KwanzaBot 10 Melden Geschrieben 4. Oktober 2010 (bearbeitet) Job. Erfurt rockt. Die Konstruktion sieht echt geil aus. Aber es ist ein Kopfbahnhof, oder erinnere ich mich falsch. Ich war vor 10 Jahren das letzte Mal dort. Egal. Es ist schon klar, dass ein Durchgangsbahnhof für Stuttgart ein Gewinn wäre. V.a. wenn man die Ost-West-Verbindung für Schnellzüge dadurch schließen kann. Und eine Verlegung unter die Erde ist für Stuttgart auch an sich sinnvoll, da die Stadt in nem Talkessel liegt und Platz teuer und beliebt ist. Nun muss man eben Abwägen und für mich ist klar: NoS21 weil das Projekt nicht verhältnismäßig ist. ca. 15.40 Uhr - Dokumentation: Bei Abriss Aufstand Der Protest gegen den Bahnhof Stuttgart 21 Film von Rudolf Rauschenberger und Dominik Lessmeister €: Link: http://www.bei-abriss-aufstand.de/ Allerdings ist der Server wohl abgeraucht... €2: Sehe gerade, die Doku ist auch U-Tube usw. verfügbar. Bearbeitet 4. Oktober 2010 von KwanzaBot
ProfAbsurdis 76 Melden Geschrieben 4. Oktober 2010 Naja, Leipzig ist auch ein Kopfbahnhof. Und ob jemals Fernzüge über S fahren, ist eher fragwürdig, da die alle über Würzburg fahren.
Corsair 217 Melden Geschrieben 4. Oktober 2010 Ich will mich jetzt nicht anhören wie anno 1930 rum, aber was uns noch hilft wär wirklich ein krasser Umsturz der oberen Ebene. Mittlerweile isses doch egal wer regiert, zu den Wahlen haben se alle ne große Klappe und am Schluss läufts ins gleiche Loch rein. Ich kann nichts anderes sagen als das ich dir zustimme. Und das zu einhundert Prozent. Die BLC denkt doch schon lange nicht mehr an das Volk,welches sie eigentlich gewählt haben sollte,sondern nur noch an die,die sie mit den höchsten "Parteispenden"sponsern. Für mich sind das keine "Parteispenden" sondern Korruption in Reinkultur. Die Konzerne (egal ob Banken,Energie,Autobauer,Pharmazie,Versicherungen ect.ect) schmieren und diese Lobbyisten machen die dazu passende Politik. Auf der Strecken bleiben die Städte,die Kommunen und wir,die den ganzen Scheiss bezahlen. Kennt jemand Ausnahmen? So gut wie jeder Bahnhof stinkt, sieht fies aus, bietet keinen Service bei jedem zweiten ist min. ein Fahrkartenautomat kaputt. Kann man von Düsseldofer Hbf nicht behaupten. Der wurde in den 80gern groß umgebaut und war deswegen für fast 10 Jahre geschlossen.Hauptsächlich wegen des Untergeschosses der U-Bahn Mit vielen Geschäften in dem Gebäude. Dort sind sogar Kneipen die die ganze Nacht geöffnet haben. Plus Lebensmittelgeschäfte,Parfümerien und die obligatorischen Tabak und Zeitungsgeschäfte. Dazu kommt ein gut sortierter Buchhandel wo man selbst Bücher bekommt die man sonst nirgends in der Stadt findet. Der Bahnhof ist sauber,wird auch regelmäßig gereinigt(meine täglich)und wird von den Düsseldorfer "Hilfssherriffs"(städtischer Ordnungsdienst mit lächerlichen rosa Baretts) überwacht. Ein Bild Hier ist das Problem nicht der Bahnhof sondern das sich vor und hinter dem Bahnhof Drogenumschlagplätze gebildet haben die hier mit großem Aufwand bekämpft werden.
Ale42er 19 Melden Geschrieben 4. Oktober 2010 ich weiss garbicht was das problem is. stuttgart 21 würd euch mehr geld in die kassen spühlen, mehr arbeitsplätze und weniger verkehrprobleme. also irgendwie kapier ich nicht ,was das problem is? städte wie leipzig würden sich freuen, wenn eine solche investition bei ihnen stattfinden würde. ciao'
Sven 134 Melden Geschrieben 4. Oktober 2010 Job. Erfurt rockt. Die Konstruktion sieht echt geil aus. Aber es ist ein Kopfbahnhof, oder erinnere ich mich falsch. Ich war vor 10 Jahren das letzte Mal dort. Egal.Nein, Erfurt ist und war kein Kopfbahnhof. Es gab dort schon immer Durchgangsgleise und von beiden Richtungen gab es auch Kopfgleise, wo die Züge begannen und endeten, die nur kurz in Erfurt Aufenthalt hatten. Ich bin allerdings seit dem Beginn des Umbaus nicht mehr mit der Eisenbahn dort langefahren, war aber mal kurz zu Fuß im Bahnhof, der Umbau ist ganz gut geworden, allerdings mit den Änderungen in Stuttgart nicht zu vergleichen. Auch gab es in den neuzigern mal das Projekt, den Frankfurter Bahnhof ähnlich umzubauen, damals sollten 4 (in Worten VIER) Durchgangsgleise ausreichen, den durchgehenden Verkehr zu bewältigen und einer der Hallen mit 5 oder 6 Kopfgleisen (von 24) sollten stehen bleiben. Zum Glück ist diese Vision in der Schublade verschwunden, ich weiß nicht was die geraucht haben, um solche Dinge aufs Papier zu bringen.
