der.enforcer 354 Autor Melden Geschrieben 12. Februar 2007 gibt neuigkeiten zum thema: Stuttgart - Mohnhaupt soll die Justizvollzugsanstalt im bayerischen Aichach in wenigen Wochen verlassen, die Reststrafe wird mit Wirkung vom 27. März zur Bewährung ausgesetzt. Das entschied das Oberlandesgericht Stuttgart heute. Der Senat sehe "in Übereinstimmung mit dem Vertreter der Generalbundesanwältin und mit der Beurteilung des psychiatrischen Sachverständigen keine Anhaltspunkte für eine fortdauernde Gefährlichkeit der Verurteilten, d.h. für die Gefahr, dass sie künftig neue schwere Straftaten begehen könnte", hieß es in der Entscheidung. Die Verurteilte werde "der Aufsicht und Leitung eines Bewährungshelfers unterstellt. Außerdem wurden Auflagen zur Meldung des Wohnsitzes und der Arbeitsstelle gemacht. Es handelt sich nicht um eine Entscheidung im Gnadenweg, sondern um eine an bestimmte gesetzliche Voraussetzungen gebundene richterliche Entscheidung", erklärte das Gericht in einer Pressemitteilung. Die Bundesanwaltschaft hatte am 22. Januar bei einer nicht öffentlichen Anhörung eine Entlassung Mohnhaupts befürwortet. Die letzte mündliche Anhörung der früheren Terroristin hatte am 21. Februar 2006 stattgefunden. Damals lehnte das Gericht den Antrag auf Aussetzung der restlichen Freiheitsstrafe mit der Begründung ab, die besondere Schwere der Schuld gebiete die weitere Vollstreckung. Der Senat hatte die Mindestverbüßungsdauer der Strafe für die Verurteilte auf 24 Jahre - also mindestens bis März 2007 - festgesetzt. Die 57-Jährige gehörte zu den führenden Köpfen der sogenannten zweiten Generation der RAF. Sie war unter anderem an der Ermordung des Bankiers Jürgen Ponto, des Arbeitgeberpräsidenten Hanns-Martin Schleyer und des Generalbundesanwalts Siegfried Buback beteiligt und zu fünfmal lebenslänglich plus 15 Jahre verurteilt worden. Außer Mohnhaupt sitzen aus den Reihen der RAF noch Christian Klar, Eva Haule und Birgit Hogefeld in Haft. Bei Klar prüft Bundespräsident Horst Köhler derzeit eine Begnadigung. Der 54-Jährige hatte sein Gnadengesuch schon bei Köhlers Amtsvorgänger Johannes Rau gestellt. Klar gehörte seit Mitte der siebziger Jahre zum inneren Führungszirkel der RAF und war Mohnhaupts Hauptkomplize bei der Schleyer-Entführung. Er sitzt derzeit in Bruchsal in Baden-Württemberg im Gefängnis. hen/ddp/dpa/AP Quelle: Spiegel.de
Kiwi ( NZ ) 4 Melden Geschrieben 12. Februar 2007 Hmm schwierige Frage, mit komplexen Auswirkungen. Begnadigung um in Würde den Rest des Lebens in Freiheit bestreiten zu können, in diesem Falle ja. Was ich aber kommen sehe und für verwerflich halte ist; das mit Sicherheit die Geschichte derer Medial aufgearbeitet wird, diese dafür "viel" Geld erhalten und somit in Saus und Braus bis zum Lebensende Leben, aber die Opfer und deren Angehöhrigen erhalten in keinster Weise eine Opferentschädigung. Es ging nicht nur um die großen der Politik/Wirtschaft, sondern auch kleine Leute aus Wach,- und Personenschutz wurden Opfer.
der.enforcer 354 Autor Melden Geschrieben 12. Februar 2007 In der Hinsicht habt ihr natürlich recht. Wenn deren Story nun vermarktet wird ist das schon ein Hohn für die Opfer und Hinterbliebenen. Trotz alledem bin ich der Meinung, dass auch diese Terroristen nicht anders als andere Straftäter behandelt werden sollten.
