=kettcar= 259 Melden Geschrieben 31. Januar 2008 ja, hab ihn auch gesehen und finde ihn typisch amerikanisch aber durchaus gut.
Ach-Egal 0 Melden Geschrieben 2. Februar 2008 so, ma ne kleine kurze frage, kann mir jemand von euch erklären wie klimawandel funktioniert?
Quacki 0 Melden Geschrieben 5. Februar 2008 Puh, da stellst du mal ne kurze Frage. Das gibt aber ne lange Antwort. Und ich glaube, auf der vorherigen Seite hat jemand schon einen netten Abriß gegeben, wie Klimawandel funktionieren könnte. Aber ich will das nochmal versuchen. 1. Zusammenfassung in Stichworten -Treibhausgase: Reflektieren einen Teil der Wärmestrahlung der Erde zurück und wirken so als thermische Isolierung -Ohne Treibhausgase wäre die mittlere Temperatur der Erde ca. 30°C niedriger -Die Wirksamkeit des Treibhauseffektes hängt von der Konzentration der Treibhausgase ab. Die Konzentration ändert sich zur Zeit -Klimawandel: Eine ganze Reihe von Effekten -werden teilweise von Menschen direkt angeschoben (Treibhausgase, Abholzung der Wälder) -treten teilweise in Kraft durch eine schon geschehene Temperaturänderung (erhöhte Verdunstung, Abschmelzen von Eisdecke der Pole) -die Effekte sind extrem vernetzt und schwierig zu durchschauen 2. Treibhausgase Es gilt ja für alles, was reingeht, muß auch irgendwann rausgehen, ja? Im Falle der Erde ist das so, dass die Erde Licht von der Sonne empfängt. Der Großteil geht durch die Atmosphäre durch und trifft auf den Erdboden. Dort passiert nun Folgendes: Die Sonnenstrahlung wird absorbiert und heizt die Erde auf. Diese fängt dann an, selber im Infrarotbereich zu strahlen, und gibt die absorbierte Strahlung komplett ab. Man sagt, dass sie in einem Strahlungsgleichgewicht mit der Umgebung (Weltraum, Sonne) steht. Das ist allerdings nicht die ganze Wahrheit. Ich hatte ja eben gesagt, dass der Großteil der Sonnenstrahlung durch die Atmosphäre durchgeht. Dies gilt nicht für die Infrarotstrahlung, die die Erde selber sendet. Dafür nämlich sind viele Gase in der Atmosphäre nicht durchlässig. Die Folge davon ist, dass die Gase in der Atmosphäre einen großen Teil der Infrarotstrahlung der Erde absorbieren, und genauso wie die Erde anfangen zu strahlen. Dabei kann man davon ausgehen, dass die Hälfte der Strahlung der Atmosphäre in den Weltraum, die andere Hälfte zurück zur Erde geht. Das bedeutet, dass die Erde nun neben der Sonnenstrahlung auch einen Teil ihrer eigenen Infrarotstrahlung (gesendet von den Atmosphärengasen) zurückerhält, und damit erhält die Erde mehr Energie in Form von Strahlung als wie sie ohne eine Atmosphäre bekommen würde. Und genau diese Eigenschaft macht diese speziellen Gase zu Treibhausgasen. Einige bekannte Treibhausgase sind Wasserdampf, CO2, Methan. Wenn man mit einem einfachen Modell mal die Gleichgewichtstemperatur der Erde ohne Atmosphäre berechnet, dann liegt diese ungefähr 30°C unterhalb der Temperatur, die wir im Mittel hier haben. Das heißt, ohne Treibhausgase würde wenig gehen, weils viel zu kalt wäre. Was ist dabei nun der "Wandel"-Teil? Grob gesagt: Wieviel der Infrarotstrahlung der Erde von der Atmosphäre absorbiert und zurückgestrahlt wird, hängt natürlich von den Konzentrationen der Treibhausgase ab. Sind die Konzentrationen niedrig, passiert viel der Erdwärmestrahlung (Infrarotabstrahlung der Erde) die Atmosphäre, und die Temperatur der Erde liegt nur wenig über der Gleichgewichtstemperatur ohne Atmosphäre. Sind die Konzentrationen größer, dann wird mehr der Erdwärmestrahlung von der Atmosphäre wieder auf die Erde zurückgestrahlt, und die Temperatur ist dementsprechend höher. 