblinzelt und mir durch seinen weißen Schein nächtelang grausige Albträume bescherte. Doch nichts hasse ich mehr als den nackten, schwarzen Nachthimmel bei Neumond. Nach und nach erfüllt sein Gesicht den ganzen Raum mit gespenstischem Licht. Demzufolge muss inzwischen einige Zeit vergangen sein. Jedoch die Zeiger der Uhr verharren noch immer auf fünf Minuten vor zwölf, obgleich das Pendel, unentwegt tickend, treu und zuverlässig seinen mechanischen Dienst verrichtet. Nun lehne ich mich wieder aus dem Fenster, schaue fragend zu ihm hinauf, fast hoffend, er weiß, warum ich mir heute selbst so fremd bin, warum die Zeit an meiner Uhr stillsteht, warum mir ständig kalt ist. Jetzt, da ich meine Gedanken schweifen lasse, fällt mir auf, dass mein Körper völlig dunkel ist. Wenn auch Gevatter Mond das Zimmer unaufhörlich mit Silberstrahlen durchflutet, befinde ich mich in trostloser Finsternis, vollkommen in einen Schatten getaucht. Warum dringt das Licht geradewegs durch mich hindurch? Wieso tickt die Uhr vernehmlich, doch rührt sich der Minutenzeiger nicht vom Fleck? Warum wird es für mich nicht mehr Mitternacht? Weshalb friere ich so entsetzlich? Warum erscheinen mir alle Dinge plötzlich so fern und unwichtig? Die Zeit vergeht, das sehe ich am unaufhaltsamen Wandern des Mondes am Firmament. Langsam erhellt sich der Himmel. Der Mond, mein nächtlicher Begleiter, verblasst zusehends. Der frische Morgen graut. Ich stelle mir indes dieselben Fragen wie zuvor.

Einige Stunden später verlasse ich bei gleißendem Sonnenschein meine Wohnung. Ich kann nur schätzen, dass unterdessen mehrere Stunden verflossen sind, denn ein letzter Blick auf das Zifferblatt der hölzernen Standuhr verrät nichts Neues. Mein alter Weggefährte lässt mich im Stich. Er beharrt auf fünf Minuten vor Mitternacht, obschon die Sonne nur so über seine Sturheit lacht. Ich genieße die Helligkeit des goldenen Wunders für eine kurze Zeit. Ein Gefühl, ähnlich dem vergangener Nacht, beschleicht mich und hält mich im Würgegriff. Selbst die Wärme der Sonne an einem so herrlichen Frühlingstag wie diesem erreicht mich nicht. Ich zittere weiterhin vor innerlicher Kälte. Auch das Licht des Leben spendenden Sterns ist allein für die anderen da. Während sie sich wohlig in der Sonne Strahlen rekeln, friere ich, als wäre ich in einen undurchdringlichen Eisblock eingeschlossen. Erneut umgibt mich Finsternis, wieder bin ich im Schatten.

Nach und nach füllen sich die Straßen. Immer mehr Menschen strömen in die Stadt. Nie war mir bewusst, wie viele Menschen in unserem Ort leben. Die Menge bahnt sich ihren Weg. Parks quellen über vor lauter Gedränge. Jeder will bei diesem Wetter in die freie Natur. Aber irgendwie ist das Gewimmel der Masse seltsam. Zwischen bunt gekleideten, freudig hüpfenden Personen, die offenbar den Frühling in vollen Zügen genießen, trotten andere behäbig und ziellos umher. Sie sehen fürchterlich grau aus. Ihre Kleidung, ihr Teint - alles wirkt farblos. Noch nie in meinem Leben habe ich solch düstere, umherirrende Gestalten bemerkt. Warum fallen sie mir erst heute auf? Die frohen Menschen nehmen anscheinend gar keine Notiz von ihnen. Sie machen nicht einmal Anstalten, ihnen aus dem Weg zu gehen. Oh Gott! Sie laufen durch die Grauen hindurch!

Die Uhr, die ständige Kälte, die Finsternis, die sonderbaren Leute! Die Ereignisse schwirren durch meinen Kopf. Keinen klaren Gedanken kann ich in diesem Moment fassen. So viele Zufälle auf einen Streich? Ich gerate in Panik. Bin ich einer von ihnen? Durchlässig und unsichtbar wie die Luft, die ich atme? Dort drüben lehnt ein alter Mann an der Hauswand. Sicher ist ihm schlecht. Ich gehe jetzt einfach hin, tippe ihn an und frage, ob ich ihm helfen kann. Nein, ich vermag es nicht zu verhehlen: Mein Herz klopft wild. Wird der Alte meine Anwesenheit registrieren? Ich muss alles tun, um Gewissheit zu erlangen.

»Sir, kann ich Ihnen behilflich sein?«

Keine Reaktion. Vielleicht ist er aber auch bloß schwerhörig.

