Corsair 217 Melden Geschrieben 15. März 2011 "Norwegen könnte mit Strom aus Wasserkraft 60 europäische Atomkraftwerke ersetzen. Mehrere Firmen wollen ein erstes Kabel von Norwegen nach Deutschland verlegen, das Projekt NORGER. So könnte sauberer und billiger Strom (1.400 MW) in beide Richtungen fließen: Überschüssige deutsche Windkraft ließe sich in norwegischen Pumpspeicherkraftwerken speichern und bei Bedarf nach Deutschland zurückholen. Doch es fehlt eine simple Verordnung um das Seekabel ans deutsche Netz anschließen zu können. Für das zuständige Bundeswirtschaftsministerium besteht "kein Änderungsbedarf". Der Bundesverband Windenergie sieht NORGER durch die Bundesregierung blockiert." Report 20.9.2010 http://www.swr.de/report/-/id=233454/did=6...lbe6/index.html Das finde ich ja mal wieder krass. "Das Netz wird vom Atomstrom blockert" und "Windkraftanlagen werden abgeschaltet" weil sie zuviel Strom ins deutsche Stromnetz pumpen". Was macht die Merkel jetzt eigentlich wo sie die Laufzeitverlängerung ausgesetzt* hat ? Muss sie jetzt Millionen an Parteispenden an RWE und Vattenfall zurückzahlen ? Und was ist so schwer daran diese Verodnung um 1 einzigen Satz zu verändern ? Norwegischer Wasserkraftstrom könnte anzeigen ja das die Stromkonzerne uns abzocken,Oder wie ? *Ist ja nur ausgesetzt. Wenn sich die Lage beruhigt hat und in 3 - 4 Monaten keiner mehr von Japan oder Fukushima redet wird die wieder eingesetzt ?
N24Reporter 101 Melden Geschrieben 15. März 2011 *Ist ja nur ausgesetzt. Wenn sich die Lage beruhigt hat und in 3 - 4 Monaten keiner mehr von Japan oder Fukushima redet wird die wieder eingesetzt ? Du hast es erfasst. Edit: Das war natürlich polemisch, denn man kann nicht einfach aus so einem Vertrag zurücktreten, aber der Fade Nachgeschmack bleibt, da es ihnen zuzutrauen wäre.
Corsair 217 Melden Geschrieben 15. März 2011 Also doch nur Verarsche ³ Um den Pöbel momentan ruhig zu stellen. Ich hoffe das die bei den anstehenden Wahlen so was von "eins auf die Fresse" oder "nen obligatorischen Tritt in den Hintern" kriegen.
Sven 134 Melden Geschrieben 15. März 2011 Also doch nur Verarsche ³Word und das mit der Einspeiseverordnung ist nur noch ein Steinchen dazu und zeigt, daß die gar kein Interesse dran haben, am Status Quo was zu ändern. Und: Wenn Mappus in BW abgewählt wird, dann geht der doch wieder zu Siemens zurück (wo er herkam).
NordicViking 0 Autor Melden Geschrieben 15. März 2011 (bearbeitet) ... Report 20.9.2010 http://www.swr.de/report/-/id=233454/did=6...lbe6/index.html Man kann diesen Report gar nicht oft genug posten! Also bitte ALLE angucken!! Und dann soll noch mal einer behaupten, wir bräuchten immer noch AKWs! Verzieh dich nach Fukushima, Heiner Brüderle!! Bearbeitet 15. März 2011 von NordicViking
ProfAbsurdis 76 Melden Geschrieben 15. März 2011 Verzieh dich nach Fukushima, Heiner Brüderle!! Das liest der bestimmt, packt seine Koffer und is weg!