3. Klimawandel Klimawandel ist nun deutlich komplexer als nur die Betrachtung der Treibhausgase. Zum Beispiel ist das wichtigste Treibhausgas der Wasserdampf. Wie hoch die Konzentration von Wasserdampf in der Atmosphäre ist, hängt wiederrum von der Temperatur ab! Hier geht die Rückkopplung ungefähr so: Je höher die Temperatur, desto höher ist auch die Verdunstung und damit der Gehalt/die Konzentration von Wasserdampf in der Atmosphäre. Daneben muß man auch die Eisdecke der Erde betrachten (hier bedeutet ein Rückgang des Eises mehr aufgenommene Strahlung von der Sonne, weil Eis so schön reflektiert und bloßer Boden nicht), Wachstum von Pflanzen (die ja besser bei Wärme gedeihen), dadurch erhöhte Verdunstung von Wasser in den Pflanzen, und und und. Das sind alles Effekte, die selbst bei einfachen Modellen ein Wirrwarr von Rückkopplungen und Wirkungen geben, und die auch heute nur in Grenzen zufriedenstellend modelliert werden können. Wenn man sich aber der Einfachheit halber auf die reine Messung von Klimawandel beschränkt, dann sieht man schon jetzt die Tendenz in der Temperaturentwicklung zu höheren Temperaturen. Das kann man sich ganz nett im IPCC-Report von 2007 ankucken (obwohl, das ist nicht einfach zu lesen, viele Seiten und englisch). 4. Einfluß der Dynamik der Erde Bisher habe ich lediglich recht statische Effekte beschrieben. Treibhausgase haben überall auf der Erde die gleiche Kozentration, Eisdecken schmelzen an den Polen ab, etc. Das sind alles Effekte im Mittel, das bedeutet, dass man die ganze Erde betrachtet. Das größere (und dramatischere) Problem dürfte aber sein, wie sich die Dynamik der Erde verändert. Damit ist zum Beispiel das berüchtigte "Versiegen des Golfstroms" gemeint. Irgendwelche Forscher haben mal vorhergesagt, dass durch die Temperaturerhöhung der Golfstrom aufhört zu fließen, und damit ganz Europa in eine neue Eiszeit fällt (Wenn man sich mal ankuckt, auf welcher Breite wir leben, dann ist das zum Teil auf der Höhe von Kanada und Sibirien, wo es nicht gerade sehr warm ist). Ebenso sind viele regionale Klimaphänomene von gewissen Ausgangsbedingungen abhängig, wie zum Beispiel der mittleren Temperatur und Verdunstung, oder dem Transport von Wolken in eine Region. Durch Änderungen der globalen Temperatur können sich solche Parameter verändern und damit regional das Klima. Die Dynamik der Erde (der Atmosphäre und der Ozeane) wird ja grade dadurch angetrieben, dass immer und überall Unterschiede in Druck und Temperatur herrschen und damit Ausgleichbewegungen (Winde, Wasserströmungen) angetrieben werden. Sowas vorherzusagen ist aber elend schwer, im Gegensatz zum Klimawandel der ganzen Erde (das ist nämlich wieder recht einfach, wenn man die Dynamik nicht beachten muß). 5. Abschließende Bemerkung Mist, ist das schon wieder so lang geworden! Muß wohl daran liegen, dass ich nicht zusammenfassen kann ...
Osis 0 Melden Geschrieben 5. Februar 2008 Im Ruhrgebiet: http://www.derwesten.de/nachrichten/2007/1...058/detail.html
Corsair 217 Melden Geschrieben 5. Februar 2008 Im Ruhrgebiet: http://www.derwesten.de/nachrichten/2007/1...058/detail.html Wie heißt der Typ ?? Dr. Morgenschweis ??
Osis 0 Melden Geschrieben 5. Februar 2008 Wie heißt der Typ ?? Dr. Morgenschweis ?? Jap. Aber der ist echt nett...
Osis 0 Melden Geschrieben 3. März 2008 http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0...,539051,00.html Die offzielle Konfernez der Klimaleugner. Finanziert von der Industrie. Das Land der unbegrenzten Dummheit. Naja, Aber Demkoratie muß auch extreme Meinungen aushalten. Aber die Thesen sind geil. :rofl:
TheAnus 6 Melden Geschrieben 4. März 2008 Welch schöner, reißerischer Artikel. Dieser Panikmache in Sachen CO2 IST Schwachsinn, aber mit der Industrie hast du recht. Was glaubst du was für ein gewaltiger Industriezweig hinter Klimapanikmache steht? Oder mit welchem falschen Vorwand die Treibstoff absurd besteuert werden. Ist alles nur eine Sache der Industrie.
Osis 0 Melden Geschrieben 4. März 2008 Welch schöner, reißerischer Artikel. Dieser Panikmache in Sachen CO2 IST Schwachsinn, aber mit der Industrie hast du recht. Was glaubst du was für ein gewaltiger Industriezweig hinter Klimapanikmache steht? Oder mit welchem falschen Vorwand die Treibstoff absurd besteuert werden. Ist alles nur eine Sache der Industrie. Reißerisch ist der gar nicht. Er hat nen satirischen Unterton. Und ich hab weniger Angst vor ner Industrie die den Planeten versucht zu schützen als vor einer Industrie den den aktiv zerstört.... Wenn mit Klimaschutz Geld verdient werden kann, ist das nur positiv zu sehen.
