ProfAbsurdis 76 Melden Geschrieben 15. März 2011 (bearbeitet) Gleichspannungs-Steckdosen Nö, braucht man nicht, kann man elektronisch lösen. €: In Kraftwerksdimensionen gerechnet, hätten diese ebenfalls riesige Verlustwärme Es geht doch eben darum, Kraftwerke im herkömmlichen Sinn überflüssig zu machen. Deswegen wäre es doch Quatsch, Strom aus Kraftwerken sofort gleichzurichten. Bearbeitet 15. März 2011 von ProfAbsurdis
-=Geronimo|Ger=- 0 Melden Geschrieben 15. März 2011 (bearbeitet) @Gero Vielleicht bin ich gerade etwas neben der Spur, aber ich verstehe es wirklich nicht was möchtest du uns sagen ? Ist das ein Pro-Wechselspannung Posting ? Nein, nur das bei einem Umstieg auf Gleichspannung in der Energiebilanz nicht viel dabei rauskommt. Würde man dann noch den Gesamt-Energieaufwand, der europaweit bei einer Umstellung von Wechsel- auf Gleichspannung anfällt, berücksichtigen, wäre der Nutzen vermutlich negativ. Interessant zur Öko- und Energiebilanz von vielen Ökoprojekten ist auch ein Artikel im aktuellen Spiegel. Zitat hieraus: Niemand rechnet genau nach, ob die Milliarden, die in den Umweltschutz gehen,sinnvoll investiert sind. Der Bürger kann es nicht beurteilen – und viele Fachleute, die von den Problemen leben, vor denen sie warnen, haben an solch einer Bilanz kein Interesse. Ein beträchtlicher Teil des Geldes fließt in Expertisen, Risikofolgeabschätzungen und Gütesiegel. Im Lobbyistenverzeichnis des Bundestags liegt die Zahl der Verbände und Kommissionen, die sich dem ökologischen Fortschritt verpflichtet fühlen, gleichauf mit den Interessenvertretern aus der Pharmabranche oder Verkehrsindustrie. Gleichspannungs-Steckdosen Nö, braucht man nicht, kann man elektronisch lösen. Klar....Pumpenmotoren z.B. laufen mit Wechselstrom, dann braucht man Hochleistungs-Wechselrichter als Adapter. Oder man wirft die bestehende Pumpe weg und kauft eine neue Gleichstrompumpe. Und das gilt für für alle bestehenden herkömmliche Geräte wie Bügeleisen, Waschmaschinen, etc. Hier braucht man Adapter, die kosten leistungsabhängig mehr oder weniger viel Geld. Rechnet man dann noch die Ökobilanz für die Hundertmillionenfache Herstellung und Entsorgung dieser Geräte hinzu.....dann braucht man glaube ich nicht weiter darüber nachzudenken. Bearbeitet 15. März 2011 von -=Geronimo|Ger=-
Buggy McDermit 165 Melden Geschrieben 15. März 2011 (bearbeitet) Wie kommt ihr da jetzt überhaupt drauf Gleichspannung in die Haushalte zu liefern ? Bisher ging es doch um die effizientere Langstreckenübertragung mittels HGÜ gegenüber Wechselspannungsleitungen. Bei Wechselspannung wird doch auch ständig "rumtransformiert". Höchstspannung -> Hochspannung -> Mittelspannung -> Niederspannung Interessant zur Öko- und Energiebilanz von vielen Ökoprojekten ist auch ein Artikel im aktuellen Spiegel. Naja, die Diskussion hatten wir ja letztens schon mal Biosprit gilt ja scheinbar auch als Ökoprojekt und die Lobby besteht aus Autobauern, Bauern und Ökospritherstellern. Die großen Energieversorger bauen ja mittlerweile auch Windparks und Solarparks und wären damit theoretisch auch ein Teil der Ökolobby. Ich finde solche allgemeinen Aussagen wie dein zitierter Abschnitt aus dem Spiegel irgendwie "unklar definiert". Denn wo Öko drauf steht ist nicht immer Öko drin das ist nicht nur bei Nahrungsmitteln so mit ihren tausend Pseudosiegeln. Edit: +i Bearbeitet 15. März 2011 von Buggy McDermit