Gast Dr.Erich von Stahlhelm Melden Geschrieben 12. Februar 2007 (bearbeitet) Ich bin für die Begnadigung, denn vor Jahren haben sich die Mitglieder der RAF auf den Weg gemacht gegen die Ausbeutung der Kapitalistischen Koninform in Verbindung mit der korrupten Politik (Politiker) zu kämpfen. Mögen die Mittel der RAF nicht unbedingt die richtigen gewesen sein, aber sie haben damals schon erkannt, was heute dieses Land ausbeutet und die nur leidlich vorhandene Demokratie komplett zerstört hat, die DIKTATUR des KAPITALS. Heute ist es leider so, daß kein Deutscher mehr den Hintern hochbekommt und gegen die Ungerechtigkeiten in diesem Land vorgeht. Die RAF hat heuten mehr denn je eine Existenzberechtigung, nur über die Mittel wie deren Ziele erreicht werden können, sollte nachgedacht werde. kann man so sehen. ich kann sehr gut nachvollziehen wie man angesichts der allmacht des großkapitals zum terroristen werden kann. aber die mittel mord und totschlag sind nicht der richtige weg, vorallendingen nicht wenn die mehrheit der bevölkerung gegen eine systemänderung ist. auch sollte man sehr gut bedenken was passiert wäre wenn leute wie die RAF damals chancen gehabt hätten nach der macht im lande zu greifen - was hätten die damit gemacht? meiner ansicht nach wäre daraus mit sicherheit ein terrorregime a'la pol pot oder stalin rausgekommen, da ist mir die macht des kapitals immer noch lieber als ein steinzeitkommunismus, ebenso deren gegenstück, was dann der faschismus wäre. das bleibt sich für einen menschen wie mich gleich wer da das rennen macht, der ort wo ich unter solchen regimen verschwinden würde, heißt nur jeweils anders - gulag oder kz. eine änderung des herrschenden systems kann man nur mit geduld ereichen in dem man vorallem sich selber ändert und nicht in dem man die gleichen methoden wie der gehasste staat anwendet. der gitarrist meiner alten band hatte das mal in einem text zum thema terrorismus so ausgedrückt: "and if you decided the military way you do the same thing as state every day" Bearbeitet 12. Februar 2007 von Dr.Erich von Stahlhelm
Oberst Rall 0 Melden Geschrieben 12. Februar 2007 Ganz klares Nein ! Jemand der gemordet hat und Familien ins Unglück gestürzt hat, der verdient keine Gnade. Ganz im Gegenteil meiner Ansicht nach haben solche Leute die Todesstrafe verdient. Solche Leute zu begnadigen kommt einer Kapitulation eines Rechtssystem gleich ! Die RAF wollte den Staat und seine Institutionen vernichten und nun betteln sie um Gnade......
der.enforcer 354 Autor Melden Geschrieben 12. Februar 2007 hat in diesem fall dann nicht "das system" die täter von damals vernichtet? wie viel mehr kann man denn einen menschen brechen? er muss seine feinde um gnade anflehen und ist definitiv ein gescheiterter mensch... und außerdem denke ich, dass der rechtsstaat gerade so beweisen kann, wie stark er wirklich ist.
