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Osis

Kombilöhne, Mindestlohn,... Soziale Marktwirtschaft und Hartz4

Empfohlene Beiträge

Geschrieben
also da bin ich völlig anderer meinung ja sie sollen verdienen und auch viel...aber das bis zu 80 fache was ein normaler arbeiter verdient ist unmenschlich und in meinen augen unverantwortlicher kapitalissmus.

das 20 fache des lohns eines normalen arbeiter würde schon reichen,sich die pasta mit weiss trüffeln zu leisten.

mir vollkommen egal ob soi jemand 3-5 oder 8 millionen bekommt. Aber wenn er scheiße baut sollte er mit seinem Privatkapital haften. So wie anderswo auch. Sprich nix mit Abfindung...

Wer Risiiko trägt, gehört so entlohnt. Und von mir aus auch bei 90.000 Angestellten mit 3 Mille... Aber dafür muß er den Arsch hinhalten. Nicht mehr und nicht weniger. Gilt übrigens in vielen US-Konzernen so....

Geschrieben
mir vollkommen egal ob soi jemand 3-5 oder 8 millionen bekommt. Aber wenn er scheiße baut sollte er mit seinem Privatkapital haften. So wie anderswo auch. Sprich nix mit Abfindung...

Wer Risiiko trägt, gehört so entlohnt. Und von mir aus auch bei 90.000 Angestellten mit 3 Mille... Aber dafür muß er den Arsch hinhalten. Nicht mehr und nicht weniger. Gilt übrigens in vielen US-Konzernen so....

na das sowiso... :super:

blechen sollen sie! :rolleyes:

Geschrieben
Einige Fragen:

- Ist ein Unternehmen das einen Mindestlohn nicht zahlen kann/will (z.B. PIN-Group) überhaupt "marktfähig?

Von "Nicht können " kann wohl nicht die Rede sein. Ein Unternehmen das zum größten Teil dem Axel Springer Verlag gehört und das sich zum Steuern sparen in Luxenburg angesiedelt hat, kann den Mindestlohn bestimmt zahlen. Die andere Frage ist , "Will eine Firma , die ihre Mitarbeiter mit 3.75 € Stundenlohn abspeisst ihren Mitarbeiter überhaupt den Lohn zahlen."

Geschrieben

@Corsair:

Ein Jahrhundertpost. BRAVO !!

Ich las ihn, nickte, lehnt mich zurück und stimmte zu.

Das weiß auf der Straße kein Mensch, dass dieser Verlag seltsame Methoden hat.

Man könnte fast sagen, Deutschland verblödet beim Lesen (Sorry, das sehe ich so).

Aber darum geht es leider nicht.......

Gast
Geschrieben

- Sollte ein Staat Arbeit subeventionieren über z.B. Hartz4 (Ein großer Anteil aller Hartz4-Bezieher arbeitet)?

- Hat ein Mensch das "Recht" von seiner "Vollzeittätigkeit" (40-50Std/woche) leben zu können?

- Ist ein Unternehmen das einen Mindestlohn nicht zahlen kann/will (z.B. PIN-Group) überhaupt "marktfähig?

- Ist ein Mindetlohn womöglich nur eine gemeinsames Rahmenbedigung ALLER Marktteilnehmer das womöglich notwendig ist für sozialen Frieden?

- Schaffen es Gewerkschaften 2007 überhaupt noch Tarife abzuschließen die Menschen ein "Auskommen" ermöglicht?

- Wie wichtig ist soziale Gerechtigkeit für die Stabilität einer Gesellschaft?

1. Nein, außer in sonder fällen wen jemand schwer vermittelbar ist, wegen einer Behinderung oder so. Aber jeder Körperlich und Geistig Fit ist mit einem 40-50 Stunden Job seinen Lebensunterhalt bestreiten können.

2. Siehe oben

3. Wenn ein Unternehmen den Mindestlohn nicht zahlen kann dann soll der Markt das auch Regeln. Bei "Hart aber Fair" hat sich mal eine Unternehmerin beschwert das sie ein Cafè hat und das es in der selben Straße vier weitere Cafès gibt. Jeder weis das kann nicht Funktionieren. Viele Unternehmer ob klein oder groß wollen ihre Fehlentscheidungen auf dem rücken der Unternehmer ausbaden. Da sollte man den Markt gewähren lassen.

4. Ja, aber er hat auch einen anderen Effekt, die Manager sind gezwungen kreativ zu sein, und nicht nur an der Kosten schraube zu drehen. Das Unternehmen mit dem besten Produkt/Service wird Marktführer. Nicht das Unternehmen das am günstigsten ist.

5. Nein, dem normalen Arbeiter bringen die Gewerkschaften nichts. Die Wirtschaften wie unsere Politiker nur in ihre eigenen Taschen.

