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der.enforcer

Ehemalige RAF-Terroristen begnadigen?

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Geschrieben
Ich frage mich, wer doof ist. Die Mehrheit mit dem teils offenen und teils unterdrückten Trieb, solche Personen nach Bekanntwerden der Tat am nächsten Baum aufzuhängen, oder die Dummschwätzer, die für eine Freilassung nach sieben bis acht Jahren sorgen.

für dich scheint die sache ja klar zu sein :huh:

btw wer sozialist war bzw es immernoch in der form ist hat nichts zu bereuen, das liegt in der ideologie eingebettet das die beurteilung der taten erst mit dem erreichen des sozialismus erfolgen soll. ergo, jetzt noch nicht. alle moral ausgesetzt. wenn c. klar in der tat noch ein sozialist der harten sorte ist, dann kann er nicht bereuen.

und zu fordern das er seine ansichten über gott und die welt ändert wäre übrigens diktatorisch, es ist so gern viele es anders, einfacher hätten nur eine ansicht die der unseren demokratischen im nichts nachsteht.

und bei gedankenkontrolle sind wir ja noch nicht angekommen -> solange er nicht vorhat wieder aktiv zu werden ist alles OK. ein beharren auf einer entschuldigung wäre aber absurd

ach ja: die mehrheit ist doof

Geschrieben (bearbeitet)

Naja,....wenn Du die Tatsache andere Menschen für eine Sache zu töten mit " Meinung ändern" gleichstellst...?

<_<

Dann sind wir irgendwie dicht bei Anarchie!

Soweit ich es als Grundprinzip verstanden habe darf man in einer Gesellschaft kein Menschen töten nur um der Meinung willen!

Das haben aber C.Klar und Konsorten getan!

Oder habe ich da was nicht mitbekommen?

Würdest du es gutheissen @ET?

Bearbeitet von Tasmanischer Teufel
Geschrieben

Vielleicht ist es diktatorisch, aber es ist genauso diktatorisch dem Rest der Bevölkerung mit Waffengewalt seine Ideologie aufzuzwingen. Also wird ein potenzieller Diktator - und zu nichts anderem haben sich ähnliche Revoluzzer bisher entwickelt - durch diktatorische Methoden der Gegenseite in seine Schranken gewiesen. Und unser Prinzip beruht nunmal auf dem bereuen. Das gilt für den Dieb im Laden genau wie für den Schläger auf der Straße. Wenn der sich im Nachhinein entschuldigt und sich von zukünftigen Taten distanziert, wird die Strafe mild ausfallen. Ob er dabei seine innere Einstellung wirklich ändert, oder nur opportunistisch seine Chancen nutzt, ist dabei nicht ersichtlich. Ich würde die Quote auf 50:50 schätzen.

Und dasselbe gilt für Ex-Terroristen der RAF. Wenn Du es genau nimmst, ist es vielleicht wirklich wie in 1984, aber in einer milden Form. Von echter Gehirnwäsche sind wir noch weit entfernt. Im Prinzip werden die Menschen gebrochen. Ob nun durch Folter oder die simple Aussicht, mit einer Entschuldigung und einem Versprechen mit einer Geld- statt mit einer Vorstrafe davonzukommen. Allerdings besteht Herr Klar anscheinen auf seinen Idealen, seiner Ideologie, was in meinen Augen fast noch schlimmer ist als die Morde. Nenn es dominant, diktatorisch oder totalitär, aber eine Entschuldigung ist das Mindeste. Vorher sollte man ihn überhaupt nicht entlassen.

Geschrieben (bearbeitet)

1. anarchie ist imho weit besser als das was wir jetzt haben und weit besser als ihr ruf

2. das gleiche gilt für den ökonomischen sozialismus, mal ganz abseits der klassenkampf dialektik

3. !unser! prinzip beruht auf verständnis und vergebung...zumindest war das mal vor langer zeit so geplant gewesen

Bearbeitet von ET
Geschrieben

Soso..

Dann gebe ich meinen Senf mal dazu..

Also eins sollte klar sein - Menschen die andere Menschen töten , gehören eingesperrt.

Vorallem wenn sie damit anderen Leuten eine Meinung aufzwingen wollen.

Zur Anarchie und dem Sozialismus , natürlich haben sie einen weit schlechteren Ruf , weil speziell der

Sozialismus nicht grade sehr gut funktioniert und funktioniert hat bzw. nicht das geworden ist , was es eigentlich sein sollte.

Allerdings ist in meinen Augen die Demokratie immernoch die "beste" Lösung.

