Rudi 1 Melden Geschrieben 13. November 2007 (bearbeitet) Prinzipell war die Idee des Freds gut... Mittlerweile bin ich traurig. Spiele sind Bestandteil unserer Gesellschaft, unseres Allltags unserer Kultur geworden. Wieso kann man da nicht ein wenig aufpassen, was man mit Spielen tut? Wieso sollten Spiele Freiräume bekommen, die man sich woanders nicht erbittet, eben weil sie so einen großen Bestandteil unserer alltäglichen Zeit eingenommen haben? Wenn es Spiele gibt, die klar eine einzige Linie fahren, dann darf man das bitteschön hinterfragen. Und dem Gesunden, kommt auch von ganz allein in den Sinn, das hinterfragen zu wollen. Krasse Weise: Ein Spiel einer rechten Gruppierung/Partei. Nur, weil es ein Spiel ist, wäre das in Ordnung? Sicherlich, macht das jeder für sich persönlich aus, aber er darf sich dann nicht wundern, wenn ihm der Wind von vorn ins Gesicht bläst, weil jemand anderes anders darüber denkt! Propaganda, egal wo, muß aufgedeckt und hinterfragt werden, auch, und vor allem in Spielen, diese werden nämlich von den Jüngsten genutzt und die sind allein durch ihr geringes Alter nicht genügend vorgebildet. Ich erinnere mich da an eine Sache hier im Forum, da wollte man 10Klässlern die KZs nicht zeigen, weil sie nicht fähig wären, das zu verstehen. Hier geht es darum, jeden Schund auf noch viel kleinere Menschen loszulassen. Daß das mit dem Jugendschutz nicht so ganz hinhaut, ist uns allen klar. Aber genau deshalb die Frage: Warum nicht für etwas mehr wirkliche Selbskontrolle durch die Spielergemeinschaft stimmen? Wirklich böse ist keiner von uns, aber wir haben alle gemeinsam, und gerade die verantwortungsvollen Spieler, die Aufgabe, die Jugend zu schützen. Jedenfalls dann, wenn wir uns lauthals darüber beschweren wollen, daß man den Erwachsenen das Spielen verbieten will, aufgrund jugendschutzrechtlicher Grundlagen und wenn das Spielen wieder als Grund für Amoklüäufe herhalten soll. Wenn nix ist, ist immer alles prima, wo ist die Wut gegen die Spieleverbietenwoller geblieben und die seinerzeit lauthals bekundete Fürsorgepflicht auch durch uns? Weg isse, bis das Thema wieder durch Politiker auf die Tagesordnung gesetzt wird, wenns dann nicht mal zu spät ist. Dann werden wieder alle tollen Argumente hervorgesucht, die hier im Fred schon wieder teilweise vergessen scheinen. Wer von den Serveradmins hat denn ein Kiddie, welches durch infantiles Verhalten auffiel, einfach mal danach gefragt, wie alt es sei, und nach der leider für immer ersten und letzten ehrlichen Antwort des Lümmels auf diese Frage, den Kicker aktiviert? Mir ist das noch nie vorgekommen. Ethik auch in Spielen! Wo denn sonst? € noch so Einiges hinzugefügt /€ Bearbeitet 14. November 2007 von Rudi
-=Punkbuster=- 166 Melden Geschrieben 14. November 2007 (bearbeitet) Ich denke man kann nicht die Handlung kritisieren und dabei das Grundkonzept außer Acht lassen. Hier geht es um Waffen und Kriegsmaterial. Produkte die im Endeffekt dazu da sind, dem Gegenüber das Leben zu nehmen. Wenn man also die Frage nach der Handlung von CoD4 stellt, muss man in meinen Augen auch das gesamte Prinzip in Frage stellen. Ist es ethisch vertretbar, sich wie ein Kind über den Sound eines Gewehrs oder einer Pistole zu freuen, oder dass diese besonders realistisch aussehen? Ist es vertretbar wenn manche 15jährige sich besser mit den einzelnen Waffen- und Truppengattungen der weltweiten Armeen auskennen als mit Heimatkunde und Biologie? Im Klartext also jede falsche Antenne an einem Panzer sofort erkennen, dafür aber weder die Bundesländer aufzählen noch eine Pappel von einer Kastanie unterscheiden können? Für mich gilt hier also ganz oder gar nicht. Entweder man hat ein Problem mit der Sache an sich oder sieht es wie beschrieben als Abbild der Realität in Form eines Spiels. Bearbeitet 14. November 2007 von -=Punkbuster=- Typo
b00zt 25 Melden Geschrieben 14. November 2007 stimmt, letzendlich sind es nicht zwingend die inhalte der Spiele, sondern die Zeit, die man dafür aufbringt...