6. In der Gesellschaft die wir noch vor 10 Jahren hatten war die Stabilität sehr wichtig. Aber mit Schrittweisen Abschaffung der Bürgerrechte wegen des Internationalen Terrorismus müssen sich die Regierung und die Wirtschaft darum mittelfristig keine sorgen mehr machen. Dann wird die Stabilität wie zu zeihten der Deutschen Demokratischen Republik gewährleistet.

@ Mein Senf

Alle sind sie sofort dabei wenn es darum geht das Bürger mehr zahlen soll (Steuern, Sozialversicherung, Strom, usw...) nur wenn es darum geht wie der Bürger das bezahlen soll fühlt sich plötzlich keiner mehr zuständig. Die verantwortlichen sind dabei dieses Land mit Vollgas vor die Wand zu fahren. Sie wissen es auch. Es interessiert sie nur wie viel sie abgreifen können bevor es kracht.

Geschrieben
@ Mein Senf

Alle sind sie sofort dabei wenn es darum geht das Bürger mehr zahlen soll (Steuern, Sozialversicherung, Strom, usw...) nur wenn es darum geht wie der Bürger das bezahlen soll fühlt sich plötzlich keiner mehr zuständig. Die verantwortlichen sind dabei dieses Land mit Vollgas vor die Wand zu fahren. Sie wissen es auch. Es interessiert sie nur wie viel sie abgreifen können bevor es kracht.

das ist kapitalissmus und im kapitalissmus hat eben eine moral kein platz. ;)

Gast
Geschrieben
das ist kapitalissmus und im kapitalissmus hat eben eine moral kein platz. ;)

Aber in der Sozialen Marktwirtschaft hat die Moral ihren platz, die einzige Chance ist dafür zu sorgen das sie wieder eingeführt wird. Erst in Deutschland, dann Europa und zu guter letzt im Rest der Welt.

Aber das wird ein Wunschtraum bleiben.

Geschrieben
Aber in der Sozialen Marktwirtschaft hat die Moral ihren platz, die einzige Chance ist dafür zu sorgen das sie wieder eingeführt wird. Erst in Deutschland, dann Europa und zu guter letzt im Rest der Welt.

Aber das wird ein Wunschtraum bleiben.

ja leider :(

Geschrieben

also werden wir wohl Sozialdemokraten wählen, die sind doch noch sozial, oder täusche ich mich da? omg jetzt fällt mir der Stuss von der Agenda 2010 wieder ein und mir wird schlecht.

Geschrieben
also werden wir wohl Sozialdemokraten wählen, die sind doch noch sozial, oder täusche ich mich da? omg jetzt fällt mir der Stuss von der Agenda 2010 wieder ein und mir wird schlecht.

In den Links von mir ist irgendwo ein Beitrag, in dem steht, daß bei dieser Agenda die Bertelsmann-Stiftung ihre Finger im Spiel hatte. Noch Fragen Kienzle?

Edit: Hier ist was Neues dazu.

"Mit rund 60 Millionen Euro im Jahr erstellt sie (die Bertelsmann-Stiftung) Ranglisten, lobt Preise aus, veröffentlicht Studien, organisiert Modellprojekte und lädt zu Kongressen ein. Ihre Mitarbeiter bohren Löcher und treiben Pflöcke in gewachsene Strukturen. Dann hoffen sie, dass ein Strom der politischen Reformbereitschaft über ihren Pflock fließt, der in den Strukturen steckt, bis er sie sprengt... und so nahm die Stiftung immensen Einfluss. Lange war das auch unumstritten. Die Stiftung fast unantastbar."

Zitat aus der Zeit

Geschrieben
Die verantwortlichen sind dabei dieses Land mit Vollgas vor die Wand zu fahren. Sie wissen es auch. Es interessiert sie nur wie viel sie abgreifen können bevor es kracht.

Der Meinung bin ich auch. Unsere " AnFührer" (sry , blöder Begriff) sind in so vielen Konzern - Vorständen involviert , das sie schon lange nur noch daran denken ihre eigenen Taschen zu füllen.

Eigentlich "dürften" Mitglieder des Bundestags nicht nebenbei noch in irgendwelchen Konzernen für 6 stellige € Beträge beteiligt sein.

Die sollten sich darauf konzentrieren unser Land zu regieren !!

Man könnte fast sagen, Deutschland verblödet beim Lesen (Sorry, das sehe ich so).

Wie war das mit den 8 Millionen "Bild" Leser die nach Österreich ausgewiesen werden ?? :lol:

Geschrieben

Um mal weg vom Beispiel Springer zu kommen: Ich wüsste offen gesagt nicht, wie ich mit 950 Euro Netto im Monat zurecht kommen soll. Hier im Rhein-Main sind die Mieten sehr hoch und für eine Zweizimmerwohnung zahlst Du locker 450 Euro aufwärts - und zwar kalt. Dazu kommen also noch Strom und Gas/Öl, etc. Meine Grundkosten belaufen sich zum Beispiel auf 750 Euro. Und da ist weder Essen, Telefon oder eine Zeitschrift enthalten. Und das hat in meinen Augen nichts mit Luxus zu tun, sondern mit dem Existenzminimum. Energie wird immer teurer, Lebensmittel werden immer teurer und welche Chancen haben Deine Kinder heute, wenn Du keinen Computer und Internet hast?