Wie erwaehnt , der Sozialismus wird wahrscheinlich nie funktionieren und großartige Alternativen fallen mir nicht ein...

In der Demokratie laeuft zwar auch nicht alles perfekt , ist aber in meinen Augen momentan das gerechteste System.

Aber ich denke es wird auch nie ein anstaendiges System geben ,weil es immer Menschen geben wird die ihre politische Macht oder das System hintergehen... Das liegt in der Natur des Menschen.

mfG LaXo

Geschrieben

@ LaXo:

Naja,....und weil viele das System gerne ausnutzen wird es auch nie einen funktionierenden Sozialismus geben!

*lol*

@ET

Bitte,......ich weiss nicht was "imho" heisst?

zu punkt 2: Was ist ein ökonomischer Sozialismus?

Übersetzt : Wirtschaftlicher Sozialismus! Kann man das damit verstehen?

Ich dachte das beisst sich immer, Wirtschaft und Sozialismus?

Woher hast Du diese Info und was verbindest Du damit?

zu Punkt 3: Aber die bekommen doch Vergebung . Einmal Lebenslänglich ist doch irgendwie fest mit ,ich glaube 25 Jahren definiert und nicht mit "Ein Leben lang"

Und wenn man nichts bereut von seinen Taten sollte man auch keine Gnade erwarten!Oder?

Geschrieben (bearbeitet)
Ich dachte das beisst sich immer, Wirtschaft und Sozialismus?

zu Punkt 3: Aber die bekommen doch Vergebung . Einmal Lebenslänglich ist doch irgendwie fest mit ,ich glaube 25 Jahren definiert und nicht mit "Ein Leben lang"

Und wenn man nichts bereut von seinen Taten sollte man auch keine Gnade erwarten!Oder?

kein staat, nirgendwo und nirgendwann, egal welches system dahintersteht, konnte, kann oder wird ohne wirtschaft existieren können. :blink:

zum einen ist der akt der unterwerfung vor dem apparat den er (c.klar) früher bekämpft hat, schon alleine ein zeichen für reue und zum anderen soll er auch sich auch explizit in briefen an köhler entschuldigt haben. und wenn jetzt einige meinen er sollte das lieber öffentlich machen dann sage ich: eine resozialisierung ist dann erfolgreich wenn der betroffene nicht mehr in die öffentlichkeit drängt (jedenfalls wenn's um die raf geht). ;)

Bearbeitet von der Typ
Gast Dr.Erich von Stahlhelm
Geschrieben (bearbeitet)
1. anarchie ist imho weit besser als das was wir jetzt haben und weit besser als ihr ruf

wenn alle menschen dabei mitspielen, hast du recht.

aber echte anarchie wird nur dann funktionieren wenn die menscheit auf einer höheren geistigen evolutionsstufe angelangt ist, nenn es von mir aus einen höheren grad spiritueller verwirklichung.

bei dem jetzigen ist-zustand der menscheit würde der versuch anarchie einzuführen wohl nur in chaos,mord und totschlag enden.

für anarchistiche gesellschaftsformen ist der überwiegende teil der menschheit nicht reif genug.

Bearbeitet von Dr.Erich von Stahlhelm
Geschrieben (bearbeitet)
@ LaXo:

Naja,....und weil viele das System gerne ausnutzen wird es auch nie einen funktionierenden Sozialismus geben!

*lol*

@ET

Bitte,......ich weiss nicht was "imho" heisst?

zu punkt 2: Was ist ein ökonomischer Sozialismus?

Übersetzt : Wirtschaftlicher Sozialismus! Kann man das damit verstehen?

Ich dachte das beisst sich immer, Wirtschaft und Sozialismus?

Woher hast Du diese Info und was verbindest Du damit?

zu Punkt 3: Aber die bekommen doch Vergebung . Einmal Lebenslänglich ist doch irgendwie fest mit ,ich glaube 25 Jahren definiert und nicht mit "Ein Leben lang"

Und wenn man nichts bereut von seinen Taten sollte man auch keine Gnade erwarten!Oder?

imho = in my humble opinion

wirtschaft und sozialismus beißen sich keineswegs, wirtschaft und kommunismus schon. zudem ist marx nicht der einzige sozialismuspatentinhaber, da gab es andere meinungen, andere vorstellungen von freiheit und sich den unterhalt sichern können