ProfAbsurdis 76 Melden Geschrieben 15. März 2011 Ich dachte bis eben noch, es gänge darum, das z.B. Photpvoltanikanlagen nur Gleichstrom liefern, man eben diesen Gleichstrom auch problemlos über sehr lange Distanzen transportieren kann und somit Solaranlagen z.B. in der Sahara auch denkbar für die Energieversorung Europas wären. Es hält uns doch keiner davon ab, solange wechselstrombetriebene Geräte in der Mehrzahl sind, diesen Gleichstrom in Wechselstrom zu wandeln. Gleichzeitig aber Geräte so auszustatten, dass diese wahlweise mit AC oder auch DC befeuert werden können (etwas in der Art wurde gemacht, als die Netzspannungen von 110V auf 220V umgestellt wurden). Im gleichen Atemzug werden turnusmässig die Netze auf DC umgestellt. Wenn 99% des gesamten Netzes mit DC läuft, braucht man nur noch Gleichstromgeräte zu bauen. Natürlich geht das nur langfristig, ist aber m.M. relativ kostenneutral zu bewerkstelligen. Wirtschaftlich wäre es freilich unsinnig, Strom aus Kraftwerken von vornherein gleichzurichten, nur weil er sich so über größere Strecken transportieren ließe. Das meine ich auch nicht, sondern vielmehr wollte ich den gegebenen Vorteil des Gleichstroms in Photovoltanikanlagen gegenüber des jetzt genutzten Wechselstroms herausstreichen.
-=Geronimo|Ger=- 0 Melden Geschrieben 15. März 2011 (bearbeitet) Der Grund für die Langstreckenübertragung mittels Hochspannung liegt im Leitungswiderstand. Bei niedrigeren Spannungen würde der Leitungswiderstand überproportional zu Buche schlagen, d.h. ein Grossteil der Energie würde wegen der höheren Stromstärken durch der Erwärmung des Langstreckenkabels verloren gehen. Mit Hochspannung von einigen zig-tausend Volt minimiert man dies. Und das hat jetzt rein physikalische Gründe und ist bei Gleich- als auch bei Wechselspannung das Gleiche. Würde man ein Hochspannungs-Gleichstromnetz etwa von der Sahara nach Mitteleuropa legen, könnte dies natürlich in Gleichstrom erfolgen. Wie soll dann technisch das Heruntertransformieren der Gleichspannung in dieser Leistungsdimension stattfinden? Transformatoren arbeiten nur mit Wechselstrom. Bearbeitet 15. März 2011 von -=Geronimo|Ger=-
Buggy McDermit 165 Melden Geschrieben 15. März 2011 Ich habe zwar vor Jahrhunderten nur "Schwachstromelektroniker" gelernt aber warum das gemacht wird war mir klar. Ich wollte das nur kurz erwähnen, da du ja vom Gleichrichten der Wechselspannung bei generatoren sprachst und welch Aufwand das wäre, da dachte ich mir "bei Wechselstrom ist ja auch nicht alles Gold was glänzt erwähne es mal". Aber irgendwie verrennen wir uns hier in PillePalle (Stromkrieg AC vs DC)
Buggy McDermit 165 Melden Geschrieben 15. März 2011 Würde man ein Hochspannungs-Gleichstromnetz etwa von der Sahara nach Mitteleuropa legen, könnte dies natürlich in Gleichstrom erfolgen. Wie soll dann technisch das Heruntertransformieren der Gleichspannung in dieser Leistungsdimension stattfinden? Transformatoren arbeiten nur mit Wechselstrom. Stromrichteranlagen / Konverterstation bspw. Thyristoren Ich verlinke nochmal den HGÜ Artikel bei wiki http://de.wikipedia.org/wiki/Hochspannungs...C3%9Cbertragung
