KwanzaBot 10 Melden Geschrieben 12. Februar 2011 Die bisher geeinten Demonstranten (Revolutionäre) haben jetzt einfach die schwierige Aufgabe vor sich, am Verhandlungstisch einvernehmliche Lösungen zu finden. Aber das ist alles machbar. So vorbildlich, wie Ägypten Revolution gespielt hat, bekommen die den nächsten Schritt auch noch hin. Aber wie Osis sagt,: sollte sich die finanzielle Situation für den großen Teil der jungen Bevölkerung nicht in absehbarer Zeit verbessern, könnte die Lage auch wieder schwierig, also instabil, werden. Nur das absolut letzte, was passieren könnte, wäre ein erneute Diktatur (v.a. gesteuert durch die USA). Die Zeiten sind da erst mal durch. Das ist ungefähr genauso wahrscheinlich, wie das die Hoffnung der iranischen Mullahs aufgeht, die "Islamische Revolution" im Iran würde nun, nach exakt 32 Jahren, endlich Früchte tragen. Was eine Ironie der Geschichte, dass das Volk in Ägypten wirklich pünktlich revolutioniert hat und aber niemand den Gottesstaat herbei rief. In your face Mullahs. Al Arabija: Ägyptischer Informationsminister unter Hausarrest In Ägypten soll Informationsminister Al-Fiqi unter Hausarrest gestellt worden sein. Das berichtet der arabische Fernsehsender Al-Arabija unter Berufung auf Armeekreise. Gegen Al-Fiqi und weitere Mitglieder der Regierung des zurückgetretenen Präsidenten Mubarak waren zuvor bereits Reisebeschränkungen erlassen worden. Damit soll offenbar verhindert werden, dass sie sich im Vorfeld möglicher Korruptions-Anklagen ins Ausland absetzen. Auch einige Geschäftsleute dürfen das Land nicht mehr verlassen. Ihre Vermögen wurden eingefroren. - Die Macht in Ägypten liegt jetzt in der Hand der Armee. Sie hat bereits angekündigt, dass die von Mubarak eingesetzte Regierung bis zu Neuwahlen im Amt bleiben werde. http://www.dradio.de/nachrichten/ 12. Februar 2011 18:00 Uhr Muahahabarak
C.D.R.:Montana:. 54 Melden Geschrieben 12. Februar 2011 Hab auch irgendwo auf geschnappt glaube SPIEGEL das die Schweiz die Konten von Frau Mubarakakakaka für 3 Jahre gesperrt hat.
Underdog 4393 Melden Geschrieben 12. Februar 2011 Die haben schon anderweitig vorgesorgt, da würde ich mir keine großen Sorgen machen .
Osis 0 Melden Geschrieben 13. Februar 2011 Wow... jetzt stehts in den nachrichten, was ich gestern noch spekuliert habe: http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,745264,00.html Aber auch hier muss man schauen: Fliehen die Menschen vor der drohenden Demokratie, sind das womöglich die Folterer des Geheimdienstes? oder sind das Menschen die vor den Unruhen flüchten...
