der.enforcer 354 Autor Melden Geschrieben 23. Januar 2007 Versteh mich da nicht falsch. Ich verlange für jeden seine gerechte Strafe. Auch will ich hier nichts verharmlosen oder die Täter in Schutz nehmen. Vielmehr will ich auf folgendes hinaus: Wie lang ist eine "angemessene" Strafe und Würde es die Autorität des Staates schmälern, wenn er Terroristen begnadigt?
Ale42er 19 Melden Geschrieben 23. Januar 2007 (bearbeitet) naja es geht ja nich darum ob sie je wiede frei kommen sollten, wenn ich das richtig verstanden habe,geht es darum ob man sie vor der mindest straffe mit ner bewerungsauflage schon freilassen sollte. jo hast auch recht enforcer, dazu gab es ja staaten die eine massen amnestie ausgesprochen hatten. nunja einfach is das thema nich...., also ich wäre auch dafür das nach dem gefängniss, ob vor oder nach der mindeststraffe. die raf leute weiterhin über ein paar jahre vom BND bewacht werden. Bearbeitet 23. Januar 2007 von Ale42er
ET 0 Melden Geschrieben 23. Januar 2007 Und falls du mit den 15-Jahren auf lebenslänglich anspielst, dies ist bei dem Schuldspruch die Mindesthaftzeit und nicht wie du es darstellst die Höchstdauer!!! ich meine damit das es ein kompliziertes system ist wo weitgehend noch alles so funktioniert wie es mal gedacht war. und ich meinte das eure auflehnung gegen begnadigungen, bewährung etc. so klingen als ob der rechtsstaat übergangen werden würde wenn man leute nicht exakt die maxiamldauer absitzen lässt die denen der richter vor jahren versprochen hat. den lenin (glaub ich) wurde von östereich über deutschland nach russland eingschleust, um politische unruen auszulösen und der war ja auch lange nich in russland und hatte seinen kampf verloren. konnte aber trotzdem nach dem ersten weltkrieg, eine revolution auslösen. das war nun etwas komplizierter. die unruhen in russland haben nach 1905 kaum nachgelassen und es hätte so oder so gekracht. lenin und die sozialrevoluzer haben nur die richtung zu ihren gunsten manipuliert. Und wenn es nach mir gehen würde bekämen Verbrecher keinen "Urlaub auf Staatskosten" sondern einen Strafvollzug in der Art wie Steine klopfen. Bewacht von bewaffneten Polizisten !! entschuldige aber so eine konsequente einstellung macht mir angst. also wenn ich was gelernt habe seit 2001, dann weiss ich das man terroristen nicht unterschätzen darf und mit recht sollte man diese leute nich auser acht lassen. ja und die außerirdischen haben vor genau 200 jahren menschliches leben auf die erde gebracht...
Ale42er 19 Melden Geschrieben 23. Januar 2007 (bearbeitet) @et haben sie das ,wirklich naja das hab ich eben so gemeint ,das man sie lieber nich unterschätzen sollte. auch wenn in diesem falle die gefahr wohl eher gering is. ach und ja da lieg ich ja wieder vollkomen falsch...,aber nächstes jahr gelobe ich besserung.da hab ich dan wieder PW Bearbeitet 23. Januar 2007 von Ale42er
AxelFoley 0 Melden Geschrieben 23. Januar 2007 Würde es die Autorität des Staates schmälern, wenn er Terroristen begnadigt? Autorität? Wenn man an Terroristen Lösegeld bezahlt kann man auch welche begnadigen
LaXo 0 Melden Geschrieben 23. Januar 2007 Nabend Eins ist ja wohl klar - Jeder Terrorist sollte eine saftige Strafe bekommen und diese sollte auch hart durchgesetzt werden. Es gibt sowohl Vorteile als auch Nachteile wenn man diese beiden begnadigt. Ich muss zugeben ich weiß nicht viel ueber die RAF , aber wer seine Meinung mit dem Töten von Menschen durchsetzen will , hat meiner Meinung nach einen an der Waffel. Vielleicht bereuen sie ihre Tat , ich glaube das denen sogar und immerhin haben sie ja schon ueber 20 Jahre im Knast gesessen. Allerdings sollte man sich auch vor Augen führen was sie angetan haben. Ich weiß ehrlich gesagt nicht ,wofür ich sein soll...