KwanzaBot 10 Melden Geschrieben 4. Oktober 2010 Jau. Ich hätte vorher mal den Experten fragen sollen. Ich meinte natürlich Leipzsch. Das ist trotzdem n schöner Bahnhof; Zumindest die Konstruktion ist es. Ale: Klar. Jedes Kaff und jeder Vorgarten würde sich über so ein Projekt freuen und wenn wir statt einem gleich tausend starten, haben wir auch keine Arbeitslosen mehr, theoretisch. Aber darum gehts doch gar nicht. Die Knete, die da in Prestige und Glamour gewandelt wird, könnte auch woanders ne Menge Arbeitsplätze schaffen... Vielleicht sogar in einem sinnvolleren Verhältnis? Sprich: Wie viele (nachhaltige) Arbeitsplätze bekommt man für x €uro Investition?
Osis 0 Melden Geschrieben 4. Oktober 2010 (bearbeitet) ich weiss garbicht was das problem is. stuttgart 21 würd euch mehr geld in die kassen spühlen, mehr arbeitsplätze und weniger verkehrprobleme. also irgendwie kapier ich nicht ,was das problem is? städte wie leipzig würden sich freuen, wenn eine solche investition bei ihnen stattfinden würde. ciao' Du glaubst auch an die Magistrale Paris- Bratislava? und an das CDU Wahlprogramm? Vielleicht findest du mal einen Eisenbahnkarte. Dann wird dir sehr schnell klar, dass Stuttgart kein Durchgangsbahnhof im eigentlichen Sinne ist. Das wirklich dramtische ist, das das Geld für wichtigere Projekte fehlen wird, unter anderem für Hochgeschwindigekitstrassen die seit Jahren beschlossen sind und auf die unsere Nachbarn warten. Aber das weißt du bestimmt schon. In Stuttgart geht es meiner Einschätzung nach um die Bereicherung des "Lokalqadels" der eng verstrickt mit dem Projekt die Taschen aufhält. Mal abgesehen davon das der Pendlerzielbahnhof für die nächste 10-15 Jahre im Chaos versinken wird. Köln, Essen, Kassel oder Berlin sind Durchgangsbahnhöfe. Stuttgart ist ein Zielbahnhof. Und wer von paris nach Brastsilava will, der fliegt. Bearbeitet 4. Oktober 2010 von Osis
the_Unforgiven 2 Melden Geschrieben 4. Oktober 2010 Um auch mal ein paar Gedanken zu dem Thema beizusteuern. Ich komme aus dem Großraum Stuttgart, wobei mir das ganze Projekt nicht wirklich ein Vorteil bringt. Aber ehrlich gesagt kann ich die ganzen S21 Gegner mit der Zeit auch nicht mehr verstehen. Aber um mal an einer Seite zu beginnen. Was mich bei dem Projekt wirklich aufregt, ist die Ignoranz mit der es durchgezogen wird. Da schwebt ein Ministerpräsident wie einst Major Tom durch Weltall und ist vollkommen losgelöst von der Realität. Ab und an faselt er etwas von gültigen Verträgen und daraus resultierenden „Schadensersatzforderungen“. Mal ehrlich, wenn mir ein Handwerker einen Kostenvoranschlag macht und dann eine mehr als doppelt so hohe Rechnung ausstellen will, dann kann dieser sich seine Verträge sonst wo hinschieben, weil die dann keine rechtliche Gültigkeit mehr haben. Ich habe keine Probleme damit, dass ein Bahnhof (der nun wirklich nicht gerade der schönste ist) abgerissen wird. Auch sind mir die dämlichen Bäume egal. Aber das mich „meine^^“ Landesregierung wie ein dummes Stück Scheiße behandelt und dabei wohl noch denkt das ich es nicht bemerke, das nehme ich denen wirklich übel. Aber auch die S21 Gegner sind meiner Meinung nach nicht viel besser. Da wird wegen des alten Gemäuers und der alten Bäume so ein Theater veranstaltet. Ist ja auch klar mit Bäumen kann man die Menschen dazu bringen etwas zu tun. Oder vielleicht auch nur zu Spenden. Plötzlich stehen die ganzen Umweltaktivisten auf dem Teppich. Ich will nicht wissen was die zurzeit so alles an Spendengelder einnehmen. Natürlich für den guten Zweck. Das ganze ist nach meiner Meinung doch auch nur eine Verarsche. Das eigentliche Problem, das die das ganze Politikergesocks total den Bodenkontakt verloren hat, scheint die wenigsten zu interessieren. Aber dieses Thema ist den meisten wohl zu trocken. Dabei kann man keine Bäume umarmen oder am Lagerfeuer auf ner alten Gitarre Kumba Jo spielen. Just my 2 cents
=kettcar= 259 Melden Geschrieben 4. Oktober 2010 (bearbeitet) heise.de, ganz netter Artikel Demokratische Legitimierungskrise und Verblendung Bearbeitet 4. Oktober 2010 von SWIZZ=kettcar=
Sven 134 Melden Geschrieben 5. Oktober 2010 Bei der Aufrechnung der Zeitersparnis sollte man eines nicht vergessen: Die rechnen alles zusammen, die reine Ersparnis durch das nicht Kopfmachen in Stuttgart beträgt so 3-5 Minuten, je nachdem was für ein Zug das ist. Und dafür die Milliarden auszugeben ist schon mit wie Cruise Missiles auf Kolibris zu schießen. Heute ist es ja meist so, daß die Züge an beiden Enden Führerstände haben, entweder weil es Triebzüge sind, oder weil es Wendezüge sind, wo ein Wagen mit Führerstand eingestellt ist, somit braucht am anderen Ende des Zuges nur der ablösende Lokführer einzusteigen, kurz per Zugfunk den eingefahrenen zu sagen, daß er da ist und ein kurzer Austausch über Probleme und das wars. Der Ankommende schaltet dann seinen Führerstand ab, damit der abfahrende Einschalten kann und das dauert maximal 5 Minuten, länger nicht.
