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Bundeswehr oder Schweizer Armee? Ja - Nein

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Geschrieben
ich denke mal einfach das niemand lust hat sich von inen offizier ständig blöd anlabern lassen zu müssen.

Das ist meiner Meinung nach Schwachsinn... wenn man nicht gerade selbständig oder ein Top-Manager ist wird man immer jemanden über sich haben, welcher einer "blöd anlabert" wenn man einen Fehler macht.... und ich glaube die Berufstätigen können ein Lied davon singen, das man immer mal wieder ein ganz schönes Ars****** als Chef haben kann.

Btw wird man vorallem meistens eher von den Unteroffizieren (mit/ohne Portepee) doof angemacht..den Offizieren ist meistens alles wayne :P.

Übrigens denke ich, haben die meisten eher das Bild von Ausbildungen bei den US-Marines im Kopf wenn sie Militär hören... ist aber bei der BW ein kleines bisschen anders...auch in der AGA. Von der ich übrigens sagen, das die 3 Monate eine Erfahrung war die ich nicht missen möchte.. anstrengend auf jeden Fall (gut ich bin Sani..da weniger :P), aber wenn man Glück hat und so wie ich gute Kameraden und gute, erfahrene Ausbilder hat, kann die AGA recht geil sein^^.

Muss aber sagen, aus militärischer Sicht, ist die Wehrpflicht heutzutage unsinnig...sinnvoller wäre meiner Meinung nach Zivildienstpflicht, mit alternativen Dienst in den Streitkräften für beide Geschlechter.

PS. Das Argument "beim Zivilidienst lernt man sinnvollere Sachen" stimmt auch nicht immer...ein Kumpel von mir hat sich aus dem selben Grund gegen BW entschieden...und darf jetzt auf nem Friedhof Unkraut jäten... während ich mich zu den Sanis gemeldet habe, und eine 1 monatige Erste-Hilfe Ausbildung gemacht habe^^.

Geschrieben (bearbeitet)

Jetzt stellt sich aber die Frage, warum das Thema nicht in den Off-Topic-Bereich wandert.

Nicht, weil es nicht gesellschaftlich relevant wäre, sondern weil es dort doch wesentlich besser reinpasst, oder?

€: - wer sich ne Zivi-Stelle sucht, wo er Fahrdienst macht oder, wie angesprochen, Unkraut jähten darf,

ist einfach selbst schuld. Rihuge Kugel, ok. Aber dann brauch man sich auch nicht beschweren.

Bearbeitet von KwanzaBot
Geschrieben

also ich wurde vor 2 wochen gemustert (t2) und werde nach dem abi wrsl eingezoge, genau weis ich es nocht nicht :/

ich wollte zum bund und versuche zu den gebirgsjägern zu kommen, falls ich da überhaupt etwas bewirken kann :D

Geschrieben

Gebirgsjäger? ist das sowas wie Gebirgsspezialist bei uns?

Nunja, ich sag mal soviel: Viel spass beim Erfüllen der Anforderungen ^^ (Ich weiss ja nicht was für Berge ihr in der BRD habt dass man das Gebirgsspezialist nennen kann)

Ich bin mit meinem schwimmenden Panzer zufrieden ^^

Geschrieben

hahaha :D

naja also gebirgsjäger halt vor allem für aufklärung und kampf im , richtig, gebirge ;D mit alpinem skilauf usw ;)

ich weis nicht was die spezialisten bei euch machen :D

ach und hohe berge haben wir auch :D

wenn auch nicht so viele ;)

Geschrieben (bearbeitet)

Hoffe ich darf als Ösi auch was dazu sagen :ugly:

Stimme Kwanza zu, dieses Thema sollte eher im Off-Topic sein, was auch der Grund ist, dass ich mich hierzu äußere, da ich in wirklich gesellschaftsreleventen Themen kaum bzw. nicht Poste (Einfach aufgrund dessen, dass es mir schlicht zu dumm ist, mit Leuten über das Internet solche Themen auszudiskutieren).

Nichtsdestoweniger vielleicht doch ein kleiner gesellschafsbezogener Ansatz für dieses Thema.

Macht die Wehrpflicht Sinn?

Teilweise. Auf jeden Fall ist es so, dass das Verständnis der Bevölkerung für eine Armee abnimmt, wenn dieses Land schon seit Jahrzehnten in Frieden lebt und neutral ist (wie es z.B. in Österreich der Fall ist) - auch nimmt die "Härte" der Ausbildungen ab.