Buggy McDermit 165 Melden Geschrieben 15. März 2011 Warum denkt eigendlich jeder bei "der Wüste" an Afrika? Und warum überhaupt sollen diese Anlagen in der Wüste stehen? Portugal, Spanien, Italien, Griechenland, Türkei etc. alle dieser Länder eigene sich besser für solche Anlagen als die afrikanischen Sandwüsten. Denkt mal an die Umwelteinflüsse dort. Jeder der schon mal in einem Sandsturm gesteckt hat, und gesehen hat welche Sandmengen dieser transportiert weis was ich meine. Da kann man seine Solarpanels ausgraben gehen. Weil der Standort nach Studien am besten geeignet ist soweit ich weiß. Sonnenintensität, durchschnittliche Bestrahlungsdauer pro Tag, Wolkendecke und was weiß ich welche Faktoren. Griechenland und Türkei sind erdbebengefährdete Gebiete aufgrund des Punktes "Ausfallsicherheit" daher eher ungeeignet. Das mit den Sandstürmen ist m.W.n. in die Planung mit eingeflossen. Die Anlage ist "drehbar" (schon alleine um der Sonne zu folgen) und ich meine in einer Doku die ich vor Monaten mal gesehen habe hätten sie was von selbstreinigend durch Lotusblüteneffekt oder was weiß ich gesagt. Vielleicht finde ich die Doku wieder dann verlinke ich sie. Ich denke schon das sowas bei der Planung berücksichtigt wurde die wollen ja auch Geld damit verdienen. HGÜ hat auch einige Nachteile: - Leistungsschalter sind extrem schwer herzustellen und verschleißanfällig, da sich bei Gleichstrom Lichtbögen bilden. - Im Vergleich zu Drehstromtransformatoren sind die Stromrichterstationen: ---- fast nicht überlastbar (erhöht Ausfallgefahr) ----- technolgisch sehr aufwendig und dadurch um vieles teurer ----- auf "kurzen" Strecken sind die Verluste im Stromrichter größer, als an den Übertragunsleitungen ----- EVU's müssen beim Betrieb von HGÜ Systemen wesentlich mehr Ersatzteile für alle Anlagenteile bereithalten, da die Fehleranfälligkeit sehr viel höher ist als bei der Wechselstromübertragung ----- eine Lastflussteuerung ist in vermaschten Netzen in der Praxis extremst schwierig. ----- ab 500KV sind Freiluftanlagen (Umspannwerke) praktisch so gut wie unmöglich, da Feuchtigkeit und Schmutz ein Durchschlagen des Isolators verursachen kann Für die komplette Hochspannungsversorgung innerhalb eines Landes eignet sich HGÜ nach wie vor nicht. (Dies wurde vorher in dem Thema angesprochen) Einzig als Versorgungsleitung zwischen 2 Punkten (Kraftwerk <-> Umspannwerk) hat HGÜ klare Vorteile gegenüber Wechselstromübertragung. Für z.B. Unterseeleitungen über 80km, wird heute fast ausschließlich auf HGÜ gesetzt. - nicht so dramatisch wie es sich anhört, die HGÜ-Technik ist ja schon im Einsatz und die Schalter werden auch immer besser an so einem Schalter sollte es nicht scheitern, wenn man bedenkt welchen Aufwand und Genauigkeit eine Kernreaktorhülle verlangt - Der komplette Ausfall wird heutzutage durch mehrere Stromrichterbrücken oder zwei Gruppen von Reihenschaltungen in der Stromrichterstation verhindert. Durch diese Technik ist auch eine "kurzfristige" Überlastung von 50% auf den anderen Gruppen möglich sollte eine ausfallen. - für kurze Strecken will das auch keiner nutzen, aber da hast du recht mit den Umrichterverlusten - für Wechselstromtechnik brauche ich auch Ersatzteile, höhere Fehleranfälligkeit ist mir neu bitte um ne Quelle - vermaschte Netze werden bei Punkt-Punkt Verbindungen doch garnicht eingesetzt außerdem haben vermaschte Netze auch einige Nachteile - schon "lange" behoben bspw. Siemens bietet dafür Komposit-Isolatoren mit Silikonoberfläche an zumal die Isolatoren auch wieder "einfacher" sind als bei AC-Technik da sie keine Spitzenspannung aushalten müssen bei Gleichstrom ist der Effektivwert auch gleichzeitig der Spitzenwert. HGÜ verlangt auch keine Synchronität (relativ hoher Aufwand bei AC), da bei Gleichstrom kein Phasenwinkel vorhanden ist und damit ist er frequenzunabhängig dadurch können die angeschlossenen Netze asynchron sein. Naja, fast jede Technik hat auch einige Nachteile, aber die Vorteile liegen auf der Hand. Bei einer Übertragung von >2000km habe ich 5% Verlust auf der Übertragungsstrecke bei HGÜ plus 1% Verlust durch "Umrichtung" (bei Punkt-zu Punkt also insgesamt nochmal 2% kommen wir auf 7%) mit Wechselstromtechnik sind es 15%. Während ich bei 800KV Leitungen [Leistung 12.000 MW] bei HGÜ zwei Kupferkabel benötige sind es bei AC acht, das sind enorme Unterschiede in den Kosten u.a. durch die heutigen Kupferpreise, ich verbrauche auch weniger Land da die Trasse nicht so riesig sein muß und natürlich sind z.B. bei Oberlandleitungen für zwei Leitungen kleinere Masten im Einsatz. Für die komplette Hochspannungsversorgung innerhalb eines Landes eignet sich HGÜ nach wie vor nicht. (Dies wurde vorher in dem Thema angesprochen) Verschiedene Firmen arbeiten gerade an kombinierter Gleich- und Wechselstromübertragung mal schauen was es wird.
