=kettcar= 259 Melden Geschrieben 15. November 2007 (bearbeitet) hi, schon wieder was, was mich schockt. Das Video habe ich über BBC eingefügt da es auf Spiegel nicht einsehbar war. TÖDLICHER TASER-EINSATZ "Schieß noch mal, schieß noch mal" Zehn Stunden irrte ein Passagier auf dem Flughafen von Vancouver umher, begann zu randalieren. Polizisten schossen mit Taser-Pistolen auf ihn - er starb. Jetzt wurde ein Video von dem Vorfall veröffentlicht, das die Diskussion über die umstrittenen Elektroschock-Waffen neu entfachen dürfte. Vancouver - Die Szenen des Amateurvideos sind zutiefst verstörend: Erstmals ist ein zehnminütiger Film für die Öffentlichkeit zugänglich, der einen Polizeieinsatz am Flughafen von Vancouver dokumentiert. Dort gaben Beamte am 14. Oktober dieses Jahres mehrere Schüsse mit einer sogenannten "Stun Gun" auf einen Passagier ab - der Mann starb. Das Video des Taser-Einsatzes: Bedrohung "nicht ersichtlich" Großbildansicht Das Video des Taser-Einsatzes: Bedrohung "nicht ersichtlich" Der 15-jährige Passagier Paul Pritchard hielt mit seiner Kamera fest, was sich an jenem Oktobertag auf dem "Vancouver International Airport" abspielte. Robert Dziekanski, ein 40-jähriger Bauarbeiter aus Polen, ist zu sehen, wie er im Abfertigungsbereich eines der Terminals auf und ab geht. Zehn Stunden lang soll sich Dziekanski laut BBC zu diesem Zeitpunkt bereits auf dem Flughafen aufgehalten haben. Er wirkt verwirrt, redet laut, schwitzt sehr stark. Des Englischen ist er offenbar nicht mächtig. Dziekanski ergreift einen kleinen Klapptisch, dann einen Stuhl. Andere in der Halle Wartende reden beruhigend auf ihn ein, doch Dziekanski ist aufgewühlt. Er ergreift einen Flughafen-Laptop, schleudert ihn zu Boden. Schließlich eilen vier Polizisten herbei. Dziekanski dreht ihnen den Rücken zu - schon 25 Sekunden nach ihrem Eintreffen ist der erste krachende Schuss einer Taser-Pistole zu hören. Dziekanski stolpert, schreit laut und wälzt sich unter offenbar starken Schmerzen auf dem Boden. Ein weiterer Schuss fällt. Drei der Beamten halten Dziekanski nieder, der immer noch gequälte Schreie von sich gibt. Sie versuchen, ihm Handschellen anzulegen. "Schieß noch mal, schieß noch mal", sagt einer der Polizisten zu einem Kollegen. Hier das Video, gefilmt von einem 15 jährigen Zu viert knien die Beamten dann auf dem Mann am Boden, der schließlich verstummt und reglos daliegt. Wenig später sagt eine Stimme "Code Red", womit ein medizinischer Notfall bezeichnet wird. Kurz darauf ist Robert Dziekanski tot. Offiziell steht Dziekanskis Todesursache bis heute nicht fest. Eine Autopsie ergab keinen Hinweis auf Blutalkohol oder Drogen. Dziekanski war der BBC zufolge am Tag seines Todes aus Deutschland nach British Columbia gekommen, wo seine Mutter bereits seit längerer Zeit lebte. Mit ihr hatte er sich am Flughafen verabredet - am Gepäckband. Er war Dziekanskis erster Flug, nach Aussage eines Anwaltes der Familie wussten weder er noch seine Mutter, dass das Gepäckband nicht öffentlich zugänglich ist. Sechs Stunden wartete die Mutter auf ihren Sohn, dann gab sie auf und fuhr heim. Ungeklärt bleibt, weshalb Dziekanski während seines zehnstündigen Verbleibs auf dem Flughafen niemand half. Kein Angestellter des Flughafens kümmerte sich um den Mann: "Er suchte Hilfe, er hatte Angst, er hat diese Hilfe nicht bekommen", sagte Anwalt Walter Kosteckyj laut BBC. In Kanada entfachte der Fall Dziekanski die Debatte um den Einsatz der umstrittenen Elektroschockwaffen, der sogenannten Taser und Stun Guns (mehr...). Die kanadische Fernsehgesellschaft CBC berichtet, dass in Kanada seit 2003 schon 18 Menschen nach Taser-Einsätzen gestorben sind. Mehr als 150 Todesfälle weltweit hat die Bürgerrechtsorganisation Amnesty International seit 2001 gezählt. Auf einer Pressekonferenz sagte Polizeisprecher Dale Carr, es sei aufgrund des Videos nicht zu beurteilen, was mit Dziekanski genau passiert