Was aber auf jeden Fall wichtig und gut ist (und ich denke in D und in der Schweiz wird es ähnlich sein): Die Hilfseinsätze (vorrangig jetzt im Rahmen der Wehrpflicht im Inland). Ich denke hierbei an Schneeräumungen, Hilfe bei Überschwemmungen, etc.

Bei einer freiwilligen Armee könnte man diese Hilfe nicht wirklich gewährleisten, und man wäre auf freiwillige Helfer angewiesen, wobei es dann nie so diszipliniert/koordiniert zugehen würde wie im Rahmen eines Bundesheer-Einsatzes.

Von diesem Standpunkt aus betrachtet macht die Wehrpflicht also durchaus Sinn.

Andere Faktoren (und hier möchte ich auch auf Zivi zu sprechen kommen), können variieren.

Beim Bund kann man eine verdammt gute Kameradschaft erleben, vielleicht sogar auch Spaß und wenn man Glück hat, lernt man auch etwas das man später brauchen kann, z.B. Sanitäterausbildung.

Kann natürlich auch das absolute Gegenteil eintreffen: Miese Kameradschaft, und du verbringst deine Tage damit, die Kaserne zu fegen.

Selbiges gilt für Zivi: Wenn man in die richtigen Stellen kommt, kann man durchaus etwas bewirken und Menschen helfen. Oder aber in einer schlechten Stelle von den Vorgesetzten mies behandelt werden und dort - ebenfalls - nur die Drecksarbeit erledigen.

Der Zusammenhang zwischen virtuellem Spiel und echter Armee erschließt sich mir ebenfalls nicht ganz, finde ich auch unangebracht.

Bearbeitet von K98
Geschrieben

SEHR guter Beitrag K98. Wirklich sehr sehr gut formuliert und wirklich die korrekten Tatsachen gebracht!

Mit so Menschen kann man diskutieren! Wo wohnst du bitteschön? Ich komm auf ne Tasse Kaffee vorbei dann diskutieren wir weiter ;-)

Geschrieben

Hilfseinsätze im Inland? Also ich weiß nicht, kann das THW das nicht übernehmen?

Der Teil der "Vaterlandsverteidigung" kann man ja heutzutage vergessen. Viel mehr hat man ja die Wehrpflicht aufrechtgehalten, da bei Gründung der BRD man die Befürchtung hatte, ohne die Einflüsse der Durchschnittsbürger würde eine professionelle Armee eventuell einen Militärputsch durchführen.

Quelle leider nur Wikipedia, mein Lehrer in Gesellschaftslehre hatte das mal angesprochen:

Außerdem sollte die Wehrpflicht ein enges Bindeglied zwischen Staat bzw. Staatsbürgern und Armee sein. So sollte die Bildung eines „Staats im Staat“, wie er sich mit der Reichswehr in der Weimarer Republik nach dem Versailler Vertrag herausbildete, vermieden werden.

http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_de...Die_Wehrpflicht

Geschrieben
SEHR guter Beitrag K98. Wirklich sehr sehr gut formuliert und wirklich die korrekten Tatsachen gebracht!

Mit so Menschen kann man diskutieren! Wo wohnst du bitteschön? Ich komm auf ne Tasse Kaffee vorbei dann diskutieren wir weiter ;-)

Wie schon gesagt - Österreich ;)

Zurzeit bin ich in Wien zu finden, bin aber eher mobil unterwegs seit ein paar Monaten, vermutlich bald in Oberösterreich :P

Hilfseinsätze im Inland? Also ich weiß nicht, kann das THW das nicht übernehmen?

Der Teil der "Vaterlandsverteidigung" kann man ja heutzutage vergessen. Viel mehr hat man ja die Wehrpflicht aufrechtgehalten, da bei Gründung der BRD man die Befürchtung hatte, ohne die Einflüsse der Durchschnittsbürger würde eine professionelle Armee eventuell einen Militärputsch durchführen.

Quelle leider nur Wikipedia, mein Lehrer in Gesellschaftslehre hatte das mal angesprochen:

Außerdem sollte die Wehrpflicht ein enges Bindeglied zwischen Staat bzw. Staatsbürgern und Armee sein. So sollte die Bildung eines „Staats im Staat“, wie er sich mit der Reichswehr in der Weimarer Republik nach dem Versailler Vertrag herausbildete, vermieden werden.

http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_de...Die_Wehrpflicht

Tja, das ist die Frage.

THW und andere Hilfsorganisationen, die es ja in Umfang und Art der Tätigkeit ja mehr oder weniger wie Sand am Meer gibt, sind eine gute Sache.