NordicViking 0 Autor Melden Geschrieben 15. März 2011 (bearbeitet) Verzieh dich nach Fukushima, Heiner Brüderle!! Das liest der bestimmt, packt seine Koffer und is weg! Mir würde schon reichen, wenn seine Ex-Wähler das lesen! Bearbeitet 15. März 2011 von NordicViking
ProfAbsurdis 76 Melden Geschrieben 15. März 2011 (bearbeitet) HGÜ hat auch einige Nachteile: - Leistungsschalter sind extrem schwer herzustellen und verschleißanfällig, da sich bei Gleichstrom Lichtbögen bilden. Man kann die Schaltung statt mechanischer Schalter auf elektronischem Weg bewerkstelligen. Damit entsehen keine Abriss-Lichtbögen und ordentlich berechnet, hält sowas (fast) ewig. Hier mal ein kleines Beispiel dazu (ohne groß zu suchen): KLICK Ströme bis zu 6 kA und Spannungen bis zu 8 kV Sind immerhin Leistungen von 48 MW, die mit einem Thyristor geschaltet werden können. Mit Kaskadierung wird da noch mehr möglich! €verwirrend geschrieben Bearbeitet 15. März 2011 von ProfAbsurdis
Sven 134 Melden Geschrieben 15. März 2011 Wechselstromtechnik hat auf lange Leitungen einen entscheidenden Nachteil: Die Verluste durch die Kapazitäten und Induktivitäten der Leitungen untereinander bzw. gegen die Erde. https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/w...tragungsverlust
Buggy McDermit 165 Melden Geschrieben 15. März 2011 (bearbeitet) Habe dank ProfAbsurdis Beitrag was gefunden. Infenion/Siemens haben da wohl auch schon eine Lösung gefunden. (HVDC Beschreibt HGÜ in Englisch) LTT-Beschreibung Edit: HVDC = HGÜ Anmerkung Bearbeitet 15. März 2011 von Buggy McDermit
ProfAbsurdis 76 Melden Geschrieben 15. März 2011 Mal nochwas zu Gleich und Wechselstrom: Eigentlich ist Wechselstrom Unsinn. Fast jedes elektronische Gerät muss Wechslstrom wieder in Gleichstrom umwandeln. Z.B. eure PC-Netzteile. Der Vorteil von Wechselstrom ist vielmehr ein technischer: Wechselstrom lässt sich einfach und preiswert aus rotierender Energie (Turbinen) erzeugen und in beliebige Spannungen transformieren. Das wars, mehr Vorteile gib es nicht. Nun ist aber schon vor laanger Zeit der Transistor und seine Artgenossen erfunden worden, sodaß wir heute in der Lage sind, aus Gleichspannung jede x-beliebige andere Spannung herzustellen. Falls benötigt, auch Wechselspannung. Wir könnten also langfristig alle Wechselspannungsgeräte gegen Gleichspannungsgeräte ersetzen. Wärmeverluste durch Umwandlung würde entfallen, somit wäre wieder ein kleiner Teil an Energie gespart.
N24Reporter 101 Melden Geschrieben 15. März 2011 Wen noch mehr Hintergründe interessieren, hier ist ein netter kleiner Auszug aus der Geschichte der Elektrizität: War of Currents, oder wie ich es gerne nenne Ac vs Dc! Oder noch Plakativer: George Westinghouse vs Thomas Edison
-=Geronimo|Ger=- 0 Melden Geschrieben 15. März 2011 Mal nochwas zu Gleich und Wechselstrom: Eigentlich ist Wechselstrom Unsinn. Fast jedes elektronische Gerät muss Wechslstrom wieder in Gleichstrom umwandeln. Z.B. eure PC-Netzteile. Der Vorteil von Wechselstrom ist vielmehr ein technischer: Wechselstrom lässt sich einfach und preiswert aus rotierender Energie (Turbinen) erzeugen und in beliebige Spannungen transformieren. Das wars, mehr Vorteile gib es nicht. Nun ist aber schon vor laanger Zeit der Transistor und seine Artgenossen erfunden worden, sodaß wir heute in der Lage sind, aus Gleichspannung jede x-beliebige andere Spannung herzustellen. Falls benötigt, auch Wechselspannung. Wir könnten also langfristig alle Wechselspannungsgeräte gegen Gleichspannungsgeräte ersetzen. Wärmeverluste durch Umwandlung würde entfallen, somit wäre wieder ein kleiner Teil an Energie gespart. Wie du schon sagtest, aus Generatoren wird erstmal Wechselstrom erzeugt. Zum Gleichrichten des Wechselstroms benötigt man wiederum Gleichrichter. In Kraftwerksdimensionen gerechnet, hätten diese ebenfalls riesige Verlustwärme. Und in den Endgeräten wäre nach wie vor eine Art Netzteilelektrinik zur Spannungssiebung und -stabilisierung nötig. Die stark wellige, und mit Spannungsspitzen versehene Netz-Gleichspannung würde ohne Sieb- und Regelschaltung viele Halbleiter im Betrieb zerstören. Also haben wir auf der Endgeräteseite auch wieder Verlustwärme durch Halbleiter und Widerstände in der Regelelektronik. Bei Verbrauchern ab 100W ist die bei der Regelung entstehende Verlustleistung genauso wie bei herkömmlichen Netzteilen in der Regel jeweils mit Kühlkörpern abzuführen. Dazu kommen Milliarden für neue verpolungssichere Gleichspannungs-Steckdosen. Jede Hauselektrik müsste genau nach Verpolungen überprüft werden. Etc, etc...
Buggy McDermit 165 Melden Geschrieben 15. März 2011 @Gero Vielleicht bin ich gerade etwas neben der Spur, aber ich verstehe es wirklich nicht was möchtest du uns sagen ? Ist das ein Pro-Wechselspannung Posting ?