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Osis

Teilverstaatlichungen: Sinn oder Unsinn?

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Geschrieben

also ich bin ja echt gespannt auf die nächste wahl,welche slogans und versprechen da wohl auf uns zu kommen werden....

Geschrieben

große betriebe gehören verstaatlicht, ganz besonders die, die grundbedürfnisse bedienen (transportation,strom,wasser,kommunikation etc.). ich fürchte das unser lieber staat schlicht nichtmehr genug kohle haben wird (nach der krise, während der krise, bald) um den meisten blödsinn rückgängig zu machen. muss ich nach venezuela auswandern? verdammt warum hab ich in der schule italienisch und nicht spanisch genommen mhm

Geschrieben
große betriebe gehören verstaatlicht, ganz besonders die, die grundbedürfnisse bedienen (transportation,strom,wasser,kommunikation etc.). ich fürchte das unser lieber staat schlicht nichtmehr genug kohle haben wird (nach der krise, während der krise, bald) um den meisten blödsinn rückgängig zu machen. muss ich nach venezuela auswandern? verdammt warum hab ich in der schule italienisch und nicht spanisch genommen mhm

Naja,. Man sollte immer überlegen wieviele Sinn das wo macht. Beim Mobilfunkt scheint es ja zu funktionieren.

Aber Netze wie Post, ÖPNV (Bus&Bahn), Gas/ Wasser/ Strom/Abfall kann man dem freien Markt nicht einfach überlassen.

Was aber nicht heißt, das nicht auch Wettbewerb möglich sein sollte.

An sich spricht ja nichts dagegen, das ein Unternehmen "Netzgebühren" zahlt an den staatlichen Eigentümer, dafür das alleinige recht erhält diese Struktur unter Auflagen zu nutzen für einen längeren Zeitraum.

Geschrieben (bearbeitet)
Naja,. Man sollte immer überlegen wieviele Sinn das wo macht. Beim Mobilfunkt scheint es ja zu funktionieren.

Aber Netze wie Post, ÖPNV (Bus&Bahn), Gas/ Wasser/ Strom/Abfall kann man dem freien Markt nicht einfach überlassen.

ja doch man hat aber gedacht ,das man dass könne....

aber es konnte doch keiner wissen ,dass manager nur ans profit machen denken,egal welche folgen das für ihre mitarbeiter oder nutzer der dienstleisung hatte..... :kritisch:

willkommen in der kapitalistischen wirklichkeit..... :daumenhoch:

Bearbeitet von Ale42er
Geschrieben
Naja,. Man sollte immer überlegen wieviele Sinn das wo macht. Beim Mobilfunkt scheint es ja zu funktionieren.

Mobilfunknetze braucht man aber nicht zu überleben. Da finde ich den Wettbewerb schon i.O. Drück die Preise :)

Aber Netze wie Post, ÖPNV (Bus&Bahn), Gas/ Wasser/ Strom/Abfall kann man dem freien Markt nicht einfach überlassen.

100 % deiner Meinung. Denn da wird mehr oder weniger eine komunale Monopolstellung ausgenutzt um die Preise/Gebühren zu erhöhen.

Wenn man z.B. sich auch den günstigsten Müllentsorger aussuchen könnte. Aber da kriegt man den Entsorgungspreis vor den Kopf geknallt und muss zahlen. Vor allem jedes Jahr mehr.

Geschrieben

Auch wenn ich Gegner von Privateigentum bin, ist es unübersehbar das wir uns i.d. freien Marktwirtschaft befinden und dazu gehört nunmal das Grundproblem gesellschaftl. Arbeit und privater Aneignung, die sich zuwiderlaufen.

Also macht es gar keinen Sinn sich krampfhaft gegen solch unabwendbaren Entwicklungen zu stämmen.

Und erst in der vollkommenden privatisierten Welt wird dieser Gegensatz kulminieren, bis der Mensch erkennt:

Damit alles allen gehört, darf keinem etwas gehören.

Nur so wird der natürlichen Entwicklung die nötige Rechnung getragen, das so, wie notwendig das Privateigentum entstehen musste, damit die menschliche Gesellschaft sich hierher entwickeln konnte, das Privateigentum seine Legitimität auch wieder verlieren wird.

Geschrieben
Wenn man z.B. sich auch den günstigsten Müllentsorger aussuchen könnte. Aber da kriegt man den Entsorgungspreis vor den Kopf geknallt und muss zahlen. Vor allem jedes Jahr mehr.