Wanja 4 Melden Geschrieben 23. Januar 2007 (bearbeitet) ich mein, ich sehe nun raf-mitglieder nicht gerade als terroristen an. der terroristen-begriff wurde nach 2001 so geprägt, dass man darunter jemanden versteht, der viele nicht ausgewählte menschen tötet um religiöse oder politische ziele zu verfolgen. die raf hat sich gezielte personen ausgesucht. dies muss man zwar nicht, kann man aber als mildernd sehen. und ich seh das so. ich meine, viel schlimmere mmenschen werden früher herausgelassen, menschen, die wahrscheinlich eine noch höhere rückfallchance haben. und nur weil diese beiden eben einer gruppe angehörten, die medienpräsenz besaß, sollte man sie nur deswegen nun net weiter da drinne behalten, sondern so behandeln, wie andere auch behandelt werden Bearbeitet 23. Januar 2007 von Wanja
gregor 0 Melden Geschrieben 23. Januar 2007 die beiden sitzen nun seit fast einem vierteljahrhundert hinter gittern und haben der gewalt abgeschworen also soll man sie auf bewährung freilassen bzw. begnadigen. bei mohnhaupt ist es wohl auch nur noch eine formsache (quelle): Bei Mohnhaupt geht es streng genommen nicht um einen Gnadenakt: Das Oberlandesgericht Stuttgart hat am Montag in mündlicher Verhandlung darüber beraten, ob sie, wie jede Kriminelle, nach so langer Zeit unter Bewährung auf freien Fuß gesetzt werden kann und soll. Die Bundesanwaltschaft hat sich dafür ausgesprochen, deshalb ist anzunehmen, dass das Gericht dem Antrag entspricht und sie Ende März aus der Haft entlässt.
Blauer 2 Melden Geschrieben 23. Januar 2007 Versteh mich da nicht falsch. Ich verlange für jeden seine gerechte Strafe. Auch will ich hier nichts verharmlosen oder die Täter in Schutz nehmen. Vielmehr will ich auf folgendes hinaus: Wie lang ist eine "angemessene" Strafe und Würde es die Autorität des Staates schmälern, wenn er Terroristen begnadigt? lebenslänglich sprich 15 jahre für einen mord empfinde ich persönlich als eine zu geringe strafe. man sollte je nach schwere der tat auch darüber hinausgehen können, also z.b. 2 oder mehr mal lebenslänglich. Würde es die Autorität des Staates schmälern, wenn er Terroristen begnadigt? schwierige frage. denke bei den beiden handelt es sich ja um politisch motivierte gewalttaten, die im zeichen der damaligen zeit geschehen sind. nun haben sich die zeiten aber geändert. also würde ich diese entscheidung eher als souverän betrachten.
Der Spinner 5 Melden Geschrieben 23. Januar 2007 (bearbeitet) ich mein, ich sehe nun raf-mitglieder nicht gerade als terroristen an. der terroristen-begriff wurde nach 2001 so geprägt, dass man darunter jemanden versteht, der viele nicht ausgewählte menschen tötet um religiöse oder politische ziele zu verfolgen. die raf hat sich gezielte personen ausgesucht. dies muss man zwar nicht, kann man aber als mildernd sehen. und ich seh das so. ich meine, viel schlimmere mmenschen werden früher herausgelassen, menschen, die wahrscheinlich eine noch höhere rückfallchance haben. und nur weil diese beiden eben einer gruppe angehörten, die medienpräsenz besaß, sollte man sie nur deswegen nun net weiter da drinne behalten, sondern so behandeln, wie andere auch behandelt werden Allerdings haben die RAF-Terroristen "Kolatteralschäden" billigend in Kauf genommen, oder glaubst Du, daß auch der Chauffeur von Herrhausen, um nur ein Beispiel zu nennen, eine dieser ausgesuchten Personen war? Dennoch denke ich auch, daß man auch RAF-Leute nach so langer Zeit unter gewissen Voraussetzungen und der Auferlegung von Auflagen auf freien Fuß setzen kann. Die Kernfrage ist allerdings, was wir uns denn überhaupt für ein Strafsystem wünschen und da gehen die Meinungen hier nunmal weit auseinander und die Seiten werden sich kaum aufeinander zubewegen, soll ja auch Jeder seine Meinung vertreten. Allerdings sollte ein Strafrecht, wie auch immer es aussieht, für Alle gelten, egal ob nun RAF-Mitglied oder "normaler" Mörder. €: Ich seh gerade, daß es der Chauffeur von Karl Heinz Beckurts, Eckhard Groppler war. Bearbeitet 23. Januar 2007 von Der Spinner
WarheadRex 0 Melden Geschrieben 23. Januar 2007 (bearbeitet) Was ist bitte terrorismus? für unsre deutschen (und korrupten) banker und politiker waren die raf terroristen. für bush, blair, merkel usw. sind ja (fast) alle moslems terroristen (aber zumindest 99% der iraker) für putin sind alle tschetschenen terroristen. für israel sind alle palästinenser terroristen. aber für hitler waren die französiche resistance terroristen und genau diese werden aber heute (zu recht) als freiheitskämpfer geehrt. wie wird das volk in 50 jahren über die raf denken, wenn das merkel seine stasifantasien (mit hilfe von big brother schäuble) vollends verwirklicht hat? also rückblickend werden von politikern gerne politische gegner, denen man sonst nicht beikommt als terroristen bezeichnet um beim volk meinungsmache zu betreiben. desweiteren finde ich den "staatsterrorismus" den so gut wie jedes westliche land mittlerweile unter dem deckmantel der terrorbekämpfung betreibt tausend mal schlimmer als das was die raf damals tat. so und wenn der rollstuhljokey das liest isses wohl nur ne frage der zeit bis die gsg0815 mit den springerstiefeln voran durch mein fenster schwingt. sarkasmus oder nicht? das sagt euch gleich das licht off topic: kann mir einer mal sagen wann es in deutschland den letzten terroranschlag gegeben hat? weil hier ja alle sooooooooooooooooo gefährdet sind. Bearbeitet 23. Januar 2007 von WarheadRex
Der Spinner 5 Melden Geschrieben 23. Januar 2007 Der letzte geglückte Anschlag war, soweit ich mich erinnern kann, am 30.11. 1989. Dennoch wurde es in letzter Zeit häufig genug auch in Deutschland versucht. Wir können ja nur froh sein, daß es solche Dilettanten waren.