Osis 0 Melden Geschrieben 14. November 2007 (bearbeitet) Jap. Ich denke es gibt Grenzen des Spaßes. Und alles was man übertreibt wird schädlich. Ein beispiel dafür ist z.B. die strkte Trennung bei uns im Modteam von fiktivem Spiel und Realität. ImVordergrund soll taktischer Spaß liegen und Teamplay. Also: - Keine politischen Aussagen - keine alleinstellung von reliogösen Merkmalen (alle Facetten sind mehr oder weniger deutlich aufgenommen) - Keine Unterstützung von Blutpatches... Ich finde "Zensur" immer anstrengend. Sind Bilder in Romanen die in der Phanatsie erzeugt werden (z.B. Dracula) harmloser? Warum heißten die Schauergeschichten... Ich denke die grenzen des ertrtäglichen sind fließend. Und gerade die subjekteve Defintion des "Ertragens" von Gewaltdarstellung ist sehr unterschiedlich. Auch eien Frage der eigenen Phantasie... Bearbeitet 14. November 2007 von Osis
Rudi 1 Melden Geschrieben 14. November 2007 (bearbeitet) Entweder man hat ein Problem mit der Sache an sich oder sieht es wie beschrieben als Abbild der Realität in Form eines Spiels. Heißt dann also, daß man mit der Realität an sich ein Problem hat, oder sie so hinnimmt, wie sie ist? Das wäre fatal, weil das auch bedeutet, das Gleichgültigkeit besteht. Wenn ich Realität und Spiel schon so in einen Topf werfe, muß ich auch beides gleich betrachten. Die Ethik wird doch in der Realität eingeklagt und gewünscht, im Spiel soll es dann aber wieder egal sein, obwohl das Spiel ja die Realität abbildet? Wenn Ethik, dann in der Realität und! im Spiel! Oder eben wirklich gar nicht, dann aber auch weder im Spiel noch in der Realität. Das allerdings wäre die schlimmste Erkenntnis, die man aus Spielen ziehen könnte und schon stehen wir wieder an dem Punkt, an dem Politiker Spiele verbieten wollen. Und in diesem Falle hätten sie aus meiner Sicht dann sogar die Pflicht dazu, wenn der "Normalo" es selber nicht hinbekommt. Immer noch und immer stärker für ein PRO Ethik in Spielen! Bearbeitet 14. November 2007 von Rudi
DerGrieche 0 Melden Geschrieben 14. November 2007 [...] Die Ethik wird doch in der Realität eingeklagt und gewünscht, im Spiel soll es dann aber wieder egal sein, obwohl das Spiel ja die Realität abbildet?[...] Das Problem ist, dass Ethik in den besagten Spielen sowieso vernachlassigt wird, was z.T. auch zum Spielerlebnis dazugehört... Ist das realistische Darstellen von Leichen (Ragdoll) ethisch korrekt und in Spielen notwendig? Nein, aber dennoch gehört es zum Spiel aus physikalisch-optischen Gründen dazu. Und genauso könnt man nur das kleinste bisschen an Gewalt/unethischen Dingen in Frage stellen bis zum kompletten Verbot dieser Spiele.
Rudi 1 Melden Geschrieben 14. November 2007 (bearbeitet) Nein, Battlefield 1942 zum Beispiel kommt da nicht in Frage. Und viele andere Spiele sicherlich auch nicht. Aber es gibt auch andere Zocks, welche sich da wesentlich grenzwertiger verhalten. Das ist Geschichte und das Spiel wurde auf ein für ein Spiel unabdingbares Szenario gelegt. BF2 z.B. behandelt ein Thema, welches noch present ist. Was damit "angerichtet" wird, weiß man gar nicht, daß der Spieler virtuell seinen momentanen Hass füttern könnte. Sicherlich kann das Spiel nichts dafür, aber einfach alles möglich zu machen, ist sicherlich nicht richtig. Ich habe soeben mit "dem Nils" darüber gesprochen. Er sagte, Blut muß nicht sein, aber z.B. in CS kann man anhand von Blutflecken an einer Hauswand sehen, ob man den weggelaufenen Spieler getroffen hat. Dagegen stelle ich mein Argument, daß man auch anders Trefferanzeigen realisieren kann. Siehe BF 1942, dort verändert sich einfach das Fadenkreuz. € Kein deleter, falls ich gemeint war, irgendetwas war grad mit dem Browser seltsam... hmmm /€ €2 ein unerfahrener Moderator kommt mit seinen neuen Knöpfen noch nicht zurecht und hatte meinen Beitrag gekillt, konnte aber über "Zurück" das Geschriebene retten, nun steht es hier /€ Bearbeitet 14. November 2007 von Rudi