Viel schlimmer ist das "Müllvermeidung" nicht belohnt wird... :whistling: Versuch mal mit nem 5-Personenhaushalt einen kleinere Mülltonne zu bekommen... Weil die bisherige nur halbvoll ist... :rolleyes:

Geschrieben

Um das mal wieder aufzugreifen:

E-on trennt sich von einer Tochtergesellschaft, in der sich viele ehemalige Stadtwerke befinden. Das Konsortium, das diese Gesellschaft kaufen will, besteht aus den Städten, denen diese Stadtwerke mal gehört haben.

Zum einen hat man scheinbar eingesehen, daß der Verkauf zwar kurzfristig Geld in die Stadtkasse gebracht hat, langfristig aber wohl der Gewinn doch fehlt.

Zum anderen würde mich mal interessieren, welchen Gewinn E-on damit macht, denn ich glaube kaum, daß der jetzige Verkaufspreis unter dem damaligen Kaufpreis liegen wird.

http://www.n-tv.de/wirtschaft/E-ON-verkauf...icle373542.html

Geschrieben

Ich halte nichts von Teilverstaatlichung.

Entweder komplett verstaatlichen, oder privatisieren.

Bestes Beispiel für eine Teilverstaatlichung ist das Deutsche Gesundheitswesen, speziell die Arztpraxen und Apotheken.

Bei mir im Kaff gibt es für Einwohner 12.000 nicht weniger als 3 (!) Apotheken, die alle bequem zu Fuß erreicht werden können.

Alle drei schließen Montags bis Freitags um 18.00, Samstags um 13.00. Sollte ich ausserhalb dieser Zeiten ein Medikament brauchen - etwa Aspirin - muß ich mich in mein Auto setzen und in die nächste größere Stadt fahren.

Es ist nämlich so, das in den meisten Fällen keine der drei Apotheken Notdienst hat.

Natürlich ist es kein Zufall das die drei Apotheken alle zur gleichen Zeit zu machen. Sie werden zwar privat betrieben, aber per Gesetz wird Wettbewerb - auch über die Öffnungszeiten - verhindert.

Mit der Begründung die Versorgung der Bevölkerung zu sichern...

Würde man die drei Apotheken verstaatlichen und zu einer machen die 24 Stunden, 7 Tage besetzt ist wäre die Versorgung besser.

Würde man alternativ den Einzelhandel den Verkauf von Medikamenten gestatten - unter Auflagen wie z.B. geschultes Personal mit Pharmazeutischer Ausbildung und Notdienst am Wochenende bzw. Nachts - könnte man ebenfalls die Versorgung verbessern.

Bei den Arztpraxen ist es so das sie Privatwirtschaftlich betrieben werden, der Staat aber die Leistungen bezahlt. Und zwar so, das der Arzt am meisten Kohle machen kann, wenn er den Staat über das Ohr haut.

Da der Patient (Kunde) nicht mal eine Rechnung für die Leistung des Arztes sieht und diese per Unterschrift bestätigen muß ist der Betrug sogar ziemlich leicht. Da wird aus einem Besuch wegen Grippe schnell mal eine Krebsnachsorge oder eine Beratung über Depressionen, etwas das mehr Geld von Vater Staat bringt...

Würde man alle Arztpraxen verstaatlichen und die Ärzte / Arzthelferinnen zu Angestellten machen, Praxen zusammenfassen um Geräte effektiver zu nutzen und die Öffnungszeiten zu erweitern wäre das sinnvoller.

Alle Angestellten inklusive Arzt erhalten ein festes Monatliches Gehalt, egal wieviele Patienten sie behandeln, und der Arzt könnte durch falsches Abrechnen auch nicht mehr Geld rausschlagen. Er müsste sich mit dem ganzen Wirtschaftlichen sogar gar nicht befassen, und müsste sich nur um die Kranken kümmern.

Bei der Verstaatlichung von Großunternehmen gibt es jedoch immer das Problem das die Politik dann Einfluß darauf nimmt - etwa indem Posten mit ehemaligen Politikern besetzt werden.

Prominentes Beispiel: der ehemalige Innenminister von BaWü ist Chef der badischen Staatsbrauerei Rothaus. Gut, gesoffen wird natürlich immer, so das es dort durchaus ordentlich Gewinne gibt ;)

Stichwort Shareholder-Value:

Der Börsenkurs eines Unternehmens richtet sich nach der Nachfrage an der Börse. Die Aktie eines Unternehmes das den Eindruck erweckt langfristig erfolgreich zu sein und das regelmäßig Dividenden ausschüttet ist gefragter als die Aktie eines Unternehmens dessen Produkte nichts taugen und das vermutlich bald eingeht weil bei Personal und Ausstattung gespart wird.