-=Punkbuster=- 166 Melden Geschrieben 23. Januar 2007 (bearbeitet) Mal abgesehen von meiner Meinung zu diesem Thema, die ich jetzt auch nicht erklären will, sollte man, wenn man schon so einen brisanten Thread aufmacht, wenigstens versuchen seine eigene Meinung zu verbergen und das ganze etwas neutraler zu formulieren! Wieso? Weil er zufällig noch blau ist ^^? Das sollte er machen, wenn er den Thread moderiert. Ansonsten sehe ich dabei persönlich - wie bei mir selbst und allen anderen blauen und roten - kein Problem. Eine Diskussion kann durch eine gewagte These oder Formulierung ja sogar erst interessant werden. Ich möchte jedenfalls auch weiterhin Threads eröffnen, die eine Meinung oder Richtung vertreten Und wenn sollte gleiches Recht für alle herrschen, was dieses Forum mit einem Schlag von allen reinen Anti-EA-Threads befreien würde *g* @Topic: schwierige Frage. Bei den RAFlern bin ich gespaltener Meinung. Im Gegensatz zu Pädophilen sind sie politisch motiviert und in 25 Jahren kann sich viel ändern. Ob ein Mörder lebenslang sitzen muss? Ich weiß es nicht. Viele der ehemaligen RAF-Aktivisten, die ich in Reportagen gesehen habe, klangen sehr human und leben heute ein ganz normales Leben. Ich komme nicht mehr auf den des letzten Namen, aber er war bei dem Anschlag auf die OPEC in Wien dabei und wurde angeschossen. Ein Kerl, mit dem ich durchaus ein Bier trinken würde. edit: Typo & Typo II Bearbeitet 23. Januar 2007 von -=Punkbuster=-
WarheadRex 0 Melden Geschrieben 23. Januar 2007 Dennoch wurde es in letzter Zeit häufig genug auch in Deutschland versucht. Wir können ja nur froh sein, daß es solche Dilettanten waren. häufig? hab ich was verpasst? und "versucht" hört sich immer mehr nach "gestellt" an, weswegen ich bitten möchte die 3 türken am bahnhof mit ihrer gasflasche und dem wecker nicht als terroristen zu bezeichnen. "mitläufer" ok, aber doch wohl eher "handlanger" oder "strohmänner". nur von wem? wem nützt ein "verhinderter" terroranschlag? wo er doch garnicht verhindert worden ist sondern einfach nur daneben gegangen ist (absichtlich?, denn so dumm kann man sich doch gar nicht anstellen)
Der Spinner 5 Melden Geschrieben 23. Januar 2007 häufig? hab ich was verpasst? und "versucht" hört sich immer mehr nach "gestellt" an, weswegen ich bitten möchte die 3 türken am bahnhof mit ihrer gasflasche und dem wecker nicht als terroristen zu bezeichnen. "mitläufer" ok, aber doch wohl eher "handlanger" oder "strohmänner". nur von wem? wem nützt ein "verhinderter" terroranschlag? wo er doch garnicht verhindert worden ist sondern einfach nur daneben gegangen ist (absichtlich?, denn so dumm kann man sich doch gar nicht anstellen) Du kannst mir glauben, daß ich, wenn ich in einen Zug steige oder einen öffentlichen Platz mit vielen Menschen betrete, nicht gerade von Terrorangst gepeinigt bin. Eigentlich verschwende ich keinen Gedanken daran, dennoch ist es mein subjektives Gefühl, daß die Versuche sich wieder gemehrt haben. Liegt vll auch daran, daß man seit dem 11.09. 2001 immer mehr dafür sensibilisiert wurde. Und ob Dilettant oder nicht, jeder, der für seine Überzeugungen wahllos Menschen tötet oder es zumindest versucht, ist in meinen Augen ein Terrorist.