»Ist Ihnen nicht gut?«, schreie ich ihn förmlich an. Er wird meiner nicht gewahr. So kann ich ihn nicht auf mich aufmerksam machen. Ich muss ihn berühren, ihn aufrütteln.

Oh Schreck! Meine Hand! Sie verschwindet in seinem Körper! So ist es doch wahr! Ich bin eines von diesen grauen Wesen. Aber was bin ich nun wirklich? Bin ich ein Geist, losgelöst von seinem stofflichen Leib? Ein wandelndes Gespenst? Bin ich auf Astralreise oder gar tot? Oder erleide ich nur wieder einen dieser Vollmondnacht-Albträume?

Stundenlang irre ich allein umher. Ich sehe die Sonne, doch ihr Licht trifft mich nicht. Von panischer Angst getrieben, renne ich die Straßen entlang, durchquere die Menschen, die mich nicht bemerken, wenngleich ich geradewegs durch sie hindurch laufe. Ich rase durch unsere Stadt, gleite durch Häuser, durch Mauern, durch Bäume, durch Hunde, durch Katzen. Alles Gegenständliche und Lebendige existiert nun wohl in einer gänzlich anderen Dimension als ich. In einem letzten Versuch, mir Gehör zu verschaffen, ramme ich die Grauen. Hart pralle ich an ihnen ab. Endlich! Mich überkommt beinahe ein Gefühl grenzenloser Freude darüber, jemanden gefunden zu haben, mit dem ich kommunizieren kann, jemanden, der sich in derselben Lage befindet wie ich. Immer wieder stoße ich die Schattenwesen an, schubse sie vor mir her, rufe ihnen zu. Sie aber ignorieren mich, lassen mich mit all den brennenden Fragen allein. In meiner Verzweiflung folge ich ihnen, statt mich von ihnen beleidigt und enttäuscht abzuwenden. Sie sind doch jetzt meine Gefährten. Warum nur beachten sie mich nicht? Weshalb heißen sie mich nicht willkommen in ihrer Welt? Bald stelle ich fest, dass sie auch miteinander nicht sprechen, sich aus dem Weg gehen, jeder stur in seine eigene Richtung, wie hirnlose Maschinen. Werde ich irgendwann so sein wie sie?

Den ganzen Tag bin ich umhergelaufen, ohne zu rasten, zu essen, zu trinken. Dabei bin ich noch nicht einmal außer Atem geraten. Was ist dies bloß für ein seltsamer Zustand, in dem ich mich befinde? Ich brauche endlich Klarheit. Daher muss ich zurück in meine Wohnung. Was wird mich dort erwarten? Möglicherweise liegt da mein steifer Körper im Bett oder verrenkt und leblos auf dem Boden in der Diele, vielleicht aber sitzt er starr im Lehnsessel wie ein Monument der Vergangenheit. Kann sein, dass fünf Minuten vor Mitternacht die Zeit meines Todes ist.

Warum jedoch vermag ich mich an nichts zu erinnern? Kein Schmerz, kein Sterben. Ich war ja nicht einmal krank! Jedenfalls weiß ich nichts mehr davon. Werde ich bald als Schattenwesen vor meinem eigenen Grab stehen? Werde ich bis in alle Ewigkeit durch Kälte und Düsternis wandern müssen oder werde ich eines Tages hinabsteigen in mein tiefes, ruhiges Grab und mich mit meinem toten Körper vereinigen? Bin ich überhaupt noch von dieser Welt? Bin ich nun reduziert auf mein Bewusstsein? Was soll ich denn tun? Keine von den grauen Gestalten kommt zu mir und erklärt mir, wie ich mit alldem umgehen soll. Es scheint, als würden wir existieren. Doch jeder von uns existiert für sich allein. Dies ist weder das Paradies, das man uns versprach, noch ist es das Ende.

Betrübt mache ich mich auf den Heimweg. Mein ständiger Begleiter ist nur die Angst. Sie weicht nicht von mir, lauert wie ein Dämon in mir, wartet auf die Entscheidung. Da Schlüssel jetzt nicht mehr vonnöten sind, betrete ich mein Haus gleich durch die Wand. Sicher bin ich tot und wahrscheinlich starb ich um fünf Minuten vor Mitternacht in meinem Lieblingssessel.

Genug der Spekulationen - ich will Gewissheit!

Langsam gehe ich den Flur entlang, bleibe vor der Tür zum Wohnzimmer stehen. Zitternd umfasst meine Hand den Griff. Kalter Schweiß perlt ab von meiner Stirn. Ich drücke die Klinke nieder, schließe meine Augen fest, während ich die Tür aufstoße, und denke bei mir: »Vollmond, ich flehe dich an! Lass es einen Traum sein! Lass mich aufwachen! Ich will aufwachen!«



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