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Gast Jarhead

Wieso "mögt" ihr Krieg?

Empfohlene Beiträge

Geschrieben

Guter Beitrag HiveGuard bin gleicher Meinung wie du , kann sowas nur nicht so gut schreiben :D

Geschrieben
BTW:

Toll, ET, wie du meine Posts zitierst und ein  *lol*  druntersetzt! Fällt dir etwa nichts Besseres ein, wie zum Beispiel ein Argument dagegen?

Geschrieben

mich interessiert es eher warum du ne amerika-flagge in der signatur hast ^^.

:gehtsnoch:

du bis nich nur gewaltätig, sondern auch böse und unmenschlich (;

Geschrieben

Zunächst offiziell:

@Shii

Wir handhaben es hier so, dass wir uns wenn möglich nicht beleidigen. Die Tatsache, dass jemand eine US-Flagge in der Signatur hat, macht den Menschen noch nicht böse, gewalttätig, oder unmenschlich.

Topic:

Ich denke es hat mehrere Gründe, warum dies so ist.

Zunächst ist seit Jahrtausenden Gewalt ein Mittel um seine Sichtweise, Willen durchzusetzen, auch wenn dies schon lange überholt sein sollte. Dies bewirkt jedoch, dass Buben seit Jahrtausenden Kriegsspiele spielen. Dies diente auch dazu, die Knaben auf ihre späteren ?Bestimmungen? vorzubereiten, ähnlich funktionierten die Puppenküchen für Mädchen.

Neben dem Anerzogenen, gibt es noch einen genetischen Hang zur Dominanz.

Der stärkere setzt sich fast überall im Tierreich durch.

Warum schauen wir uns Bilder an?

Da besteht, glaube ich wieder so ein widersprüchlicher Hang der Menschen dazu, sich Dinge fasziniert zu betrachten, welche sie eigentlich erschüttert, anekeln.

Quasi eine geistiger Masochismus.

Waffen:

Der Hang zu Waffen ist leicht erklärbar.

Waffen sind das direkteste Bindeglied zu Macht.

Alleine eine Pistole in der Hand zu halten vermittelt einem das Gefühl von Macht, oder von Angst. Aber auch Angst kann faszinieren.

Es spielt jedoch keine Rolle, ob es nun eine Pistole, ein Gewehr, ein Superschlachtschiff, oder ein simpler Faustkeil ist. Mit einem diese Utensilien ist man seinem unbewaffneten Gegenüber überlegen.

Und da sind wir wieder beim genetisch bedingten Hang zur Dominanz.

Geschrieben

Ich glaube nicht, dass es hier viele Leute gibt, die den Krieg "mögen". Virtueller Krieg ist so gesehen nur ein Zeitvertreib. Das lässt sich auf jedes Spiel projezieren, nicht nur auf Kriegsspiele. Selbst bei "Mensch ärgere dich nicht" ist das Ziel zu gewinnen und dem Gegner zu schaden. Das gleiche bei Autorennen und, und, und.

Der Unterschied zwischen dem virtuellen ballern und tatsächlich ein G3 in den Händen zu halten und damit zu schießen ist gewaltig! Eine echte Waffe zollt Respekt von ihrem Schützen. Niemand, der virtuell spielt würde reell mit einer Waffe so umgehen. Zum einen aus moralischen Gründen nicht, zum anderen aus physichen Gründen. Ein G3 auf Dauerfeuer im stehen würden 99 % der Leute hier nicht gehalten kriegen und sich einen Hörschaden zuziehen.

Das gleiche bei Autorennen. Wer kann von sich behaupten, mit einem Hochleistungssportwagen jenseits der 300 über eine Rennstrecke gefahren zu sein?!?

Die Frage, ob wir Krieg "mögen" dürfte sich eigentlich gar nicht stellen.

Was ich bis jetzt über den "wirklichen" Krieg gesehen und gehört habe, lässt mich den Krieg hassen!

Geschrieben

wir spielen, weil wir insgeheim den Drang zum Töten und zur Gewalt auferlegt bekommen. Ich nenne das mal Instinktverhalten... In der Evolutionsgeschichte musste der Mensch sich immer stärkeren Wesen beweisen und hatte es aufgrund seiner fortgeschrittenen kognitiven Möglichkeiten nun denn auch geschafft.

Das Besondere an der Sache ist nur, dass man den Drang zum Töten nicht eben offen zeigen kann, deshalb wird unser ärgster Wunsch in den von diversen sozialen Schichten hochangesehene Tätigkeiten sublimiert. Diese Gruppierung sind wir - wir setzen den Maßstab, dass "fraggen" und "headshot" glorreich sind. Nun, wenn einer nun, ein Neuer, den Drang verspürt, dass er Töten muss, es aber nicht real machen kann, aufgrund der verächteten Verhaltensweisen des Mordens auferlegt von den Gesetzesgebern und unserer Moral, sucht sich dieser Gleichgesinnte, die ebenfalls diesen Drang haben und ihn virtuell abbauen. Sein moralisch verächtliches Verhalten wird in hochangesehenes Verhalten sublimert.