Gerade die großen Investoren wie Versicherungen und Banken beteiligen sich an Firmen die langfristig Gewinne versprechen. Große Gewinne kann man eher mit Startups machen, was natürlich auch große Risiken bedeutet (siehe neuer Markt).

Wer in Dienstleister - z.B. Müllentsorger - investiert rechnet eher mit langfristigen, regelmäßigen Gewinnen, und nicht damit die Firma demnächst wieder zu verkaufen. Zumal nicht jede private Firma an der Börse notiert ist. Die meisten sind GmbHs, keine AGs.

Übrigens, zu diesen Investoren zählen auch Bund, Länder und Gemeinden. Die ENBW, einer der größten Energieversorgungskonzerne Deutschlands gehört zum Teil den Gemeinden in Oberschwaben.

Und jedes Jahr gibt es für die Gemeinden fette Dividenden, die in den Haushalt fließen.

Im übrigen ist der Motor der Privatisierung staatlicher Firmen nicht die Behauptung gewesen private Firmen könnten alles besser und billiger.

Der Motor ist schlicht und ergreifend gewesen das Bund, Länder und Gemeinden Geld brauchen. Und das obwohl seit Bestehen der BRD Jahr die Einnahmen des Staates sowohl Anteilsmäßig wie auch absolut steigen.

Natürlich haben Bund, Länder und Gemeinden Aufgaben die sie erfüllen müssen.

Bau von Straßen, Ver- und Entsorgung, ect...

Wie sie das machen ist nicht für die Ewigkeit festgelegt. Zeiten ändern sich. So wie es nach dem Krieg sinnvoll gewesen ist mit Hilfe großer Energiekonzerne das Netz der Überlandleitungen aufzubauen kann es heute sinnvoll sein ein Blockheizkraftwerk von der Gemeinde betreiben zu lassen (oder sogar noch besser von der privaten Wohnungsbaugesellschaft ?).

Zu einer Zeit in der es fast in jeder Gemeinde eine Müllkippe gab, ist es vieleicht sinnvoll gewesen eine städtische Müllabfuhr zu haben.

Heute wo der Müll durch halb Deutschland gefahren wird und vor dem verbrennen sortiert wird...

Was übrigens die armen Lehrer angeht:

Ein Lehrer der etwas auf sich hält fährt keinen Passat. Er fährt Volvo oder Saab.

Schließlich ist man Akademiker, und kein Versicherungsvertreter, Aussendienstmitarbeiter von Würth oder Landwirt (gut, a ordentliches Bäuerle fähr einen Mercedeskombi mit Dieselmotor und Anhängerkupplung).

Ausserdem unterstütz man mit dem Kauf eines Volvos oder Saabs die skandinavischen Länder, wo Lehrer mehr verdienen, und nicht die Prolls von Band bei VW, die nicht nur mehr verdienen als mancher Lehrer, sonder das Geld auch nur für Ballermann-Urlaub und tiefergelegte Golfs ausgeben. ;)

Ach ja, die Schuld daran das sich der Passat / Golf so schlecht verkauft liegt an Skoda. Die verdammten Tschechen erdreisten es sich mit besserer Qualität und geringeren Preisen dem doitschen Arbeiter in Wolfsburg Konkurrenz zu machen. Dagegen sollte der Staat endlich mal was tun ! ;)

Gerade VW ist ein gutes Beispiel wie in einem Teilverstaatlichten Konzern Politiker, Managment und Arbeitervertreter an einen Strang ziehen. Manchmal stecken sie sogar unter einer Decke, und teilen sich brüderlich die Nutten. ;)

Geschrieben

Meiner Meinung nach sollte alles was man als Grundversorgung der Existens und dem sozialen miteinander der Gesellschaft bezeichnet, Aufgabe des Staates sein.

Kann da den Ansätzen von Alreech im seinen Post nur zustimmen.

Geschrieben

man sollte eine gewinn obergrenze für die 50 grössten firmen in europa einführen.

das geld was dadurch abfählt könnte man hervorragend für die schwächeren investieren in europa oder auf dieser welt.