DerGrieche 0 Melden Geschrieben 14. November 2007 Schon, aber wo liegen da die Grenzen? Das ist auch das was Punkbuster sagte, denke ich... Im Prinzip kann man alle diese Spiele als unethisch (oder ist Menschen Leid zuzufügen ethisch?) abstempeln und fertig! Und mMn lässt sich die Grenze nicht so einfach festlegen... Für den einen ist es Blut für den anderen die Erschießung wahrscheinlich Unschuldiger. Allgemein die Grenze durch Gesetze zu definieren halte ich auf jeden Fall für Falsch. Vielmehr sollten Spielehersteller selber darauf achten, dass ihre Spiele eine von ihnen gesetzte Linie nicht überschreiteen... So könnte man die Erschießung der Unschuldigen im Spiel z.B. mit einer späteren (im Storyverlauf unumgänglichen) Anklage vor'm Kriegsgericht relativieren bzw. für Falsch erklären. E: argh deleter -.- E²: Achso ok. E³: Reihenfolge wiederhergestellt
Ale42er 19 Melden Geschrieben 14. November 2007 (bearbeitet) ich habs jetzt gespielt und osis ich drücksmal vormehm aus, überbewertet die sache schon ganz schön krass. die zwei die schlaffen sind feinde und würden,wenn sie erwachen auf mich schiessen. desweiteren gibt es auch ne szene wo ein alter mann erschossen werden solle,der von dem spieler gertettet wird und dazu kommt das im ganzen spiel nicht ein wort über terroristen fällt. es geht um ein diktator der mit der macht des öles ein krieg gegen die westliche welt führt... welche nicht nur im arrabischen raum ausgetragen wird. also die diskussion ist in ordnung,wer aber hier cod4 als ethik falsch darstellt,hat einfach mal keine ahnung und sollte besser nichts dazu schreiben. gerne lese ich die diskussion weiter,aber bitte führt es mit anderesn beispielen aus. Bearbeitet 14. November 2007 von Ale42er
=kettcar= 259 Melden Geschrieben 14. November 2007 Ha Ethik, das ich nicht lache, was wird uns denn jeden Tag in der Tagesschau als Grundwerte verkauft? - Kriege gegen die, die angeblich gegen uns sind ist OK, die bomben wir in die Steinzeit mit Munition aus abgereichertem Uran. - Die Streiks der GDL sind Terrorismus usw. usf. HAHAHAHAHA da fallen mir bestimmt hunderte Beispiele ein. Wasser predigen sie, Wein trinken sie und aufs Volk wird geknüppelt. Sie predigen uns den Gewaltverzicht und klopfen Millarden Euro in die Rüstung und Kriege. Da stellt sich die Frage um was für eine Ethik es im Schluss dann geht, rein gedanklich gesehen. Ihre oder meine???? ich denke nicht das die ganzen Herren Kapitalisten und wie sie alle heissen, sich demokratisch umstimmen lassen. Und auch das Arbeitsrecht, auf dem unsere Gesellschaft basiert und das jetzt abgerissen wird, wurde blutig erkämpft. ich rede hier nur von mir persönlich, ich sehe das aus einer revolutionären Perspektive, die einfach auch Gewalt als Mittel schon geschichtlich, mit einbezieht. Es geht leider nicht ohne. Wenn die Welt mal friedlich miteinander lebt, dann können wir hier auch Friede, Freude, Eierkuchen predigen. Und das auch so weitergeben an unsere Kinder. Also um welche Ethik gehts denn hier? Um ihre verlogene, wenn wir gleichzeitig Waffen in alle Welt verkaufen? sry, das lag mir jetzt auf der seele
Gast Da_Baleno Melden Geschrieben 14. November 2007 Dass hängt alles zusammen. Man darf nicht zwieschen der Realität und den Onlinewelten unterscheiden. Dass wäre ein grosser Fehler. Wie ich schon gesagt habe, kommt es natürlich auf die Person an die zockt wie es aufgenommen wird. Aber nicht bei Allen bleibt dass ganze Folgenlos. BF2 z.B. behandelt ein Thema, welches noch present ist. Was damit "angerichtet" wird, weiß man gar nicht, daß der Spieler virtuell seinen momentanen Hass füttern könnte. Sicherlich kann das Spiel nichts dafür, aber einfach alles möglich zu machen, ist sicherlich nicht richtig. Ist ein gutes Bsp. Ich sag mal, 90% Der BF2 Zocker machen folgendes; - BF2 CD rein,Installieren - Grafik bewundern/bemekern - Gameplay kennenlernen - Sehen, dass es Spass macht und sogar Ranking hatt - zocken einfach drauf los um Punkte zu bekommen und aufzusteigen Ist klar dass man es nicht nur wegen dem Ranking zockt, soll ja keine Diskusion darüber werden. Aber was machen die anderen 10%??? Geniessen Sie es auf Karkand Leute aus dem MEC abzuschiessen?? Wird dass bewusst mit einer Hasseinstellung gemacht? Ich denke dass die Möglichkeit dass es so abläuft durchaus vorhanden ist. Solange solche Fälle da sind muss man dass ganze Ernster nehmen als es im Moment der Fall. Es wurden schon viele Sendungen ausgestrahlt die Härtfälle gezeigt haben und dass ganze in den ganzen Negativen einzelheiten aufgeteilt haben. Meistens waren in den Sendungen jedoch Kids (13 Jahre oder so) die sich nicht selber verteildigen konnten um auch vorteile ins Gespräch zu bringen (ich meine Sachen wie logisches denken, Vorstellungsvermögen, Teamarbeit in einem Squad oder so). Es MUSS drüber diskutiert werden, aber halt mit Fakten in Form von Pro und Kontra. COD4 werde ich mir mal anschauen, vorher kann dazu nicht viel sagen. Edit: Ach ja, sorry Rudi und derGrieche hab da echt ein durcheinander mit meinen neuen Knöpfen gehabt
Necro 0 Melden Geschrieben 14. November 2007 Immer die Leute die meinen sie können zwischen Spiel und Realität entscheiden und würden so nicht beeinflusst... Unbewusste Suggestion findet immer statt, warum sonst sollte eine Werbung 100mal am Tag laufen? Wenn man sie sieht, denkt man man ist nicht beeinflusst aber irgendwie wirkt sie immer.
Rudi 1 Melden Geschrieben 14. November 2007 Also um welche Ethik gehts denn hier? Es geht um unsere Ethik. Daß uns ihre nicht gefällt, wissen wir ja. Aber die unsere in einigen "dämlichen" Spielen zu verhökern ist genau der falsche Weg! Also: Deren Ethik anklagen, wo immer man kann. Aber es gehört eben auch dazu, die eigene nicht verraten zu haben, und vor Allem nicht, indem man die eigene Unethik gegen die Unethik der anderen aufwiegt. Dann wird da nämlich gar nichts. Einer muß den ersten Schritt gehen, auch wenn er schwierig ist. Die beiden, die sich ihr halbes Leben lang gegenseitig vorwarfen, der andere habe angefangen, sind nach einem ganzen Leben nicht einen Millimeter vom Fleck gekommen. Die Vorreiter sind es, die Größeres und Fortschritt erreichen, nicht die, die immerzu nur sagen, es ändert sich doch eh nix. Das sind die wahren armen Würstchen, weil sie sich mit ihrem Schicksal schon abgefunden haben.
TheConfusedFreak 0 Autor Melden Geschrieben 14. November 2007 Immer die Leute die meinen sie können zwischen Spiel und Realität entscheiden und würden so nicht beeinflusst... Unbewusste Suggestion findet immer statt, warum sonst sollte eine Werbung 100mal am Tag laufen? Wenn man sie sieht, denkt man man ist nicht beeinflusst aber irgendwie wirkt sie immer. Ich sehe das auch selbst an mir, weswegen ich mich dazu entschlossen hab in der Hinsicht etwas kürzer zu treten. Ich kann nur rein durch das sehen von Animationen, die ich immer und immer wieder gesehen hab, genau sagen wie man eine Ak oder eine M4 nachlädt, wie man damit umgeht, wenn die Waffe jammed (keine ahnung wie das auf deutsch heißt grad), ich weiß welches Kaliber durch welches Material geht, ich weiß wie ich Atmen muss um zu treffen (Das ist nur ein Punkt, ich könnte noch mit Gruppentaktiken, Flanken, Handzeichen und ettlichem mehr weitermachen). All das will ich eigentlich gar nicht wissen, und doch weiß ich es, weil ich es immer wieder gesehen hab. Und wenn ich genau weiß wie eine Waffe funktioniert, ist die Gefahr größer, dass man sie auch benutzt, wenn man mal in einer schwierigen Lage ist. Und ich wage einfach zu behaupten, dass dies Absicht ist, um die Menschen, grade die Jugendlichen, nicht nur für Waffen zu begeistern, sondern ihnen auch gleich mit auf den Weg zu geben wie was funktioniert, so dass sie es später richtig lernen / tun wollen.