Übrigens ist zwar Offtopic, aber man geht davon aus, dass unsere ganze Kultur auf der Sublimierung besteht. Das bedeutet, dass unser grauenhaftes Instinktverhalten durch moralisch, sozial hochangesehene Verhaltensweisen ausgetauscht wird.

Bsp.: Man wird Krankenschwester, um seine Sexualität auszuleben in Bezug auf den Wunsch andere Körper unsittlich anzutasten. Dieses Verhalten wäre anderswo moralisch nicht vertretbar.

Was ich letztendlich damit sagen will ist, dass wir alle Opfer unseres Instinktverhaltens sind und versuchen dieses mit einem Verhalten zu rechtfertigen, was in unser heutigen aufgeklärten Welt als nicht schlimm oder in Spielergemeinden sogar glorifiziert wird.

Geschrieben

Ist diese Analyse nicht einwenig verallgemeinernd?

Es gibt sicherlich sehr viele Krankenschwestern, welche dies aus Mitgefühl, dem Bedürfnis der Hilfestellung machen?

Auch hege ich eigentlich nicht den Hang zu töten...

Ich denke, dass die virtuellen Kriegsspiele vielmehr die Möglichkeit bieten seine Kindheit, sprich das Spielen von z.B. Räuber und Gendarm wieder auferstehen zulassen.

Oder für die jüngeren, die Möglichkeit bietet diese Spiele zu machen, ohne sich dabei wirklich anstrengen zu müssen, bzw. zu verletzen.

Ich kann mich noch an diverse Blessuren erinnern, welche ich bei solchen Spielen in meiner Kindheit davontrug....

Geschrieben
wir spielen, weil wir insgeheim den Drang zum Töten und zur Gewalt auferlegt bekommen... Nun, wenn einer nun, ein Neuer, den Drang verspürt, dass er Töten muss, es aber nicht real machen kann, aufgrund der verächteten Verhaltensweisen des Mordens auferlegt von den Gesetzesgebern und unserer Moral, sucht sich dieser Gleichgesinnte, die ebenfalls diesen Drang haben und ihn virtuell abbauen. Sein moralisch verächtliches Verhalten wird in hochangesehenes Verhalten sublimert...
Geschrieben

die Verleugnung ein solchen Instinktverhaltens ist selbstverständlich ebenso natürlich. Der liebevollste Mensch der Welt hat Aggressionen, die sich aufstauen und durch irgendeine Tätigkeit abgebaut werden müssen.

Ich finde Kriege und Gewalt scheisse
Geschrieben

Ich hab einmal ein Interview mit einem US Sniper bei den Marines gelesen. Er hat unter anderem gesagt: "würde man den kompletten Krieg im TV verfolgen können, würde keine Schwein mehr Fussball gucken". So krank es auch klingt aber Krieg ist und bleibt nun mal das interessanteste auf der Welt. Ich persönlich zocke auch Battlefield seit 1942. Aber mir geht es einfach nur um den Wettkampf und nicht darum ob viel Blut fliesst oder Gliedmaße abgetrennt werden. Der grösste Kick is für mich das messern. :rolleyes:

Geschrieben

Bestimmt wieder ein breites Spektrum an Antworten :rolleyes::D 0

Weil uns, besonders den Männern der Gattung, grundlegende eigenschaften in die Wiege gelegt wurden. Neben sehr vielen positiven Eigenschaften und Fähigkeiten auch der Jagttrieb. Der Trieb sich zu messen mit anderen im sortlichen wettkampf. Andere finden diese Erfüllung im Sport oder im Sammeltrieb.
Geschrieben
die Verleugnung ein solchen Instinktverhaltens ist selbstverständlich ebenso natürlich. Der liebevollste Mensch der Welt hat Aggressionen, die sich aufstauen und durch irgendeine Tätigkeit abgebaut werden müssen.
Geschrieben
Ist irgendwie ein Hang dieser Zunft, Menschen prinzipiell die primitivsten Bewehgründe zu unterstellen....
Geschrieben

Ich brauche das blutige und massenhafte Sterben auf einem Schlachtfeld nicht unbedingt "live" zu erleben um zu wissen das Krieg "scheisse" ist.

Geschrieben

du bestätigst mit diesem Satz nur meine These:

Du findest Krieg aber nur "scheiße", weil es von dir verlangt wird


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