sei: "Es ist nur eines von mehreren Beweismitteln, die Perspektive nur eines Menschen." Die komplette Beweisaufnahme bei der gerichtlichen Untersuchung des Falles bleibe abzuwarten. Der Sender CBC zitiert einen pensionierten leitenden Beamten der Polizei von Vancouver, der die Frage aufwirft, weshalb die Polizei überhaupt so massiv eingriff: "Für mich ist nicht ersichtlich, dass Dziekanski die Beamten bedroht", sagte Ron Foyle. Das Amateurvideo, das Dziekanskis Tod am Flughafen dokumentiert, wurde von der Polizei untersucht, dann dem Eigentümer Paul Pritchard zurückgegeben. Er veröffentlichte es mit Zustimmung von Dziekanskis Mutter. Die Untersuchungen zum Tod Robert Dziekanskis dauern an. Bearbeitet 15. November 2007 von SWIZZ=kettcar=
Battlephil 0 Melden Geschrieben 15. November 2007 Habs auch im Fernsehen gesehen. In dem Moment hat mir der Mann richtig Leid getan. Er hat doch nur versucht mit ihnen zu reden oder? Meine Güte wie kann man denn nochmal auf einen Menschen schießen wenn der schon mit SChmerzen am Boden liegt? Ich finde dafür gibt es keine Ausrede egal wie er sich aufgeführt hat für so etwas gibt es keine Entschuldigung.
=kettcar= 259 Autor Melden Geschrieben 15. November 2007 ja, also mich hats schockiert. vielleicht eine frage wie die polizei allgemein ausgestattet ist. diese waffen werden von AI und der Genfer Konvention untersagt. -Taser -Elektroschock Schlagstöcke -CS / CN Gas (fällt unter Kriegswaffen und ist international verboten) -Gummischrot ( Augenverletzungen) -Blendgranaten ( Risswunden) Ich habe nichts dagegen wenn Polizisten berechtigt auf bewaffnete Verbrecher schiessen, aber das geht zuweit. Jetzt ist wohl jeder Freiwild, der mal nen Laptop vom Sockel schmeisst weil ihn was aufregt.
Battlephil 0 Melden Geschrieben 15. November 2007 Was ich persönlich schlimm finde ist, dass diese Leute sicher nicht angemessen bestraft werden. Ich glaub sie werden sich hinter ihrer Uniform verstecken...
=kettcar= 259 Autor Melden Geschrieben 15. November 2007 ich glaube aber, es wird auch von der Leitung verlangt diese Waffen einzusetzen. Also zwei Punkte: Die Polizeileitung muss zur Rechenschaft gezogen werden, und auch die Beamten die vorsätzlich mit unangemessenen Mittel den Tod dieses Menschen provoziert haben.
AxelFoley 0 Melden Geschrieben 15. November 2007 Naja, dass CS Gas verboten ist wäre mir neu Das einzige Problem was ich bei solchen "less lethal weapons" wie dem Taser oder manchen Flintengeschoßen sehe ist, dass sie als "non lethal" betrachtet werden und teilweise auch dementsprechend eingesetzt werden. Die Hemmschwelle jemanden zu tasern mit der Überzeugung, dass ihm nicht passieren wird ist einfach deutlich geringer als auf jemanden mit der Dienstwaffe zu schießen, da dabei jedem Sicherheitsbeamten klar ist, was passiert. Bei einer besseren Ausbildung würde es auch zu weniger fahrlässigen Tötungen kommen. Das die Verantwortlichen meistens mehr oder weniger ungeschoren davon kommen ist allerdings durch nichts zu rechtfertigen. Wie es jetzt in dem Fall aussieht kann man nur anhand des Videos schlecht beurteilen, zumal es auch noch geschnitten und gekürzt wurde. Bin allerdings auch der Meinung, dass die Sicherheitsleute überreagiert haben. Weniger tödlicher Waffen sehe ich grundsätzlich als eine gute Sache an, da es sich dabei jedoch nicht um Kinderspielzeug handelt sollte man eine gute Ausbildung an den Waffen vorraussetzen können, bevor die Sicherheitsbeamten auf die Öffentlichkeit losgeallsen werden.
b00zt 25 Melden Geschrieben 15. November 2007 vor allen sind nicht-tödliche waffen nur solange solche, solange man weiß wie man damit umzugehen hat, wenn du ein bohnensäckchen auf herz oder sogar an den schädel bekommst, kanns ganz schnell schlecht aussehen, genauso mit dem holzbolzen aus einer 12er flinte oder m203, die muss man in den boden schießen, das er aufspringt, ein dirketer treffer kann auch zum tod führen...