meinereiner 156 Melden Geschrieben 15. März 2011 (bearbeitet) das ist doch alles erstmal egal, ob ac oder dc. Das interessiert doch net, hat beides vor und nachteile. Wichtig ist, eine energiequelle zu finden die für den standort deutschland interessant ist. WElche gibt es da? Windparks sind es z.b. nur bedingt, genau so wie photovoltaik anlangen. Windkraft geht im norden einigermaßen und photovoltaik im süden. beides aber nicht sooooo toll. Wasserkraft ist in de auch nicht das wahre. Was bleibt denn dann noch übrig? Was ist für de wirklich interessant? €: Vielleicht wäre ja eine art wasserstoffkraftwerk interessant? Wasser dürfte es dafür an den flüssen genug geben. Das einzige gefährliche daran ist die explosionsgefahr, aber gut. Das könnte man wahrscheinlich in den griff bekommen und falls es mal scheppert dann ist zwar alles im umkreis kaputt, aber nicht vergiftet Bearbeitet 15. März 2011 von meinereiner
LurchiDerLurch 0 Melden Geschrieben 15. März 2011 €: Vielleicht wäre ja eine art wasserstoffkraftwerk interessant? Wasser dürfte es dafür an den flüssen genug geben. Das einzige gefährliche daran ist die explosionsgefahr, aber gut. Das könnte man wahrscheinlich in den griff bekommen und falls es mal scheppert dann ist zwar alles im umkreis kaputt, aber nicht vergiftet hm was meinst du jetzt? wasserstoff oder wasser?
meinereiner 156 Melden Geschrieben 15. März 2011 wasserstoff, dachte das wird aus wasser gewonnen? Dann kann man es verbrennen oder was auch immer und damit strom erzeugen. Ganz am ende kommt wieder wasser raus? Oder bin ich da total falsch informiert?
LurchiDerLurch 0 Melden Geschrieben 15. März 2011 (bearbeitet) wasserstoff, dachte das wird aus wasser gewonnen? Dann kann man es verbrennen oder was auch immer und damit strom erzeugen. Ganz am ende kommt wieder wasser raus? Oder bin ich da total falsch informiert? total falsch ^^ aus wasserstoff + sauerstoff (sprich anzünden) wird wasser (h2 + O2 -> H2O) nennt sich knallgasreaktion und aus wasser wird.... wasserdampf? xD nein um wasser wieder zu trennen muss man wiederrum energie aufwenden. energie frei wird blos bei der oben genannten knallgasreaktion. Bearbeitet 15. März 2011 von LurchiDerLurch
R.est I.n H.ell 540 Melden Geschrieben 15. März 2011 Das erzeugen von Wasserstoff und Sauerstoff aus Wasser leistet nichts anderes als eine Art "Batteriefunktion". Die Energie, die man reinskteckt um es aufzuspalten wird dann später (vermutlich in Brennstoffzellen) wieder frei. Quasi ein Öko Akku
meinereiner 156 Melden Geschrieben 15. März 2011 (bearbeitet) ok gut, aber wenn das bei autos funktioniert kann das doch auch in großen kraftwerken funktionieren. Bearbeitet 15. März 2011 von meinereiner
R.est I.n H.ell 540 Melden Geschrieben 15. März 2011 Was genau soll in großen Kraftwerken funktionieren?
meinereiner 156 Melden Geschrieben 15. März 2011 also ich weiß ja wirklich nicht wie das funktioniert. Aber was ich gelesen hab soll es doch beim auto am ende mal so sein, dass man nur noch wasser tankt und das auto dann läuft. Also muss das doch auch bei stationieren kraftwerken funktionieren