A. Herzen zb pochte auf einen agrarbasierendem sozialismus der zb den großfamilien und lokalpatrioten ziemlich nahe kam.

btw. die ursache für die entwicklung der soz. idee ist doch das ökonomische ungleichgewicht. im prinzip ist es auch nichts anderes als eine mögliche logische entwicklung der kapitalistischen marktstrukturen - aber damit bin ich ja doch bei marx gelandet...

zu punkt 3. das war eher auf punkbuster und corsair bezogen. von wegen für immer eingelocht lassen falls Klar sich nicht entschuldigt

-> sicher, "strafe" muss sein, allein weil man einen potentielen wiederholungstäter nicht den mitmenschen zuliebe in die freiheit entlassen sollte.

die persönlichkeit zu brechen und zu verlangen das der gefangene seine ansichten - die meiner meinung nach weder menschenverachtend noch irgendwie negativ motiviert waren und lediglich dilletantisch durchgeführt wurden - zu ändern, steht weder dem staat noch den leidtragenden opfern oder angehörigen zu.

für anarchistiche gesellschaftsformen ist der überwiegende teil der menschheit nicht reif genug.

würd ich nicht sagen, das bekommen wir doch tagein tagaus gepredigt. selbst die größten idioten haben ein gewissen und lechtzen nach gleichheit (was ja eigentlich nicht so toll ist) und wollen das es allen gleich gut geht (da gab es letztens noch eine studie zu).

das problem aller möglichst liberalen theorien ist; wie soll man verhindern das sich massen organisieren und andere massen zu unterdrücken, simple gruppendynamik...

sowas zu lösen ohne den menschen zu viele unfreiheiten aufzuhalsen und man kann die anarchie auf die menschheit loßlassen.

man könnte sowas im kleinen und im großen mit freiwilligen durchspielen, man könnte ganze landstriche unter solche "selbstverwaltung" stellen und die theorien so lange verfeinern bis alles glatt läuft.

nur wer hat den interesse daran frei zu sein? die regierungen, die firmen, die menschen? wir wollen doch nicht frei sein, wir wissen nichtmal freiheit zu definieren, um drüberzusteigen muss man erst die liebe zur autorität überwinden und...pardon ja, die menschen sind vielleicht wirklich nicht so weit. so viele treudoofe denen die eigene sicherheit über die freiheit der übrigen menschheit geht...

Bearbeitet von ET
Geschrieben

@Et

Jetzt verstehe ich auch einige Fragen von Dir!

Klang zu Anfang so als ob Du Gewalt unterstützen würdest! Das hat sich ja jetzt aufgeklärt!

Allerdings sollte sich C.Klar schon in Reue gezeigt haben bzgl. der Todesopfer und der Art der Durchführung zur Erreichung seiner Ziele.

Dies scheint er jedoch nicht vorzuhaben!Ich erwarte jedoch keinen politisch gebrochenen Mann und dies zu verlangen wäre wahrlich undemokratisch!!

Die Erklärung zum wirtschaftlichen Sozialismus muss ich erstmal nachschlagen! ;)

Allerdings hat sich entgegen Marx durch das einführen gewisser Sozialsysteme das Kapitalsystem länger gehalten als von ihm Erwartet!

Meiner Einschätzung nach erleben wir jedoch wieder einen schrittweisen Wandel durch die bevorstehenden Probleme als da wären Demographie , Rente , Gesundheitssystem !Diese zukünftigen Probleme werden unser jetziges System in den Ruin treiben!Das kann man jetzt sogar schon im voraus berechen.

Dann wäre es intressant zu sehen wohin "Volkesseele" wieder trudelt!

Hoffentlich nicht in den "Aufrechten Gang" zu rechtem Getrampel!

Dann müssten wir doch wieder auf die Strasse:

:zip:

Geschrieben (bearbeitet)
Allerdings hat sich entgegen Marx durch das einführen gewisser Sozialsysteme das Kapitalsystem länger gehalten als von ihm Erwartet!

Meiner Einschätzung nach erleben wir jedoch wieder einen schrittweisen Wandel durch die bevorstehenden Probleme als da wären Demographie , Rente , Gesundheitssystem !Diese zukünftigen Probleme werden unser jetziges System in den Ruin treiben!Das kann man jetzt sogar schon im voraus berechen.

nur als anmerkung; man vergisst gerne zu erwähnen das marx mit seinen publizierten schriften keine dogmen etablieren wollte, der alte mann wollte seine ganzen theorien verwerfen und umarbeiten da sich während seiner lebensdauer die wirtschaftlichen verhältnisse im ständigen fluss waren und seine alte theorie (siehe: das kapital) bereits zum erscheinungszeitpunkt nicht mehr übrall griff und plausibel war.