Der Spinner 5 Melden Geschrieben 15. November 2007 Ich kann mich da meinen beiden Vorrednern nur anschließen, gerade AxelFoley hat die Sache, insbesondere was die Hemmschwelle angeht, auf den Punkt getroffen. Ich habe ja selbst häufig genug eine Schußwaffe im Dienst mit mir geführt, kam aber glücklicherweise nie in die Verlegenheit, an einen Einsatz selbiger nachdenken zu müssen. Aber auch bei einer gesetzlich abgedeckten Situation hätte ich es mir zweimal überlegt - ein Tasergun wäre vll schneller gezückt und benutzt worden. Aber auch nur solang, bis der Angreifer kampfunfähig ist, nochmal draufzuballern, wenn er schon am Boden liegt darf nicht sein. Hier wäre neben der Ausbildung mit solchen Waffen auch eine weitere psychologische Beurteilung der Leute von Nöten, die im Ernstfall diese Waffen einsetzen sollen.
Sven 134 Melden Geschrieben 16. November 2007 Ich kann mich den Vorrednern nur anschließen, lest mal bei Telepolis (heise.de) mit, da waren schon mehrere kritische Artikel dazu drin. Hier auch ein Beitrag zum aktuellen Thema mit diversen Links. Die neueste Errungenschaft ist ja ein Geschoß, was ohne Drähte funktioniert und beim Versuch, es selbst zu entfernen noch einen größeren Stromstoß abgibt, weil man dann die metallische Hülle anfaßt und der Stromkreis über die Hand zur Stelle geht, wo das Geschoß steckt. Fakt ist, mit Herzproblemen ist man vermutlich ein toter Mann und die Hemmschwelle, diese sogenannten nicht tödlichen Waffen einzusetzen ist wesentlich geringer. Wobei das nicht tödlich eine Erfindung der Hersteller dieser Waffen ist. Übrigens es gibt den ersten Hersteller von Stoffen, die zu 100% das "Teasern" verhindern, dort ist Metall im Soff eingebaut, Abgabe erfolgt nur an staatliche Stellen. Ich sehe kommen, wenn diese Geräte in größerem Maße eingesetzt werden, kommen Kettenhemden wieder in Mode. Sind zwar schwer und tragen auf, aber auch 100% sicher.
Blauer 2 Melden Geschrieben 16. November 2007 der arme kerl kann einem schon leid tuen. da wartet der aufgrund eines mißverständnisses 10 geschlagene stunden auf seine mutter im sicherheitsbereich... . finde man hätte ihn auch anders überwältigen können. das haben wir damals in der psychiatrie fast tagtäglich gemacht (ohne waffen). halte nicht viel von diesen tasern, denn es kommt immer wieder zu tödlichen zwischenfällen.
Ale42er 19 Melden Geschrieben 16. November 2007 sechs ausgebildete sicherheitsmänner bekommen einen mann nicht festgesetzt und töten ihn auch noch! Schweinerei!!!!!
Sven 134 Melden Geschrieben 16. November 2007 der arme kerl kann einem schon leid tuen. da wartet der aufgrund eines mißverständnisses 10 geschlagene stunden auf seine mutter im sicherheitsbereich... . Nur ist halt auch komisch, warum die Mutter nichts weiter unternommen hat, die müßte doch zumindest etwas der Sprache mächig sein, ob nun englisch oder französisch. Wenn sie mitbekommen hat, daß der Flieger gelandet ist, und nach einer Stunde noch niemand zu sehen ist, wird man doch nervös und versucht jemanden zu finden, der einen weiterhelfen kann.
Castle 0 Melden Geschrieben 16. November 2007 Ohne mir jetzt alles durchzulesen,.. warum hat der mann da 10 Stunden auf seine Mutter gewartet und warum hat er terror gemacht und mit nem Stuhl gegen die Wand gehauen ??
b00zt 25 Melden Geschrieben 16. November 2007 (bearbeitet) der mann konnte kein englisch und die sicherheitsleute kein russisch, er hat auf seine mutter gewartet, aber im flaschen abschnitt, als die security ihn rausholen wollten, wurde er aggressiv, und den rest kann man sich ja dazu denken... ich sag mal diese waffen, können ihren zweck erfüllen, aber nur weils sie auf den ersten blick nicht so tödlich sind wie eine kugel, heißt das nicht, das man sie ohne bedenken einsetzen kann... Bearbeitet 16. November 2007 von b00zt