Allerdings kann es vorkommen, dass manchmal einfach jeder einzelne Mann (und Frau) gebraucht wird. Manche Hilfsorganisationen basieren auf freiwilliger Basis, manche nicht. Da kann es schonmal dauern bis die Hilfe anläuft.

Das Bundesheer (so sehr es in Österreich auch gehasst sein mag von den unwilligen Rekruten), kann hier eine echte Hilfe sein. Klare Befehlsstruktur, schnelle Ausführung. So sollte es sein. Ich denke mal bei den deutschen und schweizer Pendants wird es ähnlich sein.

Leider (oder besser zum Glück!) musste ich nie an solchen Einsätzen teilnehmen (vor allem da ja vorrangig Kaderpersonal herangezogen wird), hätte aber, wenn es Gelegenheit gegeben hätte, gerne geholfen.

Zur Vaterlandsverteidigung: Da gebe ich dir vollkommen Recht. Landesverteidigung ist wohl heutzutage eher ein Randthema (auch hier: zum Glück!). Und wie schon erwähnt: Da nimmt das Verständnis der Bevölkerung für eine Armee definitiv ab.

Natürlich gibt es noch andere Aspekte, die es zu berücksichtigen gilt: Zahlt sich es wirtschaftlich aus? (Wohl eher nicht). Ruiniert man den jungern Männern nicht ihre Zukunftsperspektiven? (Schwer Arbeit zu finden, bis man den Wehrdienst abgeleistet hat) etc!

Da könnte man bestimmt Stunden diskutieren (wie mehr oder weniger über jedes Thema das eine gewisse Relevanz hat) und würde immer noch nicht zu einem definitiven Schluss kommen.

Geschrieben

Nun wir in der Schweiz haben folgendes Problem.

Der Zivilschutz hat nicht die richtigen Mittel um grössere Katastrophen (Lawinen, Überschwemmung, Erdrutsche) gut genug zu beheben.

Der Zivilschutz bräuchte unterstützung von den zivilien Behörden, sprich Feuerwehr und Polizei, Sanität.

Diese haben aber nicht genug Personal also muss man sie aus der ganzen Schweiz zusammenziehen, wodurch dann in den Regionen, von wo her sie kommen, dort die Rettungskräfte fehlen und dann z.B. verunglückte dort nicht in einem angemessenen Zeitrahmen gerettet werden können, weil die Kräfte von weiter weg (zurück) fahren müssen.

Das Militär hat bei uns jederzeit Aktivdienstleistende, wodurch wir von der Armee jederzeit Personal stellen können, welche in den Katastrophengebieten helfen und bergen.

Dadurch müssen die Zivilen Rettungskräfte (z.B. die aus Basel oder Zürich) nicht nach Zerrmatt in einen Einsatz.

Geschrieben

Was ich aufjedenfall wichtig finde, ist wenn man z.B. Zivi macht, dass man da nicht nur da herumhockt und mit dem Krankenwagen ums Krankenhaus fährt etc. Sprich die Leute sollten schon was nützliches tun, ansonsten kann man es gleich lassen und in der Zeit könnten die Leute eine Ausbildung machen/sutdieren usw.

Geschrieben

Finde das Thema sehr interessant :)

Bin nun seit einem Monat ein Grundwehrdienstleistender bei der Bundeswehr. Sicherlich ist es hart und an manchen Tagen verfluche ich es, dass ich so scharf auf die Bundeswehr war, aber meistens macht es einfach Spaß. Meine Ausbilder sind super drauf (wenn man sie nicht gerade anpisst), meine Kameraden sind auch gut und die Ausbildung ist sehr lehrreich, wenn ich es mal so nennen darf. Vergessen, dass man auf die Realität vorbereitet wird, tut man jedoch nicht, also ich persönlich habe immer den Ernstfall im Hinterkopf. Die meisten meiner Kameraden sind freiwillig bei der Bundeswehr, was die ganze Sache natürlich noch angenehmer macht.

Der Zivildienst ist jedoch auch Notwendig, viele Krankenhäuser oder Einrichtungen sind auf Zivildienstleistende angewiesen und ich sehe sowas auch als gute Alternative zur Bundeswehr an.

Wenn ich aber den Kontoauszug von mir und meinem Kumpel (Zivi) angucke und vergleiche, dann kriege ich Tränen in den Augen. Vllt. entscheiden sich viele einfach für den Zivildienst, weil sie in ihrem eigenen Bett schlafen können, mehr Geld kriegen und sich einfach nicht überanstrengen müssen.