TheAnus 6 Melden Geschrieben 4. März 2008 Klar, nur dass zB Energie spezifisch Strom unleistbar wird wenn man diese nur noch Solar- und Windenergie gewinnt. Dass ein KFZ in der heutigen Zeit von der Anschaffung bis zur Instandhaltung exorbitant überteuert ist, sollte man auch nicht verharmlosen. Und Solang China und die USA nicht mitspielen, ist jegliche Diskussion imho sowieso hinfällig.
Fette Katze 0 Melden Geschrieben 4. März 2008 (bearbeitet) Klar, nur dass zB Energie spezifisch Strom unleistbar wird wenn man diese nur noch Solar- und Windenergie gewinnt. wayne? es geht ja nur um die Umwelt, und wenn jedermann ne solaranlage auf dem dach hätte wäre schon viel getan..außerdem kann man geld nicht fressen. Dass ein KFZ in der heutigen Zeit von der Anschaffung bis zur Instandhaltung exorbitant überteuert ist, sollte man auch nicht verharmlosen. raff ich nicht? meinste die Ölpreise? find ich sogar fast gut das die so hoch sind, bloß stört das ja nicht die reichen säcke an der spitze...gäbe es ein ordentliches verkehrsnetz mit bahn und bus bräuchte ich kein auto. Und Solang China und die USA nicht mitspielen, ist jegliche Diskussion imho sowieso hinfällig. immer dieses geflenne...der andere will aber nicht...meine fresse, usa wirds erst einsehen das der planet am verrecken ist wenn nen vulkan in Washington D.C. ausbricht Bearbeitet 4. März 2008 von Fette Katze
Quacki 0 Melden Geschrieben 5. März 2008 (bearbeitet) Welch schöner, reißerischer Artikel. Dieser Panikmache in Sachen CO2 IST Schwachsinn, aber mit der Industrie hast du recht. Was glaubst du was für ein gewaltiger Industriezweig hinter Klimapanikmache steht? Oder mit welchem falschen Vorwand die Treibstoff absurd besteuert werden. Ist alles nur eine Sache der Industrie. Mal ne Frage: Meinst du, die Panikmache sei Schwachsinn, weil es keinen menschengemachten Klimaeffekt gibt, oder meinst du das, weil etwaige Effekte eines menschengemachten Klimawandels abgefedert werden (können) oder egal sind? Zu ersterem: Ich hab mal ein Diagramm aus dem IPCC-Report rausgesucht. Dargestellt wird, wie sich der Strahlungshaushalt der Erde durch menschliche Einflüsse im Vergleich zum Jahr 1750 geändert hat. Hier ist das sogenannte "Radiative Forcing" dargestellt, das ist die Änderung des Strahlungsgleichgewichtes aufgrund der angegebenen Komponente (zum Beispiel ganz oben das CO2). Dabei bedeutet ein Balken nach rechts eine Erhöhung der Energie, die auf der Erde hängenbleibt. Auf den ersten Blick mag das etwas merkwürdig erscheinen, dass eine Änderung des atmosphärischen Gehalts an CO2 eine Änderung des Strahlungsgleichgewichtes verursacht, das ist aber die Wirkungsweise eines Treibhausgases, dass es die einfallende Strahlung der Sonne zur Erde durchläßt, dann aber die ausgehende Infrarotstrahlung der Erde zum Teil wieder zurückwirft. Dadurch wird dann netto die Strahlungsenergie auf der Erde erhöht. Die Berechnungen für CO2 sind noch ziemlich einfach (wie man am kleinen Fehlerbalken sieht). Für andere Komponenten des "radiative forcing" ist es etwas schwieriger, aber man sieht ja, dass am Ende ein Effekt übrig bleibt, der auf eine Erhöhung der Strahlungsenergie hindeutet. Für die mittlere Temperatur auf der Erde setzt man in erster Näherung (ohne Einbeziehung sekundärer Effekte) an, dass pro Erhöhung der Strahlungsenergie um 1 Watt/Quadratmeter die Temperatur um 0,26°C steigt. Was jetzt aufgrund irgendwelcher Feed-back-Prozesse geschieht, ist eine andere Sache und sehr komplex (will sagen: Heutzutage fast unmöglich vorherzusagen). Bearbeitet 5. März 2008 von Quacki
Osis 0 Melden Geschrieben 5. März 2008 Wartet mal 10 Tage. Dannw erfe ich euch zu mit Material. Aus meiner Diplomarbeit.