KwanzaBot 10 Melden Geschrieben 13. Februar 2011 Naja. Sicher sind da auch n paar Gauner dabei. Aber man muss auch beachten, dass die Revolution in Ägypten vermutlich hunderte Opfer gefordert hat und zwar v.a. aufm platten Land. Solche Situationen kann man ja gut nutzen, um unliebsame Personen zu entsorgen. Wie es in Tunesien abgelaufen ist, dazu hab ich nix gehört. Die Mehrzahl aller Flüchtlinge ist einfach unmittelbar oder mittelbar vom Tod bedroht. Entweder aus politischen/religiösen/ethnischen Gründen (letztere Option hat hier wohl den größten Anteil) oder die Menschen haben in ihrem Heimatland keine Möglichkeit ein Existenz-erhaltendes Auskommen zu sichern. Und in Tunesien war die Lage eh schlecht und wird jetzt erstmal schlechter werden. Während in Ägypten nicht von einer großen Flucht aus oben genannten Gründen zu rechnen ist. Die meisten Flüchtlinge kommen aber sicherlich nach wie vor aus Gegenden unter Nord-Afrika. In fast allen großen und vormals noch halbwegs stabilen Ländern bis zum Äquator runter ist doch grad irgendein Misthaufen am Dampfen. Engpässe bei der Nahrungsmittelversorgung sind großflächig prognostiziert durch den UNHCR und die Spekulation mit Grundnahrungsmitteln wird hier weiter für beständigen Druck sorgen. Hinzu kommt noch die Trägheit der Investitionen, die durch die Finanzkrise verschreckt wurden. Hinzu kommt da noch die sich verstärkende Konkurrenz zwischen Nahrungsmittelproduktion und Energiemittelproduktion (danke für den pseudo-Biosprit! EU). Letztlich lassen sich viele Flüchtlinge in den Bereich Wirtschaftsflüchtlinge einordnen. Die Möglichkeit zu Verhungern weil keine Jobs vorhanden sind, kann ja letztlich auch als n wirtschaftliches Kriterium betrachtet werden. Man muss sich aber schon vor Augen halten, dass Flüchtlinge nich auswandern sondern eben flüchten. Die Strapazen unter Lebensgefahr usw. nimmt man nicht aus freien Stücken auf sich oder weil man Benz fahren möchte, oder eher selten...
Osis 0 Melden Geschrieben 13. Februar 2011 Naja. Sicher sind da auch n paar Gauner dabei. Aber man muss auch beachten, dass die Revolution in Ägypten vermutlich hunderte Opfer gefordert hat und zwar v.a. aufm platten Land. Solche Situationen kann man ja gut nutzen, um unliebsame Personen zu entsorgen. Wie es in Tunesien abgelaufen ist, dazu hab ich nix gehört. Die Mehrzahl aller Flüchtlinge ist einfach unmittelbar oder mittelbar vom Tod bedroht. Entweder aus politischen/religiösen/ethnischen Gründen (letztere Option hat hier wohl den größten Anteil) oder die Menschen haben in ihrem Heimatland keine Möglichkeit ein Existenz-erhaltendes Auskommen zu sichern. Und in Tunesien war die Lage eh schlecht und wird jetzt erstmal schlechter werden. Während in Ägypten nicht von einer großen Flucht aus oben genannten Gründen zu rechnen ist. Die meisten Flüchtlinge kommen aber sicherlich nach wie vor aus Gegenden unter Nord-Afrika. In fast allen großen und vormals noch halbwegs stabilen Ländern bis zum Äquator runter ist doch grad irgendein Misthaufen am Dampfen. Engpässe bei der Nahrungsmittelversorgung sind großflächig prognostiziert durch den UNHCR und die Spekulation mit Grundnahrungsmitteln wird hier weiter für beständigen Druck sorgen. Hinzu kommt noch die Trägheit der Investitionen, die durch die Finanzkrise verschreckt wurden. Hinzu kommt da noch die sich verstärkende Konkurrenz zwischen Nahrungsmittelproduktion und Energiemittelproduktion (danke für den pseudo-Biosprit! EU). Letztlich lassen sich viele Flüchtlinge in den Bereich Wirtschaftsflüchtlinge einordnen. Die Möglichkeit zu Verhungern weil keine Jobs vorhanden sind, kann ja letztlich auch als n wirtschaftliches Kriterium betrachtet werden. Man muss sich aber schon vor Augen halten, dass Flüchtlinge nich auswandern sondern eben flüchten. Die Strapazen unter Lebensgefahr usw. nimmt man nicht aus freien Stücken auf sich oder weil man Benz fahren möchte, oder eher selten... Politische Flüchtlinge sind natürlich auch die bisherige Gauner... Die kleinen Fische, die alleine gelassen wurden. Aber eben womöglich auch die die direkt gefoltert haben und jetzt die Rache fürchten. Das sind eben nicht alles nur Opfer.
Ale42er 19 Melden Geschrieben 14. Februar 2011 na schauen wir mal, es ist immer noch möglich. das ägypten eine militär diktatur wird.