Wie ist das eigentlich in der Schweiz? Muss man da dann auch eine alternative Dienstleistung absolvieren, wenn man den Kriegsdienst verweigert? (Ich schätze mal schon).

Und gleich noch eine Frage hinterher: Hat die Schweizer Armee eine Nahkampfwaffe? Also Messer oder so etwas in der Art? Meine Nahkampfwaffe heißt Klappspaten...

Junker grüßt

Geschrieben

Ich war vor ein paar Jahren bei der Bundeswehr und muss sagen dass mir es da klasse gefallen hat.

Wir haben da eiglich nur rumgehangen, gesoffen usw. war ne lustige Zeit ;). Aber obs sinnvoll war ist ein anderes Thema, gelernt hab ich da nicht wirklich was. Aber naja Geld fürs nichts tun ist ja auch nicht schlecht.^^

Geschrieben
In Deutschland wollen (wie ich es mitbekommen habe) viele nicht zur Bundeswehr, in der Schweiz viele nicht zur Armee.

Was steckt dahinter?

1.) Falsche Vorstellungen über die Bundeswehr, zum Teil durch Vorurteile gepflegt.

2.) Purer Egoismus.

Wer aus einer Familie kommt in der niemand Wehrdienst geleistet hat, wird eher zum Zivildienst tendieren.

Hauptsächlich betrifft das die bildungsbürgerliche Elite - also die Kinder von Lehrern und anderen Beamten die das Gymnasium besuchen.

Wenn Lehrer, Eltern, Verwandte niemals selber Wehrdienst geleistet haben und nur Vorurteile über die Bundeswehr wiedergeben wird man sich kaum für den Wehrdienst entscheiden.

Das ganze ist dann meist mit einer gewissen Überheblichkeit verbunden, und oft findet man in Äusserungen dieser Leute oft die Meinung das die Bundeswehr ein Ort ist, an dem sie als Teil der zukünftigen Elite nichts zu suchen haben.

Schließlich könnte man dort mit Menschen niedriger Sozialer Schichten in Kontakt kommen, im schlimmsten Fall könnte diese sogar als Vorgesetzte auftreten.

Und da gibt es auch noch die Tatsache das man ohne Wehr- oder Zivildienst schneller Studieren und Geld verdienen kann.

Wer natürlich eine gewissen sozialen Stand angehört und z.B. Ärzte oder Juristen im Familien oder Bekanntenkreis hat, fällt es leichter sich vor dem Wehr- oder Zivildienst zu drücken, etwa durch passende Atteste oder durch ausnutzen der Bürokratie.

Und ja es ist durchaus erlaubt dass dieses Thema in eine Diskussion um die Notwendigkeit der Bundeswehr / Schweizer Armee übergeht.

Hm, sind Streitkräfte notwendig ?

Momentan oder generell ?

Momentan sind sie z.B. für die Schweiz möglicherweise nicht notwendig, aber kann man garantieren das dies immer so sein wird ?

Wenn ich mir ansehe wie die kleine Schweiz zum Teil von der deutlich größeren Bundesrepublik Deutschland in Sachen Finanzpolitik angegangen wurde wohl eher nicht. Schon allein um die deutsche Kavallerie zu stoppen ;)

Ausserdem sind die meisten Staaten Teil eines kollektiven Verteidigungsbündnisses, und der Einsatz von militärischer Gewalt ist ein politisches Mittel dieses Systems.

Wenn es darum geht wie 1990 ein UN Mitglied das von einem Nachbarstaat überfallen und anektiert wurde zu befreien, oder wie 1990 - 96 humanitäre Hilfe in einem Bürgerkriegsland militärisch ab zu sichern, oder wie 1995 ein Flüchlingslager beschützt werden soll sind Streitkräfte dazu nötig.

Auch wenn sich die meisten Europäischen Staaten - wie 1990 - 1999 in Somalia, Ruanda, Bosnien - lieber davor drücken.

( Natürlich kann man statt dessen auch Lichterketten bilden und Solidaritätskonzerte geben... ;) )

Generell sind also Streitkräfte nötig, selbst wenn sie momentan eventuell nicht benötigt werden.

Wie seit ihr zum Thema Militärdienst ja/nein eingestellt und wie steht ihr zur Bundeswehr / Schweizer Armee?

Begründet bitte eure Meinungen ^^

Einer meiner Vettern hat Wehrdienst geleistet, einer ist Zeitsoldat, einer ist Dienstuntauglich und mein Bruder hat Zivildienst geleistet.