nur haben das lenin und Co kurzerhand unter den teppich gekehrt und das ganze so simplifiziert das es garnicht mehr funktionieren konnte wies ursprünglich geplant war, die heutigen linken folgen da teilweise zu sehr der "ignore"methode.

ich bin auf dem gebiet ja auch kein fachmann...

das der kapitalismus so super funktioniert hat aber auch den grund das es längst kein echter kapitalismus ist, zb kann der staat als begrenzender faktor immer eingreifen und die wirtschaft lenken. er hat sich sozial verträglich gemacht und es herrscht kein vom herrn marx vorhergesagtes leid und die schreckliche ungerechtigkeit in der gebildeten proletarierklasse.

die gibt es heute ja garnichtmehr! das leid wird gemildert, der staat tut hinundwieder großzügig und jeder hat einen tv ud pc zuhause. klar das sich da kein aufstand von links organisiert.

der hätte keinen rückhalt in der bevölkerung. und dem volk zu erklären was wo schiefläuft geht nicht weil es arbeit ist und eine mindestbildung verlangt die heute nicht mehr einfach so angeboten wird (btw technokratie).

es geht in der tat bergab aber nicht mit der wirtschaft oder den renten - wir verlernen wiedermal das denken und zweifeln.

für die freiheit zu kämpfen ist des menschen liebstes hobby, alle paar jahrhunderte wird sich aufgelehnt aber dann? dann war die freiheit mal da und man vergisst ihren wert solange es einem gut geht und man zu fressen hat.

Bearbeitet von ET
Geschrieben
das der kapitalismus so super funktioniert hat aber auch den grund das es längst kein echter kapitalismus ist, zb kann der staat als begrenzender faktor immer eingreifen und die wirtschaft lenken. er hat sich sozial verträglich gemacht und es herrscht kein vom herrn marx vorhergesagtes leid und die schreckliche ungerechtigkeit in der gebildeten proletarierklasse.

die gibt es heute ja garnichtmehr! das leid wird gemildert, der staat tut hinundwieder großzügig und jeder hat einen tv ud pc zuhause. klar das sich da kein aufstand von links organisiert.

der hätte keinen rückhalt in der bevölkerung. und dem volk zu erklären was wo schiefläuft geht nicht weil es arbeit ist und eine mindestbildung verlangt die heute nicht mehr einfach so angeboten wird (btw technokratie).

es geht in der tat bergab aber nicht mit der wirtschaft oder den renten - wir verlernen wiedermal das denken und zweifeln.

für die freiheit zu kämpfen ist des menschen liebstes hobby, alle paar jahrhunderte wird sich aufgelehnt aber dann? dann war die freiheit mal da und man vergisst ihren wert solange es einem gut geht und man zu fressen hat.

Besser hätte ich es auch nicht sagen können...

Geschrieben

Dem habe ich auch nichts mehr hinzuzufügen!

Dummheit bleibt halt die Geissel der Menschheit! :zip:

Geschrieben

naja, etwas fällt mir dazu doch noch ein:

"...die anständigen Bürger sind auf irgendeine Art träger, kümmern sich nicht um die Anfänge politischen Unheils und werden schließlich erst durch die Unausweichlichkeit selbst aufgerüttelt, so dass sie selbst manchmal durch ihr Zögern und durch ihre Trägheit, während sie sogar unter Verlust ihres Ansehens die Ruhe behalten wollen, beides verlieren."

(Cicero)

Gast Dr.Erich von Stahlhelm
Geschrieben

@et:

ein weiteres problem der anarchie ist ihr mögliches gutes funktionieren.

stell dir mal vor in deutschland würde dieser zustand eingeführt - und würde funktionieren.

wie lange meinst du würden die nachbarn dem treiben zusehen?

eine funktionierende anarchie würde in anderen staaten als feindbild aufgebaut werden, es würden entweder antianarchistische autoritäre gruppierungen im betreffendem land unterstützt oder es würde eine direkte militärische intervention geben. eine funktionierende anarchie wäre DIE bedrohung für sämtliche autoritäre (auch die normalen demokratien sind autoritär)regierungen weltweit, da sie ihre existenzen in frage stellt und in bürgern anderer staaten ähnliche begehren wecken könnte.

fraglich ist, wie sich eine anarchie gegen organisierte bestrebungen die anarchie seitens politisch/religiöser gruppierungen gegen ein authoritäres system zu ersetzen, zur wehr setzen könnte, so sie davon bedroht ist.

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