N24Reporter 101 Melden Geschrieben 5. Oktober 2010 Zwar nicht ganz sachlich, aber es hat mich sehr amüsiert. ^^
Wicked 0 Melden Geschrieben 5. Oktober 2010 Das Unverschämte an solchen Projekten ist doch wohl... das die Städte andauernt erzählen es währe kein Geld da um z.B. Kulturelle oder Jugendangebote zu fördern oder zu erneuern und im gleichen Atemzug reden sie über Milliarden schwere Projekte die völlig unnötig sind und sich jedem Verständnis entziehen. Ich kenne die Situation in Stuttgart leider nicht aber wir haben hier in Wuppertal ein sehr ähnliches Problem. Hier soll auch ein Bahnhof mit seinem Vorplatz für Zehn Millionen Euro umgebaut werden während man im gleichen Atemzug Kulturelle sowie Jugendangebote schliesst weil angeblich kein Geld dafür da sei. Dies ist nur damit zu erklären, das hier für die Verantwortlichen enorme Gewinne zu erwarten sind die aber nichts mit dem fertigen Projekt zu tun haben sondern eher mit geschlossenen Verträgen und Subventionen die die Taschen immer schön füllen. Und ich denke selbiges geschieht auch in Stuttgart... Solche Projekte werden ausschliesslich zum Eigennutz deerer verwirklicht die daraus Profit schlagen und das ist nicht die Bevölkerung oder die Stadt selbst.
Mr. Klobuerste 464 Melden Geschrieben 5. Oktober 2010 Aber auch die S21 Gegner sind meiner Meinung nach nicht viel besser. Da wird wegen des alten Gemäuers und der alten Bäume so ein Theater veranstaltet. Ist ja auch klar mit Bäumen kann man die Menschen dazu bringen etwas zu tun. Oder vielleicht auch nur zu Spenden. Plötzlich stehen die ganzen Umweltaktivisten auf dem Teppich. Ich will nicht wissen was die zurzeit so alles an Spendengelder einnehmen. Natürlich für den guten Zweck. Das ganze ist nach meiner Meinung doch auch nur eine Verarsche. Das eigentliche Problem, das die das ganze Politikergesocks total den Bodenkontakt verloren hat, scheint die wenigsten zu interessieren. Aber dieses Thema ist den meisten wohl zu trocken. Dabei kann man keine Bäume umarmen oder am Lagerfeuer auf ner alten Gitarre Kumba Jo spielen. Just my 2 cents Also ich finde den Bahnhof jetzt nicht so hässlich. Wenn man nach Stuttgart fährt und den Turm mit dem Stern sieht weiß man sofort, dass man in Stuttgart ist. Und die Architektur von Bonatz fand ich jetzt auch nicht so schlecht, gibt in Tübingen auch ne Bibliothek von ihm. ^^ Zum Projekt gehört ja nicht nur der Umbau des Bahnhofes, sondern auch noch die Hochgeschwindigkeitsstrecke Wendlingen-Ulm... da gehört auch Geld dazu. Zu den (höherrangigen) Gegnern muss ich sagen, wenn ich im Fernsehen sehe/höre, bei einer "Diskussion", wie die dann rumgeifern und den anderen ins Wort fallen, wie wollen sie sich dann gesittet austauschen? Und Frauen die rumheulen und sich wie "im Krieg" fühlen...
Sven 134 Melden Geschrieben 5. Oktober 2010 @Wicked: Bei einem "einfachen" Bahnhofsumbau ist die Stadt gar nicht so groß dran beteiligt, in Stuttgart ist das anders, weil man da ja wesentlich mehr buddeln muß.