Schwammerlsepp 55 Melden Geschrieben 12. Februar 2007 Ganz klares Nein ! Jemand der gemordet hat und Familien ins Unglück gestürzt hat, der verdient keine Gnade. Ganz im Gegenteil meiner Ansicht nach haben solche Leute die Todesstrafe verdient. Solche Leute zu begnadigen kommt einer Kapitulation eines Rechtssystem gleich ! Die RAF wollte den Staat und seine Institutionen vernichten und nun betteln sie um Gnade...... warum nicht gleich steinigen oder kreuzigen? ich finde das würde doch für die bundesrepublik sprechen wenn sie sich über die "terroristen" stellt und diese begnadigt. ein wegsperren bis an ihr lebensende würde sie doch irgendwie auf das gleiche level stellen. und gefährlichkeit ist doch kein argument mehr. die brd die die terroristen bekämpft haben existiert nicht mehr. so könnte deutschland einmal größe beweisen
Gast Dr.Erich von Stahlhelm Melden Geschrieben 13. Februar 2007 (bearbeitet) counterterrorists win..... Bearbeitet 13. Februar 2007 von Dr.Erich von Stahlhelm
AntiChrist 0 Melden Geschrieben 13. Februar 2007 Nachdem heute Morgen bei einem Besuch meines Vaters im Krankenhaus auch das Gespräch auf dieses Thema kam (Grund war ein Artikel in der Zeitung Die Presse), bin ich mehr denn je für ein lebenslanges Wegsperren. Warum? Als mein Vater in München Anfang der 80er bei einer Zeitung Redakteur war, bekamen wir nette Morddrohungen von dem Drecksverein RAF, die gegen die ganze Familie gerichtet waren, also auch gegen mich und meinen Bruder (wir waren damals im Kindergarten).
xThink 0 Melden Geschrieben 13. Februar 2007 schwierige sache !!! in der hinsicht das wir laien sind und höchsten aus sicht der opfer sprechen können. aber trotzdem was im moment abgeht ist wieder mal unter aller sau, einmal habe ich ein kurzes interview im tv von der tochter eines opfers gesehen, sonst höre ich nur noch infos über die teroristen selber. Das geht mir sowas von auf dem sack, besonders nach dem vor kurzen das ding mit dem kinderschänder von steffanie passiert ist, der verarcht die ganze sippe und bekommt so viel aufmerksamkeit das er der mittelpunkt ist. einen tee und decke für jemanden der sowas verbrochen hat?? hm ich schweife ab, aber ihr wisst worauf ich hinaus will. ich könnte in die luft gehen, und dann noch dieses scheis... bzgl. killerspiele. lol hier geht es um echte morde und die kommen frei eigentlich könnte ich jetzt hier ein haufen an beispiele und vergleiche schreiben, auch meine meinung zu begründen würde ich nicht müde werden. aber mal ganz erlich, ich für meinen teil habe schon seit längerem aufeghört mir darüber sorgen zu machen weil ändern kann ich alleine sowieso nichts, das system wird so schnell nicht geändert werden.
Loki 0 Melden Geschrieben 9. März 2007 Ich finde es sollte nur eine Begnadigung ausgesprochen werden, wenn wirklich Reue an den Taten gezeigt wird. Ohne Reue keine Gnade, so einfach ist das. Natürlich mögen Jahre seit deren aktiven Zeiten vergangen sein. Nur dass Mord und Terrorismus nicht verjähren..
ET 0 Melden Geschrieben 9. März 2007 Nur dass Mord und Terrorismus nicht verjähren.. warum denn nicht?
meinereiner 156 Melden Geschrieben 9. März 2007 warum denn nicht? Mord dürfte wohl klar sein Terrorismus, naja kommt auf die "Stärke" und das was gemacht wurde
ET 0 Melden Geschrieben 9. März 2007 (bearbeitet) Mord dürfte wohl klar sein Terrorismus, naja kommt auf die "Stärke" und das was gemacht wurde naja für mich stellt sich da die frage für wen die straftat nun verjähren soll. die opfer oder der staat. für opfer verjährt ein mord nie. die sind also für mich gleich disqualifiziert. für den staat verjährt ein mord durchaus sobald keine gefahr mehr vom täter ausgeht. ein terrorakt verjährt für mich nach dem selben muster. selbst wenn der täter keine gesinnungsänderung erfahren hat sollte man nur schauen ob er in der lage ist bzw den wunsch hegt auf die gleiche art zu kämpfen wie zuvor. wenn das nicht mehr so ist, scheint mir die sache klar und es ist "verjährt" wobei ich den begriff ehh fehl am platze halte, daher auch meine etwas komische frage. hatte gehofft Loki könnte mir erklären wie er das "verjähren" gemeint haben will Bearbeitet 9. März 2007 von ET