Ich selbst hab bei der Bundeswehr keine negativen Erfahrungen gemacht, was ich darauf zurückführe das ich bereits vorher eine Berufsausbildung gemacht hatte und es gewohnt gewesen bin mit Menschen umzugehen die Aufgrund Funktion oder Erfahrung mir vorgesetzt gewesen sind.

Ich hab auch keine Probleme gehabt, gegenüber diesen Menschen kritik zu üben.

Allerdings habe ich auch nie versucht ihre Autorität zu untergraben oder ins lächerliche zu ziehen.

Ich bin der Meinung das wir eine Wehrpflicht brauchen.

Als Staatsbürger hat man viele Privilegien, die ein einfacher Einwohner nicht hat. Dazu zählen z.B. die ganzen sogenannten Ausländer, die hier in Deutschland schon zum Teil in dritter Generation ansässig sind.

Zu den Rechten die ihnen verweigert wird, zählt u.a. das aktive und passive Wahlrecht.

Die Wehrpflicht ist die einzige Pflicht die den Privilegien gegenüber steht.

Allerdings sollte die Wehrpflicht freiwillig sein, ( ja, ich weis, nette Formulierung ;) ) und für Männer und Frauen gelten.

Nur wer seinen Wehrdienst abgeleistet hat sollte das aktive und passive Wahlrecht erhalten.

Schließlich bestimmt er durch seine Wahl ja auch indirekt mit darüber ab, ob und wie das Militär eingesetzt wird.

Wer ein freiwilliges soziales Jahr ableistet oder aktives Mitglied in den Jugendorganisationen von Feuerwehr, THW, DRK oder anderer vergleichbaren Sozialen Organisation ist sollte von dieser Wehrpflicht befreit werden.

Für viele die sich jetzt schon in solchen Organisationen engagieren (darunter viele junge Frauen) dürfte das sogar eine Verbesserung sein.

Wer lieber schnell studieren will um schneller dick Kohle zu machen kann dies, muß halt nur auf seine Wahlrecht verzichten. Als kaltherzige Neoliberale sollten sie das Geschäft aber akzeptieren.

Wer als extremer Rechter / Linker / Christ die BRD ablehnt sollte damit auch kein Problem haben.

Ich hab vor das hier etwas zwei-Länderisch gesehen zu führen. Sprich: Auch Schreiber aus Deutschland dürfen ihre Meinung zum Schweizer Militärsystem vermerken ;)

Prinzipiell halte ich das Schweizer System von kurzer Grundausbildung und regelmäßigen Übungen für besser.

Aufgaben der Wehrpflicht sind es Staatsbürgern die nötigen Fertigkeiten und Kenntnisse bei zu bringen die es ihm erlauben zur Not den Staat mit der Waffe in der Hand zu verteidigen.

Und mit "zur Not" ist auch die Verteidigung gegen den Staat gemeint, falls dieser Staat wie Deutschland 1933 anfängt seine Bürger zu verfolgen, zu unterdrücken und zu ermorden.

Dazu muß der Bürger nicht wissen wie er einen Kampfjet fliegt oder Panzer fährt, er muß nur wissen wie man mit einem Sturmgewehr und Handgranaten umgeht und sich im Gefecht mit Handwaffen verhält, etwas das man in einer kurzen Dienstzeit und regelmäßigen Übungen erreichen kann.

Für die Verpflichtungen im Rahmen der kollektiven Sicherheitssysteme muß es natürlich auch länger dienende Zeitsoldaten geben.

Momentan scheint die BRD aber auf einen anderen Weg zu sein.

Die zukünftige Elite verweigert den Wehrdienst und drückt sich zum Teil selbst vor dem Zivildienst, entscheidet dann aber später in Politik und Verwaltung mit über Militäreinsätze.

Versuche an Hochschulen Berufs und Zeitsoldaten zu werben wird mit massiven Widerstand linker Gruppen begegnet.

Im Endeffekt bleiben damit nur noch die sowieso Ausgegrenzten als Zielgruppe für das Militär übrig.

Langfristig wird das wohl dazu führen das der Kontakt zwischen Streitkräften und großen Teilen des Militärs verloren geht.

Ausser den Menschen in deren Familie es eine militärische Tradition gibt, werden bloß noch die zum Militär gehen die keine andere Wahl haben, während große Teile der gesellschaftlichen Elite deswegen mit Herablassung auf die Streitkräfte schaut (bestätigt es doch ihre Vorurteile das nur die Dummen und die Militaristen zum Bund gehen), aber denoch über ihren Einsatz entscheiden werden.

Geschrieben

WORD!

Allerdings widerspricht deiner Theorie dass mein Vater beim Bund war und ich auch gehen werde :D

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