Geschrieben
man sollte eine gewinn obergrenze für die 50 grössten firmen in europa einführen.

das geld was dadurch abfählt könnte man hervorragend für die schwächeren investieren in europa oder auf dieser welt.

das problem an der idee ist bloß, dass es auch unternhemen in den usa und asien gibt die diese obergrenze einfach nicht interressiert, dann kommen unsere topfirmen in bedrängnis. ökonomie geht heute nur weltweit oder zumindest nur mit EU +Russland + Japan, Indien, China ansonsten kann man keine lösung finden.

Geschrieben

Kann mir jemand von Euch eine Definition von "Gewinn" liefern ?

Geschrieben (bearbeitet)
Würde man die drei Apotheken verstaatlichen und zu einer machen die 24 Stunden, 7 Tage besetzt ist wäre die Versorgung besser.

Auch wenn es vielen egal ist, aber so müßten mehr Leute auch Nachts arbeiten was für Körper, Geist und Seele iene belastung ist. Es führt zu Herinfarkt, Kreislaufbeschwerden, Blutdruckproblemen und anderen psychischen Problemen.

Und ich denke nur weil einer ne Grippe hat und nicht 12 Stunden warten kann sollten nicht viele Menschen aus ihrem natürlichen Rythmus gerissen werden. genau das ist das Problem. Alle wollen immer Alles und zu jeder Zeit haben.

Das ist traurig und gegen die Natur. Zu was Nacht und Spätschichten führen nur weil jeder immer alles und zu jeder Zeit haben will, wollt ihr bestimmt nicht wissen.

Das Leute Nachts in Burger Fressbuden arbeiten damit alle Tiere wie Müll konsumieren und wegfressen und Leute in der Tanke Nachts arbeiten nur weil manche zu faul sind am Tage ihre Einkäufe zu erledigen, das ist alles Schade und zeigt wie weit der Mensch von sich selber abgekommen ist. Diese Beispiele könnte man endlos weiterführen.

Hat natürlich nicht viel mit dem Thema zu tun aber auf Grund deiner Aussage wollte ich das mal loswerden.

Bearbeitet von Archer Myles
Geschrieben
Und ich denke nur weil einer ne Grippe hat und nicht 12 Stunden warten kann sollten nicht viele Menschen aus ihrem natürlichen Rythmus gerissen werden. genau das ist das Problem. Alle wollen immer Alles und zu jeder Zeit haben.

Du bist nicht zufällig Apotheker ? ;)

Der Gesetzgeber schreibt schon jetzt vor das Apotheker Nacht- und Notdienst zu verrichten haben, um die Versorgung der Bevölkerung mit Medikamenten sicher zu stellen.

Gerade bei der Versorgung mit Medikamenten sollte die Bevölkerung im Mittelpunkt stehen, und nicht das Gewinnstreben der Apotheker.

Natürlich haben auch Apotheker einen natürlichen Rythmus den es zu schützen gilt. Dieser Rythmus scheint bei Apothekern hier im Ort aber noch schutzbedürftiger zu sein als bei anderen Menschen, sonst würden sie nicht schon um 18.00 schließen (Samstags schon um 13.00).

Wie sieht so ein Schutzwürdiger Rythmus aus ?

Feierabend um 18.00

Einkaufen bis 20.00

20.00 bis 20.15: Tagesschau

20.15 bis 22:00 Hitparade der Volksmusik

22:00 bis 23:00 Vollzug der ehelichen Pflichten, vorbehaltlich Migräne. Alternativ: Hobby wie Briefmarkensammeln

23:00 bis 6:00 Bettruhe

6:00 bis 7:00 Aufstehen und Körperpflege

8:00 bis 9:00 Frühstück

10:00 bis 18:00 Versorgung der Bevölkerung mit Medikamenten

Stellt man jetzt ein Fernseher und ein Bett in den Sozialräumen der Apotheke auf, kann der Apotheker seinen Rythmus auch während des Notdienstes nachkommen.

Das zwischen 23:00 und 6:00 Medikamente gekauft werden ist wohl er die Ausnahme.

Und sollte jemand wirklich in dieser Zeit Medikamente benötigen dann ist das Bedürfnis eines Kranken wohl höher einzuschätzen als das des Apothekers.

Aber weist Du was das Problem ist ? Die Leute wollen nur noch ihre Rechte und ihren Spaß, ihren Pflichten - wie etwa die Pflicht eines Apothekers sein Kunden auch mitten in der Nacht bei einen Notfall Medikamente zu besorgen - sind ihnen inzwischen egal.

Sowas nenne ich Egoismus.

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