Vielleicht schaden Mindestlöhne ja unserer Wirtschaft, aber seht es mal so: laut Statistik beziehen 1,3 Millionen Menschen zusätzlich Leistungen vom Staat, weil das Geld nicht zum leben reicht. Und wer zahlt das? Wir mit unseren Steuerabgaben. Dazu steigt die Zahl der Zweitjobs immer weiter an und wenn man dazu noch die Zahl der Praktikanten rechnet, von den Unternehmen als billige Arbeitskräfte ohne Bezahlung eingesetzt werden (ebenfalls oft HartzIV-Empfänger), kann man schon nachdenklich werden. Staatlich subventionierten Niedriglohn würde ich das nennen und stelle die Behauptung einfach mal in den Raum.

Quellen (u.A.)

http://wirtschaft.t-online.de/c/13/48/75/92/13487592.html

http://wirtschaft.t-online.de/c/13/70/10/66/13701066.html

Geschrieben (bearbeitet)
Um mal weg vom Beispiel Springer zu kommen: Ich wüsste offen gesagt nicht, wie ich mit 950 Euro Netto im Monat zurecht

tja punk du hast es erfasst,und hier in berlin ist es nicht anders.

ich bin gezwungen das abitur nachzuholen,da ich im lebensmittelbereich einfach nicht ordentlich entlohnt werde....

im grunde will ich gar kein abi machen,muss es aber da sonst die gefahr besteht das ich in die armut abrutsche und das weil:

A:es zeitfirmen gibt die für dich geld bekommen,aber ca 3€ von ca.7€ die stunde in die eigene tasche stecken.

B:es firmen gibt die mitarbeiter einstellen und an supermärkten usw. verleien,aber im grunde das glieche sind wie bei "A" schon beschrieben.

daraus folgt...das die supermärkte aus zeit,geld und gründen der bequemlichkeit sich nur noch auf solche unternehmen verlassen.auch sind übernahme von mitarbeitern eher eine seltenheit,dazu kommt das es nur noch sehr wenige supermärkte gibt die selbst suchen.

gebt mal beim arbeitsamt berlin das suchwort verkäufer ein,90% der darin suchenden unternehmen sind verleih und zeitarbeitsunternehmen.

das wirklich schlimmer daran ist,das sich dies über die ganze breite der jobs in berlin zieht von handwerk,gastronomie bis zum verkäufer.....immer das gleiche spiel...ich vermute gar das sich dadurch ein neuer markt etabliert hat und das sich so nichts mehr ändern wird...dank hartz4 die sogar soetwas unterstützen und somit auch lohndumping betreiben.

es ist zum heulen.

ciao'

Bearbeitet von Ale42er
Geschrieben
Um mal weg vom Beispiel Springer zu kommen: Ich wüsste offen gesagt nicht, wie ich mit 950 Euro Netto im Monat zurecht kommen soll. Hier im Rhein-Main sind die Mieten sehr hoch und für eine Zweizimmerwohnung zahlst Du locker 450 Euro aufwärts - und zwar kalt.

Das haben wir regelmäßig im internen Forum der Firma, wenn es um Wohnungen im Rhein-Main-Gebiet geht, manche denken da, man will sie veralbern und schreiben so nach der Art, wer so blöde ist und das bezahlt und so...

Und wenn ich so ansehe, wie die Lebensmittelpreise gestiegen sind, ist das Wahnsinn.

Geschrieben

Darmstadt hat mit die höchsten Mietpreise in Deutschland. Natürlich kannst Du in einen Vorort ziehen - und die Ersparnis bei der Miete an der nächsten Tankstelle abgeben. Betrachte ich mir die Preise im Rhein-Main insgesamt, halte ich die Forderung der Gewerkschaften von 7,50 Euro pro Stunde sogar noch für zu niedrig. Macht 1200 Brutto bei einer 40h Woche, Steuerklasse I und angenommenen 14,4 Prozent KK - also etwa 900 Euro (896) Netto.

Das schlimme daran ist, dass vielen Menschen der Bezug zu diesen Summen fehlt. Auf dem Papier ist das natürlich viel Geld, aber real damit Wirtschaften? Das Beispiel des italienischen Unternehmers neulich fand ich deshalb sehr passend. Bevor einer der gewählten Volksvertreter über diese Gesetze entscheidet, sollte er selbst einfach mal einen Monat im Selbstversuch mit der festgelegten Summe über die Runden kommen. Natürlich sind das sehr pauschale Werte und die Lebenshaltungskosten sind nicht überall so extrem wie hier, aber eben auch